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Ursachenforschung nach Fehlstart

(16) Kommentare
Michael Wiesinger, Michael Wiesinger
Foto: Thorsten Tillmann

Niederrheinpokal-Aus gegen Oberhausen und nur zwei Punkte in der Liga lautet die maue Bilanz. In Uerdingen soll jetzt nach den Gründen für den Fehlstart ins Jahr 2018 gesucht werden.

Durch das enttäuschende 1:1 gegen den SC Verl beträgt der Abstand zu Platz eins zwar nur einen Zähler, doch Spitzenreiter Viktoria Köln hat noch ein Spiel weniger absolviert als die Mannschaft von Michael Wiesinger. Hinzu kommt, dass auch der Drittplatzierte Borussia Dortmund II mit Siegen in seinen noch ausstehenden Nachholspielen am KFC vorbeiziehen könnte. Auch der erste Verfolgerplatz ist also in Gefahr. Die Wiesinger-Elf muss schnellstens wieder zu ihrer Topform zurückfinden.

Man merkt, dass es um enorm viel geht. Wir brauchen die Leichtigkeit wieder, daran müssen wir dringend justieren!

Michael Wiesinger, Trainer KFC Uerdingen

Dass die Erwartungshaltung in Krefeld nach wie vor groß ist, weiß jeder beim KFC. „Aber wir sind gut beraten, uns jetzt komplett auf uns zu fokussieren und unseren Job zu machen“, stellte Trainer Michael Wiesinger klar. Für den ehemaligen Bundesligatrainer ist es in den kommenden Wochen von besonderer Bedeutung, die Drucksituationen innerhalb der Mannschaft zu kontrollieren. Denn Schlagzeilen werden beim Topanwärter auf den Aufstieg in die 3. Liga aktuell statt auf dem Platz eher daneben geschrieben. Nach dem Rundumschlag von KFC-Boss Mikhail Ponomarev, dessen Geduld mit Blick auf die große Zielsetzung nicht mehr lange allzu groß sein dürfte, folgten Unruhen bezüglich der entzogenen Akkreditierungen bzw. der beendeten Kooperation mit der "Westdeutschen Zeitung". „Meine Spieler gehen nicht so leicht damit um. Man merkt, dass es um enorm viel geht. Wir brauchen die Leichtigkeit wieder, daran müssen wir dringend justieren und das werden wir ansprechen“, empfand Wiesinger ohne dabei ständig auf die Tabellensituation zu schauen.

Möglichst schnell zurück zu alter Stärke

Die Stimmung in Uerdingen war jedenfalls schon besser. Nach dem Spiel gegen Verl gab es neben eher zurückhaltendem Applaus auch erstmals vereinzelte Pfiffe unter den nur 1229 anwesenden Fans, die zuletzt eher weniger verwöhnt worden sind. Auch in der Hinrunde spielte der KFC zwar nicht immer ansehnlich, gewann seine Spieler aber oft knapp. Vor allem das Prunkstück, die sonst so starke Abwehr, geriet zuletzt vermehrt ins Wackeln. Für Leon Binder allerdings keinen Grund zur Sorge: „In der Hinrunde haben wir uns als Mannschaft schnell gefunden. Nach dem kleinen Stotterstart müssen wir wieder zu alter Stärke zurückfinden“, sagte Binder. Der KFC sollte also schnellstens damit anfangen die Kurve zu kriegen, um weiter vom Aufstieg träumen zu dürfen.

(16) Kommentare

Regionalliga West

Pl. Mannschaft Sp g u v Tore Diff Pkt.
1 KFC Uerdingen 05 34 22 10 2 68:24 44 76
2 Viktoria Köln 34 21 9 4 85:36 49 72
3 Wuppertaler SV 34 15 11 8 61:47 14 56
Pl. Mannschaft Sp g u v Tore Diff Pkt.
1 KFC Uerdingen 05 17 12 5 0 35:11 24 41
2 Viktoria Köln 17 10 6 1 49:19 30 36
3 SV Rödinghausen 17 10 2 5 38:26 12 32
Pl. Mannschaft Sp g u v Tore Diff Pkt.
1 Viktoria Köln 17 11 3 3 36:17 19 36
2 KFC Uerdingen 05 17 10 5 2 33:13 20 35
3 Borussia Dortmund II 17 8 4 5 27:20 7 28
4 Rot-Weiss Essen 17 6 9 2 30:19 11 27

Transfers

KFC Uerdingen 05

Pascale Talarski

Mittelfeld

01/2018
Kris Thackray

Abwehr

Vertragsende (neuer Verein unbekannt)

01/2018
Pascale Talarski

Mittelfeld

01/2018
Kris Thackray

Abwehr

Vertragsende (neuer Verein unbekannt)

01/2018

KFC Uerdingen 05

34 A
SC Wiedenbrück
Sonntag, 13.05.2018 14:00 Uhr
0:5 (0:2)
34 A
SC Wiedenbrück
Sonntag, 13.05.2018 14:00 Uhr
0:5 (0:2)

Torjäger

KFC Uerdingen 05

# Name Tore Min./Tore Tore/Sp.
1 17 102 0,6
2 11 94 0,7
# Name Tore Min./Tore Tore/Sp.
1 7 115 0,5
2 6 82 0,9
# Name Tore Min./Tore Tore/Sp.
1 10 93 0,7
2 5 109 0,6
1
2
3
4
5
1
2
3
4
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4
5

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

KOMMENTARE

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  • krötenmann 10.03.2018 21:27 Uhr
    Wie ich bereits unter dem Spieltagsberichts kommentierte, der Druck ist zu hoch und das Einmischen des Geldgebers in den laufenden Betrieb ist toxisch.

    Der Trainer ist nur bedingt für die aktuelle Situation verantwortlich, ich sehe die Probleme woanders.

    Man hat keine hungrige Mannschaft die den Aufstieg will und die Kraft dafür aus dem Teamgeist schöpft sondern eine verunsicherte Mannschaft die vom Chef zusammengestaucht wird, und jeder der vom Chef mal stress bekommen hat, dem geht die Motivation verloren.

    Warum also den Arsch aufreissen, für wen und für was?

    Das ist das Problem von Uerdingen, nicht der Trainer.
  • ynmr98 11.03.2018 00:20 Uhr
    "Die Stimmung in Uerdingen war jedenfalls schon besser. Nach dem Spiel gegen Verl gab es neben eher zurückhaltendem Applaus auch erstmals vereinzelte Pfiffe unter den nur 1229 anwesenden Fans[...]" - Also für mich waren das keine vereinzelten Pfiffe, die Mannschaft wurde ausgepfiffen und auch nicht zu Unrecht. Man hat heute 15 Minuten lang, richtig attraktiven Fußball gesehen, das war nach der Pause. Die Umstellung auf die Dreier- bzw. Fünferkette hat definitiv etwas gebracht und ich hab mich schon immer gefragt, warum Wiesinger irgendwann darauf verzichtet hat. Doch da die Ergebnisse ja nicht schlecht ausfielen, war es nicht weiter tragisch. Ich bin froh, dass er es jetzt wieder getestet hat und es hat ja durchaus geklappt. Defensiv wurde in der 2. Halbzeit wenig zugelassen und man stand deutlich sicherer. Wenn Musculus oder Chessa eine der beiden Großchancen rein macht, würde man Aufgrund der Spielanteile definitiv nicht von einem Ungerechten Sieg sprechen. Alles in Allem wird das Spiel in Essen jetzt die Richtung für die restliche Spielzeit vorgeben. Dort müssen drei Punkte her und die Welt sieht schon ganz anders aus.
  • Faxe 11.03.2018 10:42 Uhr
    Ich finde absolut, dass der Trainer für die dürftigen Auftritte verantwortlich ist. Der Trainer lässt Angsthasenfußball spielen. Permanent mit zwei 6ern abgesichert, machen 4, nur selten 5 Spieler Druck nach vorne. Da ist man immer in der Unterzahl. Besonders bezeichnend finde ich, und das ist regelmäßig so, dass sich bei einer gegnerischen Ecke alle 11 Mann im eigenen Strafraum aufhalten ( müssen ).Der Ball wird dann rausgehauen und, oh Wunder, keiner mehr da für einen schnellen Konter. Sowas gibt doch der Trainer vor !!! Also lieber Herr Wiesinger, einfach mal mutiger sein.
  • @Jane 11.03.2018 11:44 Uhr
    @Faxe:
    Schau Dir die Körpersprache von dem Mann an, dann weisst Du wie mutig er ist !
    Dringend wäre auch mal angesagt, bei der Aufstellung mehr Mut zu beweisen. Mut von dem Mann ? Vergiss es !
  • Hotteköln 11.03.2018 13:24 Uhr
    Der Druck auf die Mannschaft von außen wirkt sich offensichtlich kontraproduktiv aus. War bei Viktoria am Anfang der Saison auch so.
    Der Dreikampf an der Spitze geht in die nächste Runde. Alle werden zwischendurch Federn lassen.
  • Hotteköln 11.03.2018 13:27 Uhr
    Die Einkaufs- und Personalpolitik erinnert mich an die von meiner Viktoria vor 3-4 Jahren. Wir waren damals zwischenzeitlich so was wie die Ü30 des FC Köln. Hat sich Gott sei Dank total geändert.
  • Philosoph 11.03.2018 13:29 Uhr
    Ich denke es ist ein Mix aus verschiedenen Faktoren. Der sportliche Leiter, der lieber Namen statt hungrige Spieler verpflichtet und ein Trainer der auch zur Region passt und in der Umgebung wohnt..Würde mich nicht wundern wenn der Trainer nach der Niederlage in Essen weg ist und man sich den EX Wuppertaler holt, aber auch dann wird man keinen Erfolg haben..Der ganze Fußball hat sich entfremdet..Ich unterstelle mal keine Wettspiele auf Überraschungen..Herzblut bei Vorsitzenden die aus nächsten Liebe viel Geld woher auch immer einsetzen usw..Aber das gab es auch vorher denke da an Herrn Schulte W usw. nach diversen Trainerentlassungen und dem größten Fehleinkauf Zlatko Yankov..Krefeld ist und bleibt leider keine Fußball Stadt.1300 Zuschauer hatten wir auch schonmal zu 2 Ligazeiten...Und trotzdem genieße ich das amüsante Treiben der Medien, der Rivalität der diversen Fangruppen und hoffe dass wir alle, irgend wann wieder in der 3 Liga oder 2 mit Essen,Wuppertal,Wattenscheid,Oberhausen, Aachen, usw. spielen und die 2.Mannschaften verschwunden sind.Denn trotz aller Differenz oder der Hater wir leben und lieben Fußball.
  • Philosoph 11.03.2018 13:34 Uhr
    @ Hotteköln

    Sorry ich führe deinen Verein nicht auf weil ich zu sehr in den 90ern schwelge
  • Gatsby 11.03.2018 13:39 Uhr
    @Hotteköln
    "Der Dreikampf an der Spitze geht in die nächste Runde. "

    Gerechterweise muss man von einem "Vierkampf" sprechen, da BVB II
    als Tabellenvierter auch noch gut im Rennen liegt.
    Ich denke aber, dass die Mannschaft mit dem bisher besten Torverhältnis das Rennen um den Titel machen wird.

    Bei Uerdingen könnte sich zudem nachteilhaft auswirken, dass man nach dem Aufstieg die meisten Aufstiegshelden in die Wüste geschickt hat.
    Was befürchten wohl jetzt die meisten Spieler, was mit ihnen im Aufstiegsfall passieren wird?
  • PepAncelotti 11.03.2018 14:18 Uhr
    "In der Hinrunde haben wir uns als Mannschaft schnell gefunden. Nach dem kleinen Stotterstart müssen wir wieder zu alter Stärke zurückfinden"

    Vielleicht war die gute Hinrunde der Aufstiegseuphorie-und Profifußballtraum-Bonus, der nun nachzulassen scheint. Zwinker
  • Hotteköln 11.03.2018 14:28 Uhr
    Zitatgeschrieben von PepAncelotti

    "In der Hinrunde haben wir uns als Mannschaft schnell gefunden. Nach dem kleinen Stotterstart müssen wir wieder zu alter Stärke zurückfinden"

    Vielleicht war die gute Hinrunde der Aufstiegseuphorie-und Profifußballtraum-Bonus, der nun nachzulassen scheint. Zwinker

    Bei einem Dreikampf spreche ich von VIK, KFC, BVB2. Du von einem Vierkampf. Wen hast du noch auf dem Schirm? RWE, RWO oder wen?
  • ynmr98 11.03.2018 15:59 Uhr
    Von einem Vierkampf kann man ja nun wirklich nicht sprechen. Ich sehe die Drei genannten von Hotte auch am Ende der Saison oben. Aber man muss beachten, Dortmund muss erstmal seine drei Nachholspiele alle gewinnen. Zu Beginn der Saison hatten sie doch auch einige Nachholspiele und haben nicht alle gewonnen. Den Trainer raus zuschmeißen wäre die falsche Entscheidung. Man würde vor allem der Mannschaft ein falsches Signal geben und noch mehr Verunsicherung wäre das Resultat. Mutiger zu spielen ist genau das Ding: Er muss einige Personalentscheidungen hinterfragen. Bestes Beispiel ist Patrick Ellguth: Zu Beginn der Saison aus der Innenverteidigung einen nach vorne gerückt und vor allem nach vorne viel inszeniert. Er war mehr der "Achter" der Kreativität ins Spiel gebracht hat, von seinem Kollegen im defensiven Mittelfeld Schwertfeger kam wenig. Er hat es wirklich sehr gut gemacht wie ich finde doch nach einer Verletzung musste Ellguth für einige Spiele aussetzen. Doch er ist seit dem nicht einmal in der Startelf gewesen und ich frag mich warum. Das Mittelfeld scheint mit der Aufgabe mal was nach vorne zu kreieren Überfordert. Wenn man zwei so Defensive Spieler wie Holldack und Öztürk auf der "Sechs" hat, und der "Zehner" Beister, mehr ein zweiter Stürmer ist, dann ist es doch kein Wunder, dass im Spiel nach vorne was fehlt. Mit der Umstellung auf die Fünferkette gestern hat das viel besser geklappt, da Kefkir und Beister beide Zentral hinter Musculus spielten. Ich wünsche mir für das Spiel in Essen genau die selbe Ausrichtung wieder.
  • lapofgods 11.03.2018 17:40 Uhr
    War es nicht eher die Überraschung, dass die komplett neu zusammengestellte Mannschaft so schnell so erfolgreich war? Topfavorit waren die ja nun nicht. Die zahlreichen sehr knappen Ergebnisse deuten ja auch auf eine gewisse Fragilität des Erfolgs hin. Wenn da auch nur ein bisschen was klemmt, reicht es halt nicht mehr.
  • PepAncelotti 11.03.2018 20:03 Uhr
    Hotteköln
    Ich leite deinen Beitrag gern an Gatsby weiter. Smile
  • Hafenstraße1907 11.03.2018 22:23 Uhr
    Wir werden den KFC besiegen!
  • goleo 13.03.2018 19:07 Uhr
    Es gab schon oft genug nach der Hinrunde „vermeintliche“ Aufsteiger, die dann eingebrochen sind. Warten wir mal ab, wer am Ende oben steht. Nachholspiele müssen erst einmal gewonnen werden, die Form der Hinrunde bestätigt. Dortmund hat jetzt zahlreiche englische Wochen vor der Brust. Es sei denn, man möchte die Spiele nach der Saison nachholen. Zu Krefeld ist alles gesagt. Viktoria scheint mir am stärksten. Aber wenn der ein oder andere Verfolger einen Lauf bekommt, ....

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