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Halle Bochum
Schützenfeste, Schießbude, Schweigeminute

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Foto: Klaus Pollkläsener

Der SparkassenMasters-Vorjahressieger DJK TuS Hordel hat die Favoritenrolle mit überragenden Ergebnissen untermauert.

Der Westfalenligist agierte in den insgesamt fünf Partien in vorzüglicher Ballerlaune. Mitleid mit den Gegnern? Fehlanzeige. Nach dem 5:0-Finalerfolg über die gastgebende Arminia aus Bochum standen 39 (!) erzielte Tore auf dem Tableau, von denen allein 13 gegen einen zu jeder Zeit überforderten SK Bochum erzielt werden konnten - in lediglich zwölf Minuten Bruttospielzeit.

Mit nur fünf Gegentreffern war Torhüter Niklas Maas ein wichtiger Faktor für den ungefährdeten Turniererfolg. Er präsentierte sich über die gesamte Spieldauer als mitspielender Torhüter, der aufgrund seines offensiven Spielstils gleich zwei Mal von seinen Kontrahenten düpiert werden konnte - der sich aus dem Spiel heraus aber auch selbst als Torschütze in die lange Trefferliste seines Teams eintragen konnte. Top-Torjäger des Tages: Das Hordeler Duo Peter Elbers mit gleich zehn Treffern und Marcel Erdelt mit sieben Torerfolgen.

"Die packen wir noch."

Spieler von SK Bochum nach ihrem ersten und einzigen Turniertreffer

Hordels Trainer David Zajas war angesichts des Hurra-Fußballs voll des Lobes für seine Mannschaft. "Wir haben im Vorfeld gesagt, dass wir die Sache seriös angehen wollen, dass wir jedes Spiel wie ein Endspiel angehen wollen. Das haben die Jungs sehr gut umgesetzt, mit der Art und Weise sind wir dementsprechend auch mehr als zufrieden."

Die Spieler von SK Bochum nahmen ihr sang- und klangloses Ausscheiden indes mit Humor. In der letzten Minute des dritten und damit letzten Spiels gelang dem C-Ligisten der erste und einzige Torerfolg zum 1:4-Endstand. "Die packen wir noch", hallte es von der Bochumer Auswechselbank - wohlwissend, dass nichts mehr gehen sollte. Mit null Punkten und einem Torverhältnis von 1:25 war das Turnier für die Bochumer frühzeitig beendet.

"Wir wollen als Titelverteidiger natürlich so weit wie möglich kommen."

David Zajas

Trotz all der Feierlichkeiten rund um das Fußballfest gab es auch einen Gänsehautmoment: Vor dem ersten Gruppenspiel des FC Bochum wurde es ruhig in der Heinrich-Böll-Halle. Alle Anwesenden erhoben sich von ihren Sitzen, um für einen Moment innezuhalten. Kurz vor dem Jahreswechsel war ein 23-jähriger Spieler der B-Liga-Mannschaft infolge eines Herzinfarkts verstorben. Seine Mitspieler wollten ihm fußballerisch die letzte Ehre zu erweisen - große Geste, großer Moment eines turbulenten Turniers mit insgesamt 90 Toren (sechs Tore pro Partie).

Nach der Vorrunde ist vor der Endrunde. Kommendes Wochenende mit dabei: DJK Arminia Bochum und DJK TuS Hordel. Für David Zajas soll der erste inoffizielle Titel des Jahres nicht das Ende bei den SparkassenMasters bedeuten. "Wir wollen als Titelverteidiger natürlich so weit wie möglich kommen", bekräftigt der TuS-Trainer - wenngleich man die Auslosung auch erstmal abwarten müsse. Am Dienstag beginnt die Vorbereitung für Zajas Mannschaft; auf die Endrunde der SparkassenMasters und auf die Rückserie in der Westfalenliga.

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