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Phönix überzeugt beim Chaos-Turnier

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Foto: privat

Phönix Bochum hat sich in der Vorrunde der SparkassenMasters in eindrucksvoller Manier durchgesetzt. Abseits des Fußballs sorgten die Teams mit zwei unschönen Vorfällen für Negativ-Schauplätze.

Sechs Spiele, sechs Siege, 31 geschossene Tore. Die Bilanz des SV Phönix Bochum nach etwa 70 gespielten Hallen-Minuten ist mehr als beachtenswert. Gleich zu Beginn des Turniers hat der derzeitige Bezirksliga-Sechste seine Ambitionen auf den Turniersieg im Bezirk Bochum-Mitte angemeldet: Mit 10:0 Toren fegte der haushohe Favorit den A-Ligisten SV Altenbochum 01 (4:0) sowie den Ligakonkurrenten und diesjährigen Turnierausrichter DJK Adler Riemke (6:0) vom Parkett.

"Wir sind mit dem Ziel hierhin gefahren, genauso viel Spaß und Erfolg zu haben wie im vergangenen Jahr."

Marcus Himmerich

Die perfekte Vorrunde wurde mit dem höchsten Turniersieg (7:1) und einem weiteren Schützenfest (6:2) gekrönt. Das Halbfinalspiel gegen Hellas Bochum musste beim Stand von 3:0 abgebrochen werden: Nach drei Roten Karten und einem tätlichen Angriff sah sich der pfeifende Schiedsrichter dazu gezwungen, das Spiel frühzeitig abzupfeifen.

Im Endspiel drehte Phönix dann noch einmal so richtig auf. Am Ende der zwölfminütigen Partie stand gegen eine überforderte Eintracht aus Grumme ein deutlicher 5:0-Erfolg auf der Habenseite. Trainer Marcus Himmerich zeigte sich ob der Spielfreudigkeit seines Personals mehr als glücklich. "Die Finalteilnahme haben wir uns mit deutlichen Ergebnissen und tollem Fußball erarbeitet", resümierte der Übungsleiter im Anschluss an das Turnier. "Wir sind mit dem Ziel hierhin gefahren, genauso viel Spaß und Erfolg zu haben wie im vergangenen Jahr."

Dass der Triumph aufgrund eines Boykotts und eines Spielabbruchs ein bisschen zur Nebensache wurde, tat der Stimmung bei Phönix keinen Abbruch. Dennoch erinnerte sich der Trainer kurze Zeit nach der frühzeitig beendeten Halbfinalpartie nur allzu gut an das Geschehene: "Die Gemüter sind übergekocht und haben sich zu Dingen hinreißen lassen, die nicht auf den Platz gehören."

"Dem Schiedsrichter ist das irreguläre Auffüllen des Kaders leider erst viel zu spät aufgefallen."

Daniel Zaug, 2. Geschäftsführer DJK Adler Riemke

Damit dürfte er wohl insbesondere die Tätlichkeit gegenüber dem Schiedsrichter meinen, der sich nach einer Vielzahl ungeschickter Aktionen der Hellas-Spieler zum Handeln gezwungen sah. Nach Turnierschluss bestätigte der Unparteiische, dass er zudem beleidigt worden sei. Aufgrund des laufenden Verfahrens dürfe er sich dazu allerdings "nicht weiter äußern".

Daniel Zaug, zweiter Geschäftsführer von DJK Adler Riemke, schilderte seine Sicht der Dinge des ersten Aufregers der Tages, als die Spieler von Türkiyemspor Bochum nach dem sicher geglaubten Halbfinaleinzug eine Wiederholung der Partie gegen den Gastgeber aus Riemke verweigert hatten. "Dem Schiedsrichter ist das irreguläre Auffüllen des Kaders leider erst viel zu spät aufgefallen", betonte Zaug. Riemke habe daher Protest eingelegt und Recht bekommen.

Zaug: "Die Spieler von Türkiyemspor waren nicht begeistert, haben den Anstoß gemacht und sind vom Feld gegangen." Dennoch verteidigte er Riemkes Entscheidung, die auf klar definierten Regularien basiert: "Mir wird immer gesagt, dass man sich an Regeln halten soll." Phönix-Trainer Himmerich stellte abschließend auch noch einmal klar, dass man Riemke als Ausrichter des Turniers keine Manipulation vorwerfe.

Abgesehen von den beiden Vorfällen zeigte sich Daniel Zaug vom Turnierverlauf zufrieden: "Es hat Spaß gemacht und war ein insgesamt faires Turnier." Aufgrund der frühzeitigen Abreise von Türkiyemspor und Hellas - nach Spielverweigerung und Spielabbruch - konnte noch keine Stellungnahme der beiden Vereine eingeholt werden.

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  • coach56 07.01.2018 10:44 Uhr
    Lesen hilft, da steht doch

    Aufgrund der frühzeitigen Abreise von Türkiyemspor und Hellas - nach Spielverweigerung und Spielabbruch - konnte noch keine Stellungnahme der beiden Vereine eingeholt werden.
    einfach mal die Opferrolle sein lassen
  • Hoppe78 07.01.2018 10:50 Uhr
    Ich war gestern vor Ort und habe alles exakt gesehen. Beim Stand von 2:1 für Türkiyemspor erhielt die Mannschaft eine 2 Minuten Strafe. In Unterzahl schossen sie dann noch das 3:1. Mit diesem gefallenen Treffer schickte der SCHIEDSRICHTER einen Spieler von Türkiyemspor wieder aufs Feld. Der Torwart bemerkte wohl diesen Fehler und schickte seinen eigenen Mann lautstark wieder vom Feld. Satte 20 Sekunden hat er auf der Anlage verbracht. In Überzahl schoss Adler dann das 3:2 Anschlusstor und kurz darauf war Schluss. 

    Der Regelverstoß wurde vom Schiedsrichter begangen und die Regularien geben dann ein Wiederholungsspiel her. 
    ABER: Türkiyemspor hatte Adler sportlich besiegt. Einspruch aufgrund eines Fehlers des Schiedsrichters wegen 20 Sekunden einzulegen halte ich nicht nur für Erbsenzählerei sondern für sportlich völlig daneben.
    Die Reaktion von Türkiyemspor war verständlich.
  • via Facebook: Nisay Ila 07.01.2018 01:28 Uhr
    Das nenne ich mal einseitige Berichterstattung! Warum fragt Ihr nicht mal SV Türkiyemspor Bochum e.V. wie sich die Dinge aus ihrer Sicht ergeben haben, liebes RevierSport Team???
  • via Facebook: Sebastian Dolata 07.01.2018 11:01 Uhr
    Marco Sloty
  • via Facebook: Dennis Luis 07.01.2018 11:45 Uhr
    Was fuer ein türkenspor? Mir egal, die koennen gerne in ost anatolien spielen...

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