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Dortmund lädt Tottenham zu Toren ein

(3) Kommentare
Borussia Dortmund, Ömer Toprak, Tottenham Hotspur, Saison 2017/18, Harry Kane, Borussia Dortmund, Ömer Toprak, Tottenham Hotspur, Saison 2017/18, Harry Kane
Foto: Getty

Borussia Dortmund hat das erste Gruppenspiel in der Champions League verloren. Die Mannschaft von Peter Bosz unterlag bei Tottenham Hotspur mit 1:3 (1:2).

Die Hände hatte Peter Bosz in den Hosentaschen vergraben. So stand er da kurz vor Schluss des Spiels am äußersten Rand jener Zone, in der sich Trainer aufhalten dürfen. Das sah aus, als wenn er helfen wollte bei etwas, das nicht mehr zu retten war. Auf dem Feld liefen seine müder werdenden Spieler einem Ergebnis nach, das keine Frage mehr am Sieger übrig ließ. 3:1, so stand es auf der Anzeigetafel im riesigen Wembley-Stadion von London, wo der englische Vize-Meister Tottenham Hotspur Borussia Dortmund zum ersten Champions-League-Spiel der Saison empfing. Zu Boszs erstem Spiel in der Königsklasse überhaupt. Nicht nur deshalb stand er schon vor dem Anpfiff im Zentrum der Betrachtungen.

Denn er überraschte mit Risiko in der Aufstellung. Vertrautes Personal beließ er auf der Bank und wirbelte seine Anfangsformation auf eine Weise durcheinander, wie es nicht für möglich gehalten worden war. Aufgrund gesundheitlicher Unpässlichkeiten von Marcel Schmelzer und Marc Bartra schickte er Jeremy Toljan und Ömer Toprak in die Viererkette. Dazu beorderte Mahmoud Dahoud (für Gonzalo Castro) und Shinji Kagawa (für Mario Götze) ins Mittelfeld und Neuzugang Andrey Yarmolenko in den Angriff. Die halbe Mannschaft - ausgetauscht.

Und in der höchst turbulenten Anfangsviertelstunde zunächst das nicht immer den allerbesten Einfluss auf das Geschehen bei Schwarz und Gelb zu haben. Denn es dauerte nicht einmal vier Minuten bis Tottenham in Führung ging. Gegen eine ungeordnete Dortmunder Deckung zog Heung-Min Son los, düpierte Sokratis mit einer Finte und traf aus sehr spitzem Winkel wuchtig über Torwart Roman Bürki hinweg. Damit setzte der Spurs-Angreifer eine hübsche Serie von Toren gegen den BVB fort, die er schon als Bundesliga-Profi von Bayer Leverkusen und des Hamburger SV begonnen hatte.

Der BVB musste diesen Wirkungstreffer ein paar Minuten lang abschütteln, ehe er begann konzentrierter nach vorn zu spielen. Und wie. Von Kagawa kam der Ball zurück zu Yarmolenko und aus 18 Metern zirkelte er ihn in den Winkel des Tores. Erstes Spiel von Beginn an, erster Treffer.

Doch die Freude darüber währte wiederum nur kurz. Erneut konterte Tottenham in die Unaufgeräumtheit des BVB hinein. Harry Kane, zweimaliger Torschützenkönig der Premier League, ließ Toprak stehen und schoss fulminant in die kurze Ecke (15.). Das eher seltsame Stellungsspiel Bürkis half ihm dabei ebenfalls wie die Tatsache, dass Schiedsrichter Gianluca Rocchi bei Kanes Zweikampf zuvor gegen Nuri Sahin nicht auf Foul entschied. Trainer Peter Bosz fühlte sich so benachteiligt, dass er mit wehendem Sakko zur Seitenlinie stürmte und protestierte. Vergebens.

Kane ist kaum zu bändigen

Aus dem Rückstand entwickelte sich ein Spiel, in dem der BVB mit Ballbesitz dominierte, in dem aber fortan nicht mehr jeder Schuss zum sehenswerten Treffer wurde. Immer wenn der BVB dem Tor nahe war, wie Pierre-Emerick Aubameyang (30.) oder Christian Pulisic (36.), klärte im letzten Augenblick einer der Herren in Weiß.

Die zweite Halbzeit begann mit derselben offensiven Wucht der Gastgeber wie die erste. Der kaum zu bändigende Kane kam frei vor Bürki zum Schuss, doch der Ball flog über das Tor (50.), der allein gelassene Son verzog ebenfalls frei vor dem Dortmunder Tor (51.). Was sich da schon anbahnte, wurde kurze Zeit später bittere Dortmunder Realität: Harry Kane gelangte im Strafraum an den Ball und traf aus 14 Metern dieses Mal in die lange Ecke (60.). Lukasz Piszczek hatte den Ball leicht abgefälscht, Bürki die Handschuhe nach leicht am Ball. Zur erstaunlich entblößten Abwehr gesellte sich also auch etwas Pech. Damit haderte Schwarz-Gelb ebenso wie mit dem Schiedsrichter. Der hatte zuvor einen Treffer Aubameyangs wegen einer - aus Dortmunder Sicht passiven - Abseitsstellung nicht anerkannt (56.).

So wirkte der BVB schließlich wie die weniger reife und weniger organisierte zweier guter Mannschaften. Und Bosz war geschlagen.

(3) Kommentare

1. Fußball Bundesliga

Pl. Mannschaft Sp g u v Tore Diff Pkt.
3 RasenBallsport Leipzig 12 7 2 3 20:15 5 23
4 Borussia Mönchengladbach 12 6 3 3 21:21 0 21
5 Borussia Dortmund 12 6 2 4 29:16 13 20
6 TSG 1899 Hoffenheim 12 5 5 2 21:15 6 20
7 Eintracht Frankfurt 12 5 4 3 14:12 2 19
Pl. Mannschaft Sp g u v Tore Diff Pkt.
9 Hertha BSC Berlin 7 3 2 2 11:11 0 11
10 Borussia Mönchengladbach 6 3 1 2 7:8 -1 10
11 Borussia Dortmund 5 3 0 2 16:7 9 9
12 FC Augsburg 6 2 2 2 9:7 2 8
13 VfL Wolfsburg 7 1 5 1 10:11 -1 8
Pl. Mannschaft Sp g u v Tore Diff Pkt.
1 FC Bayern München 6 4 1 1 11:5 6 13
2 Eintracht Frankfurt 7 3 3 1 7:5 2 12
3 Borussia Dortmund 7 3 2 2 13:9 4 11
4 Borussia Mönchengladbach 6 3 2 1 14:13 1 11
5 RasenBallsport Leipzig 7 3 1 3 9:10 -1 10

Transfers

Borussia Dortmund

Jadon Sancho

Mittelfeld

08/2017
Hendrik Bonmann

Torwart

08/2017
Adrian Ramos

Sturm

Borussia Dortmund

war ausgeliehen

07/2017
Neven Subotic

Abwehr

Borussia Dortmund

war ausgeliehen

07/2017
Jadon Sancho

Mittelfeld

08/2017
Adrian Ramos

Sturm

Borussia Dortmund

war ausgeliehen

07/2017
Neven Subotic

Abwehr

Borussia Dortmund

war ausgeliehen

07/2017

Borussia Dortmund

12 A
VfB Stuttgart
Freitag, 17.11.2017 20:30 Uhr
2:1 (1:1)
13 H
FC Schalke 04
Samstag, 25.11.2017 15:30 Uhr
-:- (-:-)
14 A
Bayer 04 Leverkusen
Samstag, 02.12.2017 15:30 Uhr
-:- (-:-)
13 H
FC Schalke 04
Samstag, 25.11.2017 15:30 Uhr
-:- (-:-)
12 A
VfB Stuttgart
Freitag, 17.11.2017 20:30 Uhr
2:1 (1:1)
14 A
Bayer 04 Leverkusen
Samstag, 02.12.2017 15:30 Uhr
-:- (-:-)

Torjäger

Borussia Dortmund

# Name Tore Min./Tore Tore/Sp.
1 10 99 0,9
2
Maximilian Philipp

Mittelfeld

6 119 0,6
# Name Tore Min./Tore Tore/Sp.
1 8 56 1,6
2
Maximilian Philipp

Mittelfeld

4 78 1,0
# Name Tore Min./Tore Tore/Sp.
1 2 270 0,3
Andrey Yarmolenko

Mittelfeld

2 152 0,4
1
2
3
4
5
1
2
3
4
5
1
2
3
4
5

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

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  • 09-Peddar 14.09.2017 00:17 Uhr
    So spielt Spurs, wenn es mit der normalen Truppe spielt, nicht wie damals in der Europaleague. Anderseits spielen wir nie so defensiv wie heute. Aber Repekt an den unseren Trainer Pocchettino für die Taktik.
    C.O.Y.S.
  • hbuschma 14.09.2017 09:58 Uhr
    BVB "zu lieb". Die Überschrift beschreibt das Spiel. Mit wenigen Ausnahmen sind die Spieler nicht dahin gegangen, wo es weht tut.Auch von Papa war gefühlt erst in der zweiten Halbzeit eine Grätsche zu sehen.
    Die Spielweise des Trainers ist sehr interessant und auch gut für unsere Mannschaft. Dennoch müssen die Spieler bissiger sein. In den ersten beiden Spielen der Saison war ich von der Anzahl an Fouls und gelben Karten überrascht (und vom aggressiven Herangehen). Das war dann gegen Freiburg und Tottenham nicht mehr so. Schade.
    Generell sind Papa und Toprak zu langsam für diese Art des Spiels. Nicht nur körperlich, sondern v.a. im Kopf. Ideal ist Bartra.
    Bei Piszczek sehe ich seit letzter Saison schon ein Problem. Stellungsspiel, Schnelligkeit ect. sind nicht (mehr) auf dem nötigen Stand.
    Daher sind die Spekulationen um ein Update (von Ajax) für die Verteidigung nicht aus der Luft gegriffen.
    Bei Auba habe ich den Eindruck, dass er ein wenig "durchhängt". Auch hier wäre ein Backup wünschenswert.

    Das war mein Senf. Grüsse aus dem Ländle, Buschi
  • via Facebook: Dirk Rahn 13.09.2017 22:58 Uhr
    Mund abwischen das nicht gegebene Tor dann wers vllt anders gelaufen.Nun muss man eben das nächste Punkten.Was mir nicht gefallen hat war die Abwehr und Bürki.Das muss sich ändern in den nächsten Spiele auch.

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