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Vor Trondheim drohen Gefährdeansprache und Meldeauflagen
Stadionverbotler sollen zu Hause bleiben

Mit einem Bündel an Aktionen will die Gelsenkirchener Polizei verhindern, dass die derzeit 164 durch den FC Schalke 04 mit Stadionverbot belegten Personen zu den Auswärtsspielen der Königsblauen in der Champions League nach Norwegen, England oder Spanien reisen. "Rein rechtlich gilt das Stadionverbot zwar lediglich bundesweit. Aber mittlerweile gibt es auch internationale Vereinbarungen, die verhindern, dass in einem Land mit Stadionverbot belegte Personen bei Spielen im Ausland ins Stadion können", bestätigt Polizeisprecher Konrad Korz gegenüber RevierSport. Und das sei auch gut so, denn schließlich wolle "keiner Personen in seinem Stadion haben, die beim Heimatclub auch nicht rein dürfen", sagt Kordts.

Deshalb sieht sich die Polizei im Vorfeld der Partien in Trondheim, London und Valencia zum Handeln verpflichtet. "Wir werden ganz genau abwägen, welche Maßnahmen wir ergreifen. Da werden wir uns jeden Einzelfall genau angucken und dann schauen, wie wir reagieren", komme es laut Kordts immer entscheidend darauf an, "welche Vita die Person hat".

Die möglichen Maßnahmen im Vorfeld der Spiele gingen von einer "Gefährdeansprache, über Meldeauflagen bis hin zu Pass beschränkenden Maßnahmen und Ingewahrsamnahmen", betont der Beamte. Letzteres könne aber nur auf richterliche Anordnung geschehen. "Wir gehen immer vom mildesten zum härteren Mittel. Welche Maßnahmen wir aber konkret auswählen, werde ich aus taktischen Gründen nicht bekannt geben", müsse sich der eine oder andere aber auf jeden Fall darauf einrichten, vorgeladen zu werden oder Besuch von der Polizei zu erhalten. "Glauben Sie mir, die Personen, die wir meinen, die wissen das schon", seien derartige Maßnahmen schon bei der WM mit Erfolg durchgeführt worden.

Ziel sei es, die in der Datei 'Gewalttäter Sport' aufgeführten Personen zu überzeugen, zu Hause zu bleiben. Schalkes Sicherheitsbeauftragter Volker Fürderer bestätigt: "Zwar können und werden wir niemandem der betroffenen Personen verbieten, nach Trondheim, London oder Valencia zu fahren. Aber es ist ganz klar, dass es von uns keine Karten für die Stadionverbotler gibt. Alle Tickets sind personalisiert und unsere Anhänger wurden auch verpflichtet, die Weitergabe von Karten namentlich bekannt zu geben". Fürderer weiter: "Wir sind im Austausch mit den Vereinen. Sollte sich jemand über irgendeinen anderen Weg doch Eintrittskarten besorgt haben und erkannt werden, muss er damit rechnen, dass er draußen bleibt. Die szenekundigen Beamten der Polizei werden vor Ort ganz genau hinsehen und die entsprechenden Schritte einleiten".

Fürderer wiederholte aber sein Angebot zum Dialog mit den Fans. Am 29. September stehe er deshalb in Gelsenkirchen allen Anhängern ab 13.00 Uhr in der Fankneipe "Auf Schalke" zusammen mit Schalkes Rechtsanwalt Dr. Jens Buchta und Vertretern der Polizei im Rahmen eines Infoseminars für ein Gespräch zur Verfügung. Um Voranmeldung beim Schalker Fan-Club Verband unter touristik@sfcv.de wird gebeten.

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