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Spanien
Der große FC Barcelona wird peinlich

(15) Kommentare
Foto: Twitter / Lionel Messi

Er kommt, er kommt nicht, er kommt. Beim FC Barcelona wird dieses Spiel jeden Tag von vorn gespielt.

Ob es um Philippe Coutinho vom FC Liverpool geht oder um Ousmane Dembélé von Borussia Dortmund oder um Dritte wie den armen Jean-Michael Seri. Der Mittelfeldmann aus Nizza hatte die Koffer schon gepackt und den Vertrag ausgehandelt, die Ablöse stand mit 40 Millionen Euro fest. Da fiel Barçelonas Sportdirektion am Dienstagabend ein, dass sie ihn doch nicht haben will.

Watzke: „Ich hielt sie für seriös“

Geschichten wie diese kosten den katalanischen Renommierklub viel Wohlwollen. „Ich hielt den FC Barcelona für groß und seriös“, erklärte BVB-Geschäftsführer Watzke kürzlich, als spreche er über eine verlorene Zeit. Barça hat Kredit verloren. Aus der stilistisch (vor allem unter Trainer Guardiola) wie moralisch (Unicef auf dem Trikot) unangreifbaren Referenz des Weltfußballs wurde zunächst ein handelsüblicher Spitzenverein mit berechenbarem Spiel und dem umstrittenen Katar als Trikotsponsor. Letzteres hat sich seit dieser Saison zwar erledigt, die Leibchen ziert jetzt der politisch korrekte E-Commerce-Anbieter Rakuten. Dafür hat der unerwartete Abgang von Neymar für 222 Millionen Euro nach Paris alle anderen Probleme zugespitzt und den Klub regelrecht ins Chaos gestürzt.

Verhandlungspartner wie Watzke treffen dieser Tage auf mindestens ungeschickte, wenn nicht überforderte Repräsentanten des FC Barcelona. Im eigenen Verein gehen die Spieler schon lange auf Distanz zu einer Vereinsführung, deren Organigramm immer weiter aufgeblasen wurde, ohne dass einer der vielen Geschäftsführer, Abteilungsleiter und Vizepräsidenten wirklich etwas vom Profifußball zu verstehen scheint.

Das Verhältnis zur Mannschaft gilt als inexistent, und sichtbar wurde dies nun durch den Kindergeburtstag von Neymars Sohn.
Dafür trafen sich die Stars in dessen altem Haus im Strandvorort Castelldefels. Am selben Nachmittag hatte der Verein den Brasilianer vor Gericht angezeigt, im Streit um Sonderprämien für die Verlängerung seines nicht erfüllten Vertrags. Forderung: 8,5 Millionen Euro.

Die Wunden des Abgangs sind noch frisch, der Spieler wegen der unschönen Begleitumstände auch für die Fans eine persona non grata. Dennoch postete etwa Lionel Messi ein Bild von der Feier, das ihn in inniger Umarmung mit dem Abtrünnigen zeigte. Die Botschaft war klar, die Solidarität mit Neymar überwiegt die mit dem eigenen Verein. „Grausam“ fand die klubnahe Zeitung „Sport“ dieses Statement, gar „vor der Revolution“ sieht die Madrider „As“ den Verein.

Warten auf Messis Unterschrift

Dass der in Barcelona allmächtige Messi weiter die seit Monaten als Formsache ausgegebene Unterschrift unter seine längst ausgehandelte und Anfang Juli bereits kommunizierte Vertragsverlängerung hinauszögert, beunruhigt das nervöse Umfeld weiter. Das Ausbleiben von weißem Rauch auf dem Transfermarkt ebenso.

Im Fall Dembélé berichtete „Sport“, man habe sich mit Dortmund auf 130 Millionen Euro Ablöse verständigt, es gehe nur um die Aufteilung zwischen Fixsumme und Bonuszahlungen. Doch dasselbe Blatt verkündete auch Vollzug bei Seri. Und morgen geht das Spiel sowieso wieder von vorn los.

Beim FC Barcelona weiß derzeit niemand, was sie tun. Wahrscheinlich nicht mal im Verein.

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KOMMENTARE

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  • EFK 23.08.2017 23:04 Uhr
    Woher nimmt ein Blatt wie Reviersport sich das Recht, einen Verein wie den FC Barcelona derartig in den Dreck zu ziehen?

    Ich sehe hier keine handfesten Quellen, die zum Beispiel belegen, dass Barca einfach "keine Lust" auf den Transfer von Seri hatten.

    Komische Berichterstattung!!!!

    Und zu allen anderen Blinden, die sich hier über die Entwicklung des Marktes aufregen... kauft weiter fleißig Trikots, abonniert SKY und geht zu hohen Preisen ins Stadion.

    So ändert ihr die Welt des Fußballs sicher wieder
  • JeffdS 23.08.2017 23:16 Uhr
    Ja .. angemalte Clowns in Shorts mit exotischen Frisuren
  • JeffdS 23.08.2017 23:22 Uhr
    Super. Sende was Ausführliches, und eingetragen werden nur ein paar Worte .. sind die Server down?
  • mensural 23.08.2017 23:33 Uhr
    Zitatgeschrieben von EFK
    Komische Berichterstattung! ...

    Eher überflüssiger Kommentar.
    "derartig in den Dreck zu ziehen?" macht wer, RS? Blödsinn, die versuchen etwas, die Realität wiederzugeben. Davon (Realität) schonmal gehört?
    Dass bei Barca nicht erst seit heute einiges gewaltig schiefläuft, ist keine neue Erkenntnis und es braucht dafür auch nicht viel "handfeste Kwällen", warum eig nicht fussfeste?
    Dazu reicht es, bis 2 zählen zu können - und dies auch schonmal zu tun. Schaffst du sowas? bestimmt.
    Lachen
  • EFK 24.08.2017 00:30 Uhr
    Mensural, du bist einfach peinlich .

    Ich vergaß... hinter deinem Account verbirgt sich sicher H-J Watzke, weshalb du sehr gut über die geschäftlichen Aktivitäten, des FCB eingeweiht bist und regelmäßig mit am Verhandlungstisch sitzt
  • sascha-bond 24.08.2017 08:30 Uhr
    @EFK
    Machen diesen "Journalisten" immer hier halt.
    Alle ausserhalb NRW sind unterste Schublade.
    Dass Dembele GENAU SO zum BVB kam, war damals kein Problem. Warum RS da nicht fragte warum man so einen Spieler überhaupt will, fragte keiner!!!
    Denn nicht nur eh, auch Miki und andere taten genau das gleiche!
    Aber das will ja bei RS und in Dortmund keiner wahrhaben, weil das damals was ganz was anderes war.
  • via Facebook: Dennis Kindinger 23.08.2017 21:25 Uhr
    Der Club ist schon länger peinlich 👎
  • via Facebook: Hajo Ken 23.08.2017 21:32 Uhr
    Die haben doch schon 1979 vor dem Europacupfinale den Schiedsrichter bestochen!
  • via Facebook: Mateusz Mlodawski 23.08.2017 21:32 Uhr
    Kai Weerts
  • via Facebook: Basia Błaszczykowski 23.08.2017 21:40 Uhr
    No, wos song Sie dazu, Georg?
  • via Facebook: Jose Alvarez-Mallo 23.08.2017 21:45 Uhr
    Einfach ein Drecksverein!!
  • via Facebook: Andreas George Orwell 23.08.2017 22:00 Uhr
    Nur der FC Barcelona? Früher war Fussball ein Männersport wo man mit abben Bein weitergespielt hat. Heute sind das nur noch schwule Werbenutten, die nach einem kopfball eine Verletzungspause nehmen um die Frisur zu richten. Der ganze Profifussball ist inzwischen peinlich
  • via Facebook: Kater Mkesch 23.08.2017 22:09 Uhr
    Ein Schuh neongelb, der andere pink, Tattoos bis zum Hals, ne Frisur wie ein Appache auf Kriegspfad aber von nem Luftzug halb tot umfallen und 10 Mio im Jahr verdienen....Herzlich Willkommen in Europas "Top Clubs"
  • via Facebook: Christoph Kühnemund 23.08.2017 22:36 Uhr
    Die ganzen Klubs aus dem Dunstkreis der Championsleague-Oberen kann ich nicht mehr ernst nehmen
  • via Facebook: Till Jacobs 23.08.2017 22:37 Uhr
    Wenn alle Vereine so reagieren würden wir Liverpool und Dortmund wären wir einen Schritt weiter!

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