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Asien-Tour
Viel Stress, aber Schalke braucht das Geld

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Foto: Twitter Höwedes

Mittwoch Besiktas, Freitag Inter Mailand – und das bei schwülen Temperaturen. Sportlich ist die Asien-Tour wenig sinnvoll. Aber die Klubs brauchen das Geld.

Christian Heidel hielt sich nach dem 1:0-Testspielsieg des Fußball-Bundesligisten Schalke 04 beim SC Paderborn zurück: „Die Bewertung überlasse ich dem Trainer, der kann besser beurteilen, wie die Leistung zum Trainingsstand passt“, sagte der Schalker Sportvorstand. Und die Bewertung von Domenico Tedesco fiel eindeutig aus: „Wir haben gesehen, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben.“

Denn Schalke tat sich beim Drittligisten schwerer als erwartet. Die einzig nennenswerte Chance der Schalker nutzte Yevhen Konoplyanka zum Siegtreffer (20.).

Über 20 000 Flugkilometer

Das mit der Arbeit allerdings ist in den nächsten Tagen so eine Sache: Am Sonntagabend ist Schalke nach Asien aufgebrochen. Der Abflug in Frankfurt lief weitgehend reibungslos, nur Innenverteidiger Matija Nastasic musste bei der Sicherheitskontrolle noch die Schuhe ausziehen und sich abtasten lassen. „Keine Ahnung, was los war“, sagte der Serbe. „Wahrscheinlich waren die Schuhe gefährlich.“

Über 20 000 Flugkilometer spulen Nastasic und sein Klub in den kommenden sieben Tagen ab, über Peking, Shanghai, Zhuhai und wieder zurück. Zum Programm gehören Testspiele gegen Besiktas Istanbul am Mittwoch und Inter Mailand am Freitag – für diese Partie geht es dann auch noch etwa zwei Stunden mit dem Bus von Shanghai nach Changzhou. Allein die An- und Abreise kostet insgesamt 32 Stunden Zeit.

Nicht zu vergessen: die zahlreichen PR- und Sponsorentermine. Trainiert werden soll zwischendurch natürlich auch noch – und das nicht eben bei angenehmen Bedingungen. „Die Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit sind hoch“, weiß Sportdirektor Christian Heidel. „Im letzten Jahr ist unser Trainer Markus Weinzierl auf der Bank zusammengeklappt.“ Und doch reist Schalke wieder gen Osten – und das nicht als einzige Bundesliga-Mannschaft.
Borussia Dortmund ist seit Donnerstag in Tokio, der FC Bayern macht sich heute auf eine strapaziöse Reise: fast 23 000 Flugkilometer in zwölf Tagen, mit den Stationen Shanghai, Shenzhen und Singapur. Hinzu kommen vier Spiele im Rahmen des International Champions Cup gegen den FC Arsenal, AC Mailand, FC Chelsea und Inter Mailand.

Aus rein sportlicher Sicht ein wenig sinnvolles Programm. „Das ist ganz klar ein Problem für jeden Trainer“, räumt auch Bayern-Präsident Uli Hoeneß ein. Andererseits könne man „es sich nicht leisten, von der Globalisierung zu sprechen, aber nicht dorthin zu reisen“, meint er. Auch Schalkes Marketing-Vorstand Alexander Jobst macht recht unverblümt deutlich, worum es geht: „Wir erwarten in China Begeisterung, Fan-Zuwachs, Zuspruch und natürlich wirtschaftlichen Erfolg“, sagt er.

Klose unterstützt die Bayern

Fußball boomt in Asien, da wollen die Bundesliga-Spitzenklubs dabei sein. Die Tour sei „ein enorm wichtiger Baustein unserer internationalen Strategie und unterstützt unseren weltweiten Markenausbau“, sagt das bei den Bayern für die Internationalisierung zuständige Vorstandsmitglied Jörg Wacker. Im Klartext: Die Klubs wollen die eigene Marke bekannter machen, die Einnahmen durch Merchandising erhöhen, digitale Reichweite generieren, zusätzliche Sponsoren gewinnen und langfristig höhere TV-Erlöse erzielen.
Dazu hat sich der Rekordmeister prominente Unterstützung geholt: Miroslav Klose wird für seinen Ex-Klub unter anderem einige Sponsoren- und PR-Termine wahrnehmen. Seit er bei der WM 2002 in Japan und Südkorea zweitbester Torschütze wurde, gehört der Weltmeister von 2014 zu den bekannteren deutschen Fußballern in Asien.

„Ich freue mich auf die Tage mit dem FC Bayern in Asien. Es sind viele interessante Stationen und sicher viele interessante Eindrücke“, sagt er nun.
Der BVB hat mit Shinji Kagawa ein Zugpferd im Kader. Der Test gegen Urawa war auch seinetwegen mit mehr als 60 000 Zuschauern ausverkauft. „Da waren 20 000 Schwarz-Gelbe im Stadion“, sagt Marketingdirektor Carsten Cramer. „Wenn man überlegt, dass bei unserem ersten Spiel vor zwei Jahren insgesamt so viele Zuschauer im Stadion waren, fühlen wir uns bestätigt, das nachhaltig zum dritten Mal in Folge zu machen.“

Nachhaltigkeit ist für Cramer das Stichwort: 15 regionale Sponsoring-Partnerschaften hat der BVB inzwischen geschlossen. Insgesamt rechnet er mit Einnahmen im achtstelligen Bereich. Bei Schalke geht man davon aus, dass die Marketing-Erlöse bis 2018 um zehn Millionen Euro steigen.

Schalke plant Büro in China

Dazu soll auch beitragen, was der FC Bayern und der VfL Wolfsburg bereits eingerichtet haben: „Wir denken mittelfristig darüber nach, ein festes Büro in China einzurichten“, sagt Jobst. „Aktuell arbeiten wir mit einer lokalen Agentur zusammen. Aber wenn wir auf dem asiatischen Markt weiter wachsen, müssen wir auch ein richtiges Office hier betreiben.“

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KOMMENTARE

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  • Micha W. 17.07.2017 10:22 Uhr
    Lol, Schalke braucht das Geld! Wundert mich nicht bei dieser Vereinsführung. Na wieviele Spieler habt ihr jetzt ablösefrei ziehen lassen müssen. Fünf oder sechs Fußballer und nächstes Jahr ist Meyer und Goretzka dran! Wichtig ist, dass ihr immer bei neuen Spielern dicke Ablöse bezahlt. Wer bezahlt die denn? Tönnies vielleicht? Trainer mit Ablöse geholt und rausgeschmießen, weil er ja so ein toller Trainer war. Wie lange zahlt ihr noch für Weinzierl? Und was hat euch Weinzierl wirklich an Geld gekostet ohne europäisches Geschäft. Irgendwie scheint eure Buchhaltung nicht zu funktionieren. Keine Einnahmen aber viele Ausgaben. Also damit wird sich der Verein irgendwann finanziell aufhängen. Aber das wisst ihr ja. Aber was interessiert euch die Zukunft von Schalke, solange alle schön die Eintrittskarten kaufen, die Würstchen essen und das Bier schön verzehren, dann ist für euch die Welt doch in Ordnung. Geldmaschine Schalke 04, aber nicht für den Verein, sondern für diejenigen die Ihre Waren aus Ihrer Fabrik anbieten können.

    Deswegen war und wird auch nie Geld auf Schalke sein! Was hat Uli Hoeneß mal gesagt, Assauer geht in der Bank zur Kreditabteilung und ich zur Anlageabteilung. Das hat sich wohl bis heute nicht geändert.

    Im Jahr 2017 wurde nochmals das ganze Silber verhöckert, um an Geld zu kommen. Angefangen mit der Trikotwerbung, über den neuen Ausrüster bis hin zur Namensgebung der Arena. Was macht ihr eigentlich das nächste Jahr? So wie die Zecken bei Lloyds in London betteln gehen und Blankwechsel unterschreiben?

    Es ist finanziell, zumindestens als Außenstehender der rechnen kann, längst 5 vor 12. Seit 1965 bis heute habt ihr gar nichts auf die Reihe bekommen. Woran das wohl liegt?
  • marcus.hockesfeld 17.07.2017 11:01 Uhr
    Was für ein Schwachsinn. Seit 65 nichts erreicht? Vier mal DFBPokal Sieger und einmal UEFA Pokal Sieger,zig mal Champions League,davon einmal bis ins Halbfinale. Eins der modernsten Stadien gebaut. Bis auf Bayern und Dortmund fällt mir niemand ein der vergleichbares vorzuweisen hätte
  • Frankiboy51 17.07.2017 11:44 Uhr
    ... uund jetzt wird wieder in die Hände gespuckt, wir steigern das Bruttosozialprodukt ...
  • Meysegeyer 17.07.2017 12:52 Uhr
    @ Micha W. --- was, bitte, sollen uns Deine zahlreichen Worte sagen?
  • easybyter 17.07.2017 13:12 Uhr
    Die Schlagzeile suggeriert, dass Schalke jetzt klamm ist und deshalb nach China reist, entweder verkennt der Verfasser des Berichtes die Lage oder er hat bewußt einmal mehr gegen Schalke Stimmung machen wollen. Die Wirtschaftsunternehmen, die sich Bundesligaklubs nennen, sind inzwischen auf internationale Vermarktung angewiesen, wenn sie einigermaßen mithalten wollen und das unabhängig davon, ob sie einen internationalen Wettbewerb erreichen oder nicht. Schalke macht da genau dasselbe wie Dortmund oder Bayern.
  • Langer09 17.07.2017 15:05 Uhr
    "Fußball boomt in Asien, da wollen die Bundesliga-Spitzenklubs dabei sein..."
    Und watt wolln die Blauen dann da...?
  • via Facebook: Andry Naleen 17.07.2017 08:23 Uhr
    Viel Scheisse,aber Reviersport braucht das Geld 😁
  • via Facebook: Timo Kesting 17.07.2017 08:50 Uhr
    Würde Schalke nicht so blöd sein und den Goretzka verkaufen (bevor er ablösefrei geht) müssten sie sich nicht abhetzen. 😂
  • via Facebook: Osmanovic Osmanovic 17.07.2017 09:25 Uhr
    Haiwan Kangal
  • via Facebook: Osmanovic Osmanovic 17.07.2017 09:25 Uhr
    Inoussa Alassane
  • via Facebook: Rosano Matz 17.07.2017 10:19 Uhr
    Suat Glr
  • via Facebook: Ulrich Göken 17.07.2017 11:30 Uhr
    Money Tour
  • via Facebook: Thomas Grube 17.07.2017 11:48 Uhr
    Bla bla bla... Die Zecken und die Bauern machen doch zur Zeit das Selbe. Denke das Schalke die Reise auch gemacht hätte, wenn sie international vertreten gewesen wären. Aber typisch Reviersport. Kein gutes Haar an Schalke lassen.
  • via Facebook: Susanne Hein-Reipen 17.07.2017 12:06 Uhr
    Ganz ehrlich, Wenn ich die Überschrift lese, bekomme ich schon wieder Plaque! 👿 Bei Do**mund und Bayern ist es erfolgreiche Asien-Vermarktung", bei uns "Schalke braucht das Geld"?!?
  • via Facebook: Hendrik Schäfer 17.07.2017 14:50 Uhr
    Ich hab erst Assi-Tour gelesen 😄
  • via Facebook: Dirk Jakubek 17.07.2017 17:53 Uhr
    Mein lieber Herr Reviersport. Bezugnehmend auf den Unterschied in ihrer Ausdrucksweise und das, was Susanne Hein-Reipen dazu erwähnt hat, möchte ich Sie fragen: Wissen Sie, dass der große FCB, wenn er über die Dörfer tingelt für ein Freundschaftsspiel gegen einen Viertligisten als Beispiel in Herzogenaurach die billigste Eintrittskarte zu über 35€ anbietet? Da frag ich mich doch hinsichtlich ihrer Aussage "Schalke braucht das Geld" Wer hier das Geld braucht, wer Marketing betreibt und wer die Grenzen der sozialen Marktwirtschaft bewusst missachtet. Meine Angaben prüfen Sie gerne über ihre Kollegen der Nürnberger Nachrichten.
  • via Facebook: Andreas Böcker 17.07.2017 19:03 Uhr
    Und die Bauern, Zecken, Liverpool, A.London usw fahren nur aus Spaß dort hin.. Ist doch nur wieder ein gehetze gegen Schalke

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