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Vertuschung und Vetternwirtschaft beim FLVW

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FLVW, Auf- und Abstiegsregel, FLVW, Auf- und Abstiegsregel
Foto: FLVW

An der Sportschule Kaiserau soll es einen Skandal gegeben haben. Offenbar hat der ehemalige Direktor Mitarbeiterinnen belästigt. Ein Kommentar.

Die Sportschule Kaiserau und der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen sehen sich derzeit mit Schlagzeilen konfrontiert, die manche Funktionäre in die Schlaflosigkeit treiben dürften. Im Mittelpunkt stehen die Vorwürfe an den ehemaligen Verbandsdirektor. Der soll sich Mitarbeiterinnen gegenüber sexuell nötigend verhalten haben. Deswegen wohl hat sich der Verband im Herbst von ihm getrennt. Nicht ohne ihm eine fette Abfindung (120.000 Euro stehen nicht dementiert im Raum) zu bezahlen und seine weitere „Verwendung“ beim DFB sicherzustellen.

Wenn überhaupt die Geschehnisse in Möglichkeitsform gesetzt sind, dann weil natürlich bis zu einer Verurteilung auch hier die Unschuldsvermutung gelten muss. Vor allem aber, weil der Verband lange Zeit alles zu unternommen haben scheint, um die Vorwürfe unter der Decke zu halten und wenn möglich zu vertuschen. Selbst Menschen, die mit der Sportschule gut vertraut sind, haben sich lange keinen Reim darauf machen können, warum der (all)mächtige Sportdirektor plötzlich seinen Hut nehmen musste.

Solche Vorkommnisse sind natürlich Wasser auf die Mühlen derjenigen, die schon länger den DFB als eine Alt-Herren-Versammlung ansehen, in der sexuelle Belästigung offenbar als ein Bagatelldelikt begriffen wird. Ein ähnliches Verhalten ist ja auch bei der Aufarbeitung all der Schmiergeld-Verdächtigungen im Zusammenhang mit der WM 2006 wahrzunehmen. Vertuschen und Leugnen scheinen stets weit angesagter als Transparenz und Selbstkritik.

Der „Fall Kaiserau“ geht aber vor allem deshalb so an den Nerv des Verbandes, weil es schwierig sein wird, all den klammen Vereinen, die wegen kleinster Versäumnisse zur Kasse gebeten werden, zu vermitteln, warum diese eingetriebenen Gelder indirekt dem Ex-Verbandsdirektor hinterher geschmissen worden sind. Hier geht es um mehr als irrwitzige Handlungen eines möglicherweise komplett Unzurechnungsfähigen. Spätestens durch die jetzt um Vetternwirtschaft und Betrug erweiterten Vorwürfe steht die komplette Akzeptanz des Verbands gegenüber seinen Mitgliedern auf dem Spiel. Mit dem vorläufigen Rücktritt des derzeitigen Präsidenten des FLVW kann es nicht getan sein. So schnell und einfach werden die Fußball-Funktionäre aus dieser Nummer nicht raus kommen.

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Kurz Notiert / Amateurfußballnews

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  • Bahnschranke 20.04.2017 11:15 Uhr
    Die selbsternannten Saubermänner kotzen mich an. Heben den Finger mahnend zum Himmel und sind doch in Summe selbst korrupt und pervers. Ich finde es schon erschreckend häufig, dass gerade in Führungspositionen anscheinend die Sichtweise verloren geht. Sich alles erlauben zu dürfen und unantastbar dazustehen ... Man sollte meinen, dass Diejenigen, die augenscheinlich genug Macht und Kohle haben, sich nicht zur Korruption und Machtmissbrauch hinreißen bräuchten ... aber genau das Gegenteil scheint der Fall zu sein.
  • Lackschuh 20.04.2017 13:18 Uhr
    Der Fall ist nicht ganz neu und dennoch erneut sehr gut beschrieben, was auch hoffentlich viele lesen werden!
    Allerdings ist diese diskutierbare Funktionärsebene mit unzähligen Baustellen auch nicht neu und dazu kann man sich ja stellvertretend bei den Verbänden mal so manch eine Person ansehen - ich entschuldige mich sofort beim Rest!!
  • Frankiboy51 20.04.2017 18:20 Uhr
    Ach Westphalen, ganz anderer Menschenschlag ... und dann die Ostwestphalen, ach die Südwestphalen nicht zu vergessen ...


    Zuletzt modifiziert von Frankiboy51 am 21.04.2017 - 14:59:17
  • Baby 21.04.2017 15:37 Uhr
    Ganz schön forsch dafür, dass etwas undementiert im raum steht. Zwar teile ich die ansicht dass das eine gutsherrenbande ist, aber wo sind beweise und urteile? Auch weiß ich nicht ob sexuelle nötigung zwingend mit der wm-vergabe 2006 in einem atemzug genannt wwerden müssen. Das ist mir zu plump, das passt nicht in die selbe spur.

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