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Marl-Hüls
Comeback-Kicker des TSV beweisen Moral

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TSV Marl-Hüls, Michael Schrank, Saison 15/16, TSV Marl-Hüls - Gütersloh, TSV Marl-Hüls, Michael Schrank, Saison 15/16, TSV Marl-Hüls - Gütersloh
Foto: Ketzer

Der TSV Marl-Hüls und SV Westfalia Rhynern trennen sich am 23. Spieltag der Oberliga Westfalen nach turbulenter Schlussphase mit 3:3.

TSV-Trainer Michael Schrank war beeindruckt. 92. Minute, der TSV Marl-Hüls liegt nach früher Führung mit 2:3 hinten: dann nochmal ein Schussversuch der Marler aus der zweiten Reihe, der Ball wird abgefälscht, ein Pfiff ertönt, Schiedsrichter Exner zeigt auf den Punkt - Elfmeter. Den Rest erledigt TSV-Kapitän Sebastian Westerhoff. Der späte Ausgleich ist vollbracht. So und nicht anders ging es in den letzten Minuten der Partie zwischen dem TSV Marl Hüls und Westfalia Rhynern zu.
TSV verschenkt verdiente Führung

Der TSV empfing als Tabellendritter der Oberliga Westfalen den Fünftplatzierten aus Rhynern. Eine Paarung, die schon auf dem Papier Spannung versprach. Früh gingen die Gastgeber durch Pierre Nowitzki in Führung (6.). Den Gästen aus Rhynern fiel in der ersten halben Stunde des Spiels wenig bis gar nichts im Spiel nach vorne ein. Die Elf von Trainer Schrank hingegen spielte bis eben zur 30. Minute befreit auf, konnte die Führung aber nicht ausbauen. Und wie das im Fußball eben so ist, kann sich das rächen - und es rächte sich. Innerhalb von vier Minuten nutzen die Gäste ihre ersten beiden Chancen, um noch vor der Halbzeit in Führung zu gehen. Mathieu Bengsch und Tan Thanh Tran ließen Schrank und Co. erstarren. „Durch individuelle Fehler haben wir Rhynern zurück ins Spiel gebracht. Dann liegen wir schlagartig mit 1:2 zurück und keiner weiß warum“, blickt Schrank zurück. Mit dem Rückstand und langen Gesichtern schlichen die Marler dann nach 45 Minuten in die Kabine.

Das Motto für Durchgang Nummer zwei? Wiedergutmachung!
Danach sah es nach der Pause aber erst einmal nicht aus. Rhynern kam besser ins Spiel. In der 62. Minute der vermeintliche K.o. Rhynern-Akteur Salvatore Gambino legte vor TSV-Keeper Nils Martens quer, sodass Lucas Arenz den Ball nur noch über die Linie drücken musste - 1:3 aus Sicht des TSV. Was dann folgte, beschreibt Schrank als „aller Ehren wert“. Als die Zuschauer am Loekamp alle Hoffnungen auf einen Punktgewinn verloren hatten, ließ Ilias Anan die Zuschauer 13 Minuten vor dem Ende noch einmal aufhorchen. In der Nachspielzeit dann der angesprochene Strafstoß - Kapitän Westerhoff behielt die Nerven und sicherte seinem TSV wenigstens noch einen Punkt. „Wir waren die bessere Mannschaft, wir hatten meines Erachtens die besseren Spielanlagen. Lediglich individuelle Fehler haben uns zwei Punkte gekostet“, sagt der TSV-Trainer nach dem Spiel.

Durch das Remis bleiben die Marler 2017 weiter ungeschlagen, rutschen jedoch auf den vierten Rang ab. Schrank war nach Spielschluss besonders von der „Mentalität und Moral seiner Mannschaft in den letzten Wochen“ begeistert. Bereits beim Nachholspiel beim FC Gütersloh hatte die Schrank-Elf Comeback-Qualitäten bewiesen und einen Rückstand in ein 2:2 umgewandelt.

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