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Podolski kritisiert
So entwickeln sich keine Typen mehr

(4) Kommentare
Lukas Podolski, Tomasz Hajto, Lukas Podolski, Tomasz Hajto
Foto: firo

Nationalspieler Lukas Podolski hat die neue Generation von Nachwuchsfußballern kritisiert. Der Profi von Galatasaray Istanbul beklagt, dass es keine richtigen Typen mehr gibt.

Vor seinem letzten Spiel für die deutsche Nationalmannschaft hat sich Lukas Podolski in einem Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger kritisch über die neue Generation von Nachwuchsfußballern geäußert. Er selbst habe noch ganz andere Zeiten erlebt: „Papa hat mich zum Training gefahren – dann ging es auch schon auf den Platz.“ Heute bekomme ein Jugendlicher viel mehr Unterstützung: „Man nimmt ihnen fast alles ab. Ich finde das nicht richtig. Es gibt für alles irgendwelche Spezialisten. Videoanalysten, Pädagogen, Psychologen oder Ernährungsberater.“

Daher sei er froh, dass er eine andere Zeit mitgemacht hat: „Damals gab es noch mehr Typen, weniger Regeln, mehr Freiheiten.“ Die neue Spielergeneration werde durch die Vereine zu sehr geformt: „Heute will man offenbar computer-gesteuerte Spieler, Spieler aus dem Katalog. Typen entwickeln sich so kaum noch. Das ist schade, denn Typen machen doch den Fußball aus.“

Für Löw war er ein Musterschüler

So einer wie Podolski selbst zum Beispiel. Und obwohl der gebürtige Pole, der in der Bundesliga für den 1. FC Köln und für Rekordmeister Bayern München spielte, eine ganz andere Schule als die neue Generation durchlaufen habe, sei er für seine Trainer, insbesondere aber für Bundestrainer Joachim Löw, immens wichtig gewesen. „Ich denke, ich war auch eine Art Musterschüler für ihn“, sagt der 31-Jährige dem Kölner Stadt-Anzeiger. Podolski ergänzt: „Man merkt ihm immer an, dass er stolz darauf ist, Spieler weiterzuentwickeln. Ihn zeichnet das Menschliche aus. Ich habe Jogi nie als arrogant erlebt.“

Am Mittwoch, 22. März, bestreitet Podolski gegen England sein letztes Spiel für die deutsche Nationalmannschaft. Es wird das 130. Seiner Karriere sein. Im Sommer wechselt er zum zu Vissel Kobe in die erste Liga Japans.

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  • Schlückinho 19.03.2017 10:20 Uhr
    Oh, Tomasz Hajto
  • Toad 19.03.2017 13:49 Uhr
    Ja ja, immer wenn Spieler am Ende ihrer Karriere ankommen, fällt ihnen auf, dass sich die Zeiten ämdern. Dass es keine Typen mehr gibt halte ich für Quatsch, allerdings sind es andere Typen als der prollige Lukas. Auch die Effenbergs, Baslers und weitere "Typen" haben in dieses Horn geblasen und es werden weitere folgen.
  • Streuung 19.03.2017 14:07 Uhr
    Gefühlt hat Poldi recht. Streckenweise wirkt der Profifußball inzwischen wie Fließbandarbeit. Da werden Stereotypen hochgezogen, um Geld zu erwirtschaften. Wenn mal einer querdenkt, wird das oft geächtet. Ich kann mir inzwischen 5 mal pro Woche besten Systemfußball angucken, meine Emotionen gehen aber nur noch selten mit mir durch, wenn alle ins gleiche Horn blasen. Die andauernde Typen-Diskussion und die Suche nach Authentizität sind m. E. kein Gerücht...
  • PepAncelotti 19.03.2017 14:29 Uhr
    Ein Typ wie Podolski zeigt dennoch keine bessere Leistung als die neue Generation... Kimmich, Weigl, Sane und co.
    Podolski versucht auch überall seinen Sold zu verdienen, zur Not in einer schwachen Liga, um sich als Topspieler feiern zu lassen. Denn in einer besseren Liga würde er fußballerisch nicht auffallen, weil die wirklich echten Typen sich in den Vordergrund drängen und er kaum sichtbar wäre auf der Ersatzbank.

    Sicher darf Podolski froh darüber sein, dass er noch von seinem Vater zum Training chauffiert wurde. Allerdings hilft diese Aussage niemandem weiter, weil das letztlich kein Argument darstellt, was dem Fußball weiterbringen noch den Chrarakter eines Spielers kennzeichnen würde.
    Zum Training von Papa gebracht und wieder nach Hause gefahren. Da muss man schon ein wenig Schmunzeln... Es gibt Spieler, die alleine mit Bus und Bahn zum Training fahren. Das nämlich ist ohne Unterstützung und Selbstständigkeit. :-)

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