Kreis DU/MH/DIN: Favoritencheck Kreisligen

"Wollen die "Schweine-Liga" verlassen"

Am Wochenende startet auch zwischen Dinslaken und Duisburg wieder der Spielbetrieb. Vor dem Start in die neue Saison nimmt RevierSport online die Aufstiegskandidaten in den zehn Ligen des Kreises unter die Lupe. Wer die favorisierten Teams im Kreis sind und welche Klubs vielleicht für eine Überraschung gut sein könnten, erfahren Sie in Folge 6 unserer Kreisliga-Vorschau.

Kreisliga A:

Staffel 1: Die abgelaufene Saison hatte lange Zeit ein spannendes Aufstiegsrennen zu bieten. Mit dem 1.FC Mülheim-Styrum, Viktoria Buchholz, dem VfL Duisburg-Süd und dem Duisburger FV 08 duellierten sich zeitweise gleich vier Teams um den begehrten Platz an der Sonne. Als strahlender Sieger verließen letztendlich die Mülheimer "Löwen" die Manege.

Schauen einer heißen Saison entgegen: Das Trainerteam des Duisburger FV 08

Nun scharren vor allem die Mannschaften des VfL Duisburg Süd, Viktoria Buchholz und des SV Laar 21 mit den Hufen. Gerade der VfL Duisburg-Süd wird von den Trainern der Konkurrenz immer wieder auf das Favoritenpodium gehoben. Für eine Überraschung könnte der Duisburger FV sorgen. 08-Trainer Michael Keldermann gibt sich jedoch zurückhaltend: “Wir haben im letzten Jahr den Fehler gemacht und über Platzierungen geredet. In diesem Jahr wollen wir unseren Anhängern einfach nur guten Fußball bieten.“

Staffel 2: In diesem Jahr stehen gleich acht Hamborner Teams in der Gruppe, darunter die beiden Absteiger SV Hamborn 90 und Hertha Hamborn. Hitzige Derbys sind somit garantiert.

Sieht sein Team nicht als Aufsteiger: Hertha-Coach Reinhold Schulz

SGP Oberlohberg, Dritter der abgelaufenen Spielzeit, hat die Favoritenrolle inne. "Unser Team ist zusammen geblieben. Wir haben uns sogar verstärkt. Da kann das Ziel nur Aufstieg lauten. Der Weg dahin führt auf jeden Fall über uns", ballt Heinz Piechula, Fußball-Obmann im Verein, die Faust, "aber auch mit Wacker Dinslaken, DJK Vierlinden, TV Voerde und Hamborn 90 ist zu rechnen. Hertha Hamborn zähle ich nicht dazu. Da ist der Substanzverlust zu groß. Der Kampf um die ersten beiden Plätze wird spannend."

Gleich am ersten Spieltag weiß Oberlohberg, wo es lang geht, denn dann trifft die SGP an der Gärtnerstraße auf Hamborn 90 mit ihrem neuen Trainer Yilmaz Konak. "Wir haben zu viele gute Leute verloren. Wir sehen uns nicht als Aufstiegsfavoriten", betont Saban Sahintürk, Vorsitzender bei den 90ern, und fügt lächelnd an: "Absteigen wollen wir aber auch nicht. Ein Platz in der oberen Tabellenhälfte sollte schon für uns übrig sein." Da will auch die Zweitvertretung des FSV Duisburg, eine Fusion aus Tunaspor und Ataspor, hin. Mit ihrem neuen Trainer Bayram Cetinyüek und vielen neuen Akteuren startet das Team in die neue Runde.

Auf den Seiten 2 und 3 die Kreisligen B und CKreisliga B:

Staffel 1: Den undankbaren dritten Platz belegte in der abgelaufenen Saison der EtuS Bissingheim. Da die Liga nicht durch einen A-Liga-Absteiger verstärkt wird, ist der Eisenbahn-Turn- und Sportverein Bissingheim der Top-Favorit auf den Aufstieg. So gibt Etus-Coach Wolfgang Figura dann auch die Marschroute vor: „Es wird Zeit, dass wir diese „Schweine-Liga“ verlassen. Das Ziel ist ganz klar der Aufstieg.“ Als weitere

Wollen den Aufstieg schaffen: Die Mannschaft des EtuS Bissingheim

Aufstiegskandidaten sieht der 55-Jährige Heimaterde Mülheim II und Union Mülheim II. Eine Überraschung traut der ehemalige Bundesliga-Profi (Bayer Uerdingen) C-Liga-Aufsteiger Croatia Mülheim zu: „Croatia schätze ich enorm stark ein. Mal schauen, zu was die Truppe fähig ist."

Staffel 2: In der Gruppe 2 gibt es gleich mehrere Teams die sich Hoffnung auf den Aufstieg machen können. Der FC Taxi Duisburg ist eine dieser Mannschaften. Die abgelaufene Saison

Taxi-Coach Hannes Lohmann peilt mit seinem Team die A-Liga an

beendete die Elf von der Wedau auf Platz drei. Coach Lohmann gibt für die anstehende Spielzeit die Marschroute vor: „Nach dem dritten Platz in der Vorsaison wollen wir jetzt mindestens den zweiten Tabellenplatz anpeilen.“ Der Übungsleiter weiß aber um die starke Konkurrenz in der Gruppe und sieht vor allem die Zweite des DSV 1900 als starken Widersacher an: "1900 hat eine ganz starke Truppe.“ David Jung, Coach der von Lohmann so hoch gelobten Elf, sieht das etwas anders: „Zwar haben wir uns als Mannschaft weiterentwickelt, aber als Favorit sehe ich uns noch lange nicht.“ Der 26-jährige Spielertrainer ergänzt: „Mein Tipp ist SW Duisburg. Die haben eine wirklich gute Elf.“ In der Tat scheiterten die Schwarz-Weißen in der Vorsaison erst in der Relegation am jetzigen A-Ligisten HSV Hilal und müssen somit als heißer Kandidat für den Sprung in die A-Liga gehandelt werden.

Staffel 3: Hier spielen gleich mehrere Teams mit dem Anspruch, in der nächsten Saison eine Etage weiter oben um die Punkte zu kämpfen. Der Vorjahres-Zweite 1. FC Hagenshof peilt mit Neu-Trainer Oliver Wolters den Austieg an. "Unser Ziel ist es am Ende ganz oben zu stehen. Da werden sicher einige etwas dagegen haben, aber die guten Ergebnisse aus den Vorbereitungsspielen stimmen mich optimistisch", erklärt der 39-Jährige. Auch Absteiger TSV Bruckhausen II möchte direkt wieder eine Klasse höher. "Wir

Ist neuer Trainer beim 1.FC Hagenshof: Oliver Wolters

werden regelmäßig Leute aus unser ersten Mannschaft bei uns einsetzen und das sind gute Kicker. Wir haben auf jeden Fall das Potenzial, um ganz oben dabei zu sein", betont Mustafa Aslan, Betreuer beim TSV. Auch Meiderich 06/95 und Hamborn 90 II haben ambitionierte Ziele. Zum Favoritenkreis zählt Wolters auch Lösort und GWR Meiderich. Des Weiteren gibt er zu bedenken: "In unserer Liga spielen viele Zweitvertretungen. Das ist immer eine Überraschungstüte. Da kann noch das ein oder andere Team kommen, mit dem jetzt keiner rechnet."

Gruppe 4: Der Kreis derer, die in dieser Staffel ganz oben mitspielen wollen beläuft sich sogar auf sechs Teams. Mit zu den ambitionierten Teams zählt auch ein Aufsteiger. Die Sportfreunde Marxloh marschierten nach Startschwierigkeiten in der Kreisliga C und zeigen sich auch jetzt selbstbewusst. "Wir wollen so weit wie möglich oben mitspielen", gibt Ibrahim Mert, erster Vorsitzender im Verein, zu Protokoll. Auch Walsum 09 möchte

09-Geschäftsführer Mark Sommer rechnet mit dem Aufstieg seines Teams

es dieses mal endlich schaffen, nachdem man in den letzten Jahren immer wieder knapp gescheitert ist. "Für uns zählt nur der erste Platz. Jetzt erst recht", gibt Geschäftsführer Marc Sommer nach dem besonders knappen Scheitern in der Vorsaison die Marschroute vor. Die weiteren Anwärter auf das begehrte Ticket in die Kreisliga A lauten Absteiger Dinslaken 09 II, Rheinland Hamborn, Viktoria Wehofen und Wacker Walsum.Kreisliga C:

Staffel1: In der ersten Gruppe der Kreisliga C gehen die Meinungen auseinander, wenn es um eine Einschätzung möglicher Aufstiegsfavoriten geht. Uwe Heise, Trainer des Dümptener TV 85, möchte oben mitspielen - beziehungsweise unter die ersten Fünf kommen. "Mit Heimaterde III und Speldorf III sollte man auch rechnen. Die

Möchte sich etablieren: Der Dümptener SV

Duisburger Vereine kann ich allerdings nicht wirklich gut einschätzen", verrät Heise seine Prognose für die neue Saison. Sein Kollege vom Mülheimer FC 97, Renaldo Braun, findet lobende Worte für die Dümptener, hat aber ansonsten andere Teams auf der Rechnung: "Den Dümptener TV schätze ich als stark ein. Preußen Duisburg II, Duisburg-Süd III und Rot-Weiß Mülheim IV sehe ich in der Spitzengruppe, zu der wir auch gehören wollen."

Staffel 2: Gleiches Lied in der zweiten Gruppe: Die Mannschaften kennen sich teilweise gegenseitig nicht gut genug, um ernsthafte Prognosen abgeben zu können. Die Verantwortlichen

Will den KBC zurück in die B-Liga führen: Coach Jose Carvalho

von KBC Duisburg, Tuspo Saarn III und Hilal Duisburg III geben vor, um den Aufstieg mitspielen zu wollen. Der VfLer und Kreisliga-Experte Tommy Orak zählt Mündelheim II, Tuspo Saarn III und Duisburg-Süd IV zu den Topteams. Auch die Zweitvertreung des SV Duissern möchte den Sprung in die Kreisliga B schaffen. "Wir wollen diese Liga endlich verlassen", betont Markus Petersen, Pressewart der Reserve. Der Kader verfügt über Bezirksliga- und Kreisliga A erfahrene Akteure.


Staffel 3: Der SV Laar 21 II startet auch im nächsten Jahr wieder in der Kreisliga C. Als Aufstiegsfavorit sieht sich die Mannschaft von Trainer Udo Bandurski nicht. Durch die neue Zusammenstellung der Gruppe ist die Einschätzung der kommenden Gegner schwierig. Und so sieht auch Heinz Bandurski, Geschäftsführer des Klubs, einer ungewisse Saison

In der Gruppe 4 fällt das Einschätzen der Aufstiegsfavoriten besonders schwer. Auch der SV Laar weiß nicht, was ihn erwartet.

seiner zweiten Mannschaft entgegen: "Zu den verschiedenen Mannschaften kann ich leider kaum etwas sagen." Die Ziele des eigenen Teams sieht der Offizielle hingegen klarer: "Wir wollen einen einstelligen Tabellenplatz erreichen."

Staffel 4: In der Gruppe 4 geht es für die Zweitvertretung von DJK Vierlinden um Trainer Hans Hiebold darum, die erste Mannschaft so gut wie möglich zu unterstützen. "Wir wollen zwar wie jedes Jahr oben mitspielen, aber da gibt es andere Vertretungen, die stärker als wir sind", schätzt der Trainer die Lage ein. Einen einstelligen Tabellenplatz peilt auch der SV Beeckerwerth an. "Wir wollen besser abschneiden als in der letzten Saison", betont Fußball-Obmann Rainer Fischer und fügt an: "Im Moment sehe ich DJK Vierlinden II, Dinslaken 09 II und SGP Oberlohberg II ganz oben mit dabei. Jedoch kann sich die Einschätzung auch schnell ändern. Wir sind in der Kreisliga C. Da weiß man nie, wen die Teams so mit an Bord haben."

Moritz Rieckhoff/Heiko Gaeb/Markus Wirtz


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