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FC Schalke 04
Managerfrage - Wen hat Tönnies noch im Griff?

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Schalke, Clemens Tönnies, Schalke, Clemens Tönnies
Foto: Firo

Bis zum 21. Februar entscheidet der Aufsichtsrat die Managerfrage auf Schalke. Für Heidel braucht der Vorsitzende acht von elf Stimmen - sicher sind die nicht

Im Vorfeld des Bundesliga-Spiels zwischen seinem aktuellen Verein Mainz 05 und seinem wohl künftigen Arbeitgeber Schalke 04 (Freitag, 20.30 Uhr, Sky) wurde Christian Heidel einmal mehr mit hartnäckigen Fragen gelöchert. Es geht darum, ob und wann er auf Schalke übernimmt.

Zwar meint der Mainzer Manager nicht, dass dieser Nebenschauplatz das sportliche Tagesgeschäft überlagert. „Beide Mannschaften kommen gut damit zurecht, dass dieses Thema im Raum steht“, befand Heidel. Er drängte aber selbst auf eine schnelle Entscheidung: „Da muss Klarheit rein.“

Die Frage, wer zur neuen Saison Nachfolger von Schalkes Sportvorstand Horst Heldt wird, wäre früher schnell geregelt gewesen. Die Zeiten, in denen Clemens Tönnies mal ordentlich auf den Tisch hauen und ein Machtwort sprechen konnte, scheinen vorbei zu sein. Die Hausmacht von Schalkes Aufsichtsratsvorsitzendem ist gebröckelt. Die von Tönnies vorgesehene Installation von Heidel als neuem Sportchef könnte sogar scheitern.

Auf einer außerordentlichen Aufsichtratssitzung, die rund um das Heimspiel gegen Stuttgart (21. Februar) stattfinden wird, soll darüber entschieden werden. Von elf Mitgliedern müssen mindestens acht für Heidel stimmen, um die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit zu gewährleisten. Aber: Auf wen kann sich Tönnies verlassen?

Sechs Stimmen sind sicher

Sein Stellvertreter Jens Buchta und Peter Lange, der mit Tönnies den sogenannten Eilausschuss bildet, gelten als absolut loyal. Auch die beiden kooptierten Mitglieder Dirk Metz und Sergey Kupriyanov sind linientreu. Kupriyanov ist bei Schalkes Hauptsponsor Gazprom tätig – bei den vierteljährlichen Sitzungen aber meistens abwesend. Nun könnte der Russe eingeflogen werden, eben weil Tönnies jede Unterstützung gebrauchen kann. Denn als sicher gilt außerdem nur noch, dass auch Heiner Tümmers für Heidel stimmen wird. Er wurde vom Schalker Fanclubverband, der dem Gesamtverein nahe steht, in den Aufsichtsrat entsandt. Das wären sechs Stimmen.

Dr. Armin Langhorst, ehemals Mannschaftsarzt, und Ulrich Köllmann vom städtischen Energieversorger ELE kommen eher nicht infrage, das Projekt Heidel zu kippen. Ihre Stimmen zu gewinnen, ist für Tönnies entscheidend. Dann hätte er acht Stimmen zusammen.

Gegenwind droht von den anderen drei Mitgliedern: Seit 2014 sitzt Axel Hefer im Gremium, er hat bereits bewiesen, dass er streitbar ist – und wurde im August 2015 sogar suspendiert. Neu im Aufsichtsrat sind Dr. Andreas Horn und Thomas Wiese, sie gelten als Tönnies-kritisch. Sollte es in der Manager-Frage Gegenstimmen geben, dürften sie aus diesem Lager stammen.

Diese Fraktion hinterfragt vieles – auch das Vorpreschen in der Sache Heidel. Schon im Oktober wurde öffentlich, wen Tönnies als Heldt-Nachfolger bevorzugt.

Denkbar ist freilich auch, dass Hefer, Horn und Wiese für Heidel votieren: Falls das Konzept des Mainzers überzeugen kann und sie mit allen weiteren Rahmenbedingungen einverstanden sind.

Heidel wäre stärker als Heldt

Es geht darum, wie viel Macht ein neuer Sportvorstand erhält. Bisher waren Sport-, Finanz- und Marketingvorstand gleichberechtigt. Künftig soll es einen Vorstandsvorsitzenden geben, und dieser soll Heidel heißen. Und es geht auch ums Geld. 2,3 Millionen Euro dürfte der Jahresverdienst von Heidel betragen. Eine neue Größenordnung für einen Schalke-Vorstand.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels haben wir geschrieben, dass Heiner Tümmers Angestellter des Vereins sei. Das ist falsch. Diesen Fehler haben wir korrigiert.

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  • C-bra 12.02.2016 23:18 Uhr
    Die Frage muss lauten: Wer hat Tönnies (noch) im Griff? Und wer die Antwort kennt, der kennt auch alle anderen.

    Blöder ist es nur bei meinem MSV. Hier hat niemand irgendwas im Griff.

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