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Legats falsche Freunde

(18) Kommentare

Thorsten Legat schreibt aktuell mit einer erschütternden Biographie Schlagzeilen. Ein Kommentar zum heiklen Thema.

Thorsten Legat war in den achtziger Jahren ein prima Bundesligaspieler. Kraftstrotzend auf der linken Außenbahn hat er als Bochumer Junge eine formidable Karriere hingelegt, auf die er stolz sein kann. Ungefähr zeitgleich mit seiner sportlichen Laufbahn begann die Versiffung der Medienszene. Legat spielte in dieser die Rolle eines Büttels, von dem man irrwitzige Kommentare, sprachliche Beschränktheiten und satiretaugliche Zitate erwartete. Es begann die Zeit der Field-Reporter, die sich nach dem Spiel vor allem auf Legat stürzten, um dem armen Kerl Sprüche zu entlocken, die man heute noch googeln kann und die für die Karriere des jeweiligen „Journalisten“ von Vorteil waren.

Nach Ende seiner Profi-Laufbahn ist es um Thorsten Legat verständlicherweise ruhig geworden. Enge Freunde irritierte er immer mal wieder mit vermeintlichen Tatsachen. Mal fuhr er einen grandiosen Sportwagen, mal wäre er demnächst bei diesem oder jenem Verein groß im Geschäft. Immer lief es bestens. Zuletzt kochte er mit anderen D-Profis auf einem ganz traurigen TV-Sender, angeblich in der eigenen Küche.

"Natürlich hinter der Bezahlschranke von BILD+"

Nun hat er also ein Buch geschrieben. Der kreuzbrave Werkstatt-Verlag stellt es heute der Öffentlichkeit vor. Legat erklärt darin, dass sein Vater ihn vor 35 Jahren geschlagen und missbraucht hat. Furchtbare Anschuldigungen, die sich nie restlos aufklären lassen. Vater Legat ist bereits verstorben.

Was daraus nun passiert, ist ein Schulbeispiel für die Abscheulichkeit des heutigen Medienschaffens. Legats tränenreiche Offenbarung findet natürlich hinter der Bezahlschranke von BILD+ statt. BILD hat ohnehin die „Exklusivrechte“ auf die schlimme Geschichte. Es folgen Talkshows, vermutlich weitere „Enthüllungen“, die ja nicht wirklich jemandem nutzen, mal abgesehen von der Vermarktung des Buches.

Wieder wird Thorsten Legat benutzt. Missbrauchsfälle sind schreckliche Geschehnisse. Sie lassen in die Untiefen der menschlichen Seele blicken. Traumatisierungen bleiben oft ein ganzes Leben. Ob sie durch Veröffentlichung in der BILD-Zeitung kuriert werden können, ist noch nicht erforscht.

Dass ausgerechnet diejenigen, die mit dem Spieler Thorsten Legat ihren Schabernack trieben, die ihn bloßstellten und dem öffentlichen Gespött preisgaben nun seine Anwälte sein wollen und mit schleimigen Berichten sein schlimmes Schicksal beklagen, das ist, tut mir leid, ekelhaft.

Thorsten Legat hat sich mal wieder die falschen Freunde gesucht. Der Missbrauch geht weiter.

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Kurz Notiert / Amateurfußballnews

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  • westkurver 04.09.2014 15:38 Uhr
    Holla, hier ist aber jemand garstig auf das "Phillippchenblatt" und seine Opfer. Herr Legat scheint in dem Kommentar aber keiner sinnvollen Entschlüße fähig. Das möchte ich in Frage stellen. Und als Vorzeigebumann hat er damals auch nicht Modell gestanden. Jetzt wird er aber dazu gemacht, weil er, sicher inzwischen vermutlich sehr abgeklärt und schmerzfrei, sich eine kleine Gelddusche gönnt. Im Zusammenhang mit dem, was er vermutlich immer schon einmal loswerden wollte, ja doch, ist es nicht besser als Würmerfressen im Regenwald?
    Natürlich ist das Thema sehr heikel. Leider ist es aber auch inzwischen alltäglich. Noch in Erinnerung die Erlebnisse von Klaus Kinskis Tochter Pola und ständig in der Tagespresse gegenwärtig. Wir hören davon bei uns so oft, kreuz und quer durchs Land. Es ist nur eine weitere Offenbarung.
    Herr Legat hat vielleicht mit dem Buch bewiesen, daß er nun über dieser Geschichte steht und ist clever genug zu wissen, daß die Korken nur einmal knallen, und daß Doktorarbeiten wohl nicht sein Buch im Quellennachweis führen.
  • Tom Prox 04.09.2014 15:43 Uhr
    was soll jetzt hier passieren?? Soll der Herr L. als Märtyrer aufgebaut werden? Ich habe den Herrn während seiner ganzen Laufbahn beobachtet. Es hat lange gedauert bis er seinen eigenen Namen schreiben konnte und auf einen Bauernhof hätte er auch nicht gehen sollen, weil ihn dort wegen Dummheit die Schweine gebissen hätten. Wenn er dann aber wieder mal einen Ball 5m geradeaus geschossen hat, fragte er abends:"Wissen Sie mit wem Sie tanzen?!" Da passen dann auch die Sportwagen gut rein. Alles in allem kein Mensch, mit dem man größeres Mitleid haben sollte.
  • via Facebook: Kevin McCallister 04.09.2014 12:23 Uhr
    Philipp Bake
  • via Facebook: Marcel Grote 04.09.2014 12:27 Uhr
    Sorry, aber es ist doch Legats Entscheidung sowas zu veröffentlichen oder nicht. Für den Mist ist er ganz alleine verantwortlich. Und alt genug für Entscheidungen sollte der Mann sein.
  • via Facebook: Harald Fink 04.09.2014 12:37 Uhr
    Schrecklicher Artikel, Inhaltlich schlecht und dann auch noch anonym. Ein öffentliches Medium sollte sich darauf beschränken über aktuelle Geschehnisse (Ergebnisse, News, Wechsel, Verletzungen, Interviews, etc) zu berichten. Keinen Leser inreressiert die Meinung eines anonymen Redakteurs, die kann derjenige privat bei Facebook oder sonstwo kundtun wenn Ihm das jeweilige Thema so am Herzen liegt.
  • via Facebook: Harald Fink 04.09.2014 12:58 Uhr
    Sorry, mein Fehler. Habe übersehen, daß ganz unten der Verfasser steht ;-)
    Dennoch... berichtet lieber über das wesentliche, anstatt Redakteuren die Plattform zu geben um ihre persönliche Meinung kundzutun.
  • via Facebook: Harald Fink 04.09.2014 12:58 Uhr
    Zb das Wagner Interview, das ist klasse!
  • via Facebook: Markus Henn 04.09.2014 12:59 Uhr
    Hut ab, klasse Artikel. 100% korrekt.
  • via Facebook: Sebastian Mo 04.09.2014 13:07 Uhr
    Wen es nicht interessiert, soll es nicht lesen.
  • via Facebook: Ulf Mewes 04.09.2014 13:10 Uhr
    Der Artikel gefällt mir, er scheint den Fall Legat genau zu beschreiben.
  • via Facebook: Felix Grimm 04.09.2014 14:02 Uhr
    Liebe RevierSport.de - ich kenne den Autor nicht und auch nicht seinen journalistischen Werdegang. Wenn ich der Suchmaschine Google glauben darf, dann handelt es sich hier um den Geschäftsführer. Ich weiß auch nicht, wie es um das Verhältnis zwischen Ihm und Thorsten Legat bestellt ist. Aber: In Ihrem Kommentar gibt es einige Dinge, die mich regelrecht ärgern und die ich hier, nach reichlichem Zögern, in der Öffentlichkeit anmerken möhte: (1) Thorsten Legat wollte ein Buch schreiben. Der Titel lautet "Wenn das Leben foul spielt". Offensichtlich soll das Buch also über diese Schlagzeile verkauft werden. Warum Sie dann der BILD vorwerfen, mit genau jenem Thema eine 3-teilige Serie zu eröffnen, verstehe ich das nicht. (2) Ihre Kritik an der Bezahlschrank BILD+ verstehe ich auch nicht. Dieses Geschäftsmodell ist seit mehr als einem Jahr online. Und wenn ich die Wahl habe, zwischen "Paid Content" für Exklusiv-Interviews und Werbung für "Red Bull" Leipzig, dann würde ich persönlich ersteres vorziehen. (3) Sie schreiben über die "Versiffung der Medienszene", einen "traurigen TV-Sender" und den "kreuzbraven Werkstatt-Verlag". Und das als Medien-Macher. Wenn ich mir die Bemerkung erlauben darf: Als Geschäftsführer (?) macht mich dieses Medien-Bashing wirklich sprachlos.
  • via Facebook: Adele Berg 04.09.2014 14:49 Uhr
    Ja! Ja! Ja!
  • via Facebook: Horsti Scholven 04.09.2014 14:53 Uhr
    Schrecklicher Artikel - das hätte ich so von RevierSport.de nicht erwartet. Der Verfasser scheint auf jeden Fall Verfechter von Sat1 zu sein und liest anscheinend auch keine Bild-Zeitung. Thorsten Legat ist für sein Leben selbst verantwortlich. Wenn er meint er muss ein Buch schreiben, dann ist das seine Entscheidung. Es gibt auf der Welt weitaus wichtigere Dinge als ein Buch von Thorsten Legat.
  • via Facebook: Horsti Scholven 04.09.2014 14:54 Uhr
    Und noch was: Ich find den Typen Thorsten Legat absolut super - sowas gibt es in der heutigen Zeit leider gar nicht mehr. Heute sind es nur noch Schönwetter-Spieler die nur Sorgen um ihr Haargel haben oder sich um tausende von Tattoos auf ihren Körper kümmern.
  • via Facebook: Claudia Thomas Semmel 04.09.2014 17:23 Uhr
    Vater kann sich nicht mehr verteidigen.... sauber herr legat !! Waren sie nicht der... der als er profi wurde in den spind geschissen hat? Grosskotzig als 17 jähriger in der bahn zum ruhrstadion gleichaltrigen schläge angedroht hat.... steht das auch in der biografie?? ganz armes licht..... sehr gut von reviersport hier andere "blätter" schlecht zu machen.... und keinen deut besser zu sein....
  • via Facebook: Sascha Söhnchen 04.09.2014 17:59 Uhr
    Ich sach nur, Heulen auf Knopfdruck kann er sehr sehr gut.
  • via Facebook: Sebastian Mo 04.09.2014 19:21 Uhr
    Also ich kenne genug Typen im Fußball Horsti Aus Scholven
  • via Facebook: Richard Gellermann 04.09.2014 22:13 Uhr
    Für VFL Fans vielleicht ganz interessant. Aber für den Rest ?

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