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Was war da los?
Massenprügelei mit drei Verletzten!

Eine Rote Karte löste beim Spiel SF Gelsenkirchen II gegen Arminia Ückendorf II eine Massenschlägerei aus. Drei Beteiligte landeten sogar im Krankenhaus.

Es lief die 33. Spielminute. Beim Stand von 0:0 zeigte der Schiedsrichter einem Spieler der Sportfreunde Rot. Doch nicht nur der betroffene Akteur, sondern gleich die gesamte Mannschaft beschwerte sich vehement beim Unparteiischen.

Plötzlich wollten aber die Gäste in der Rudelbildung ebenfalls ein Wort mitreden. Es dauerte nicht lange, bis aus Worten Handgreiflichkeiten und wilde Tretereien wurden. Drei Spieler mussten am Ende sogar ambulant im Krankenhaus behandelt werden. Der Schiedsrichter brach die Partie umgehend ab. Auch die Polizei Gelsenkirchen wurde eingeschaltet und nahm eine Strafanzeige wegen gefährlicher Körperverletzung auf.

RevierSport fragte nach: Was war da los?

Alfred Kaufhardt (Geschäftsführer der Sportfreunde Gelsenkirchen): "Ich bin erst am Platz erschienen, als der Tumult schon vorbei war. Vom Schiedsrichter habe ich gehört, dass ein Spieler unserer Mannschaft vom Platz gestellt wurde. Jedoch wollte dieser wohl nicht runtergehen und dann ging es rund. Ich kann dieses Verhalten einfach nicht verstehen. Morgen werden wir uns mit dem Vorstand zusammensetzen und die Mannschaft vom Spielbetrieb abmelden. In letzter Zeit kam es zu oft vor, dass wir wegen dieser Mannschaft Strafen zahlen mussten, das kann nicht sein! Dem Team fehlt die Disziplin. Bei jedem Training werden neue Kumpels mitgebracht und in den Spielen wird sich daneben benommen. Ich komme mir vor wie im Kindergarten. Wir sind ein Traditionsverein und existieren seit über 100 Jahren. Dadurch geht unser Ruf kaputt."

Ob das Spiel wiederholt wird, ist fraglich. Wenn die Sportfreunde ihre Mannschaft zurückziehen sollten, wäre diese Frage hinfällig. Staffelleiter Norbert Bauer hat sich den Fall "noch nicht angeschaut" und wird sich erst in den nächsten Tagen damit beschäftigen. Zum jetzigen Zeitpunkt könne er noch keine Stellung beziehen.

Zuschauer geht mit Schlüssel auf Spieler los!

Hüseyin Bayhan (1. Vorsitzender von Arminia Ückendorf): "Unsere Spieler wurden dauerhaft von den Zuschauern provoziert. Einer unserer Spieler fühlte sich so provoziert, dass er nach der Roten Karte ausgeflippt ist. Das war nicht richtig, keine Frage. Doch dann ist der Bruder des Rotsünders auf den Platz gerannt und hat ihn mit einem Schlüssel ins Auge gestochen. Der Spieler musste ins Krankenhaus. Zum Glück hat er sein Augenlicht nicht verloren." Bayhan betont, dass seine Mannschaft nicht aktiv an der Schlägerei teilgenommen habe, die Trainer und Betreuer wollten demnach "nur schlichten". Vor allem hätten sich die Zuschauer mit den Arminen angelegt und sollen mit "sechs bis sieben Personen auf einen Spieler losgegangen" sein.

"Einige Spieler des Gegners waren mal bei uns"

Bayhan kennt einige der gegnerischen Spieler und weiß sie einzuschätzen: "Vor vier Jahren haben wir die Arminia übernommen, sie hatte einen schlechten Ruf. Schon nach wenigen Monaten haben wir die gesamte Mannschaft entlassen, weil ihr Verhalten unzumutbar war. Daraufhin sind viele Spieler zu den Sportfreunden Bulmke gegangen, wo sie ebenfalls nach kurzer Zeit rausgeschmissen wurden. Jetzt die gleiche Geschichte mit den Sportfreunden Gelsenkirchen. Einige Spieler des Gegners waren mal bei uns."

In Bezug auf den Rückzug der Mannschaft von SF Gelsenkirchen 07/12 zeigte Bayhan Verständnis: "Das kann ich nachvollziehen. Ich habe das schon gehört und finde es gut. Diese Mannschaft sollte nicht mehr spielen."

Am Ende des Tages gab es drei Verletzte, die im Krankenhaus ambulant behandelt werden mussten (alle Arminia Ückendorf), eine wahrscheinliche Abmeldung der Sportfreunde Gelsenkirchen II, sowie eine rote Karte, die mittlerweile wohl das kleinste Problem darstellt.

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Kurz Notiert / Amateurfußballnews

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