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ALS-Botschafter Kik

Trauer nach dem Tod von Matijas Derek

Der Tod von Ex-Fußballer Matijas Derek sorgte nicht nur im Essener Fußball für Bestürzung. Auch ein Anhänger des FC Schalke 04 trauert um den Kroaten.


Er hatte doch nur nach einem Termin gesucht. Robert Kik ist konsterniert. Der Marler wusste um die schwere Erkrankung von Matijas Derek und wollte den Essener Amateurfußballer in Kürze besuchen. Doch die verflixte Krankheit war schneller. In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde Derek aus dem Leben gerissen. Der 38-Jährige verstarb an den Folgen der unheilbaren Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS). Derek spielte unter anderem für Rot-Weiss Essen, den ETB Schwarz-Weiß und die Tgd. Essen-West. „Meine ganze Trauer gehört seinen Angehörigen“, flüstert Kik.

Liebe zu S04 wurde plötzlich in den Hintergrund gedrängt

Kik kennt den tückischen Verlauf der seltenen Erkrankung, an der in Deutschland 6.000 Menschen leiden und irgendwann sterben werden. „Zu wenige, um für die professionelle Forschung interessant zu sein“, bedauert er. Seit Jahren setzt er sich dafür ein, dass der Bekämpfung der Krankheit, an der auch sein Vater gestorben ist, mehr Aufmerksamkeit zuteil wird.

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Kik ist seit Kindesbeinen eingefleischter S04-Anhänger. Seine Liebe zu den Knappen wurde vor knapp fünf Jahren allerdings jäh in den Hintergrund gedrängt, als ein familiärer Schicksalsschlag das Lebensgefüge des ehemaligen Bergmanns aus dem Gleichgewicht brachte. Kiks Vater erkrankte an ALS. Bei dieser unheilbaren Degeneration des motorischen Nervensystems versterben die Betroffenen binnen weniger Jahre an einer Lähmung der Körpermuskulatur.

ALS-Stammtisch
Jeden Donnerstag bietet Robert Kik in der Gaststätte Westfalenkrug in Marl zum Thema ALS einen offenen Stammtisch für Betroffene und Interessenten an (20.00 – 22.00 Uhr). Live zu hören auch im Internet unter info@radio-blaulicht.de Informationen zu seinen Aktivitäten gibt es unter kennst-du-als.com oder auf Facebook unter „Robbe pilgert“.



Am Sterbebett hatte Kik seinem Vater versprochen, sich in der Öffentlichkeit für eine Aufklärung der bislang wenig erforschten Krankheit einzusetzen. Zudem erfüllte er ihm einen letzten Wunsch und lief für ihn den Jakobsweg von Saint-de-Pied-de-Port nach Santiago de Compostela. Nach der Pilgerreise wollte er seinem Vater auf Bildern von der religiösen Wanderung berichten. Doch dazu kam es nicht mehr. Die Jakobsmuschel, die er ihm als Zeichen der absolvierten Pilgerreise mitgebracht hatte, legte er ihm nach der Rückkehr aufs Grab.

Im vergangenen Juli machte sich Kik, denn alle nur „Robbe“ nennen, erneut zu Fuß auf den Weg. Sein Ziel: Der Vatikan in Rom. Auf dem 2.500 Kilometer langen Marsch, der ihn über den Franziskusweg in die italienische Hauptstadt führte, besuchte er Betroffene und betrieb Werbung für seine Sache. Nach 81 Tagen Marsch und um 16 Kilo Körpergewicht leichter, stand er vor der vatikanischen Sakristei, um sich seinen letzten Pilgerstempel abzuholen.

Begonnen hatte er seine Wanderung an der Schalker Arena. Die erste Etappe von seinem Wohnort Marl hatte er so gelegt, dass sie ihn direkt an der Schalker Spielstätte vorbeiführte. Begleitet wurde er auf diesen ersten Kilometern von seinem Bruder Thorsten und seinem ältesten Sohn Julien. „Das war einer der emotionalsten Momente meiner langen Reise“, gesteht Kik. Auf seinem langen Weg und auf Benefizveranstaltungen sammelte er Spenden für die kostspielige Therapie Betroffener.

Am 1. Juni will sich der Schalker in Flensburg erneut als Botschafter mit dem Rucksack auf den Weg machen. Dann hofft er auf die Unterstützung auch vieler S04-Anhänger. „Ich werde quer durch Deutschland laufen und möchte mich auf meinen Stationen von möglichst vielen Fans begleiten lassen“, schildert Kik seinen Plan.
Dem Anlass angemessen soll die Vereinszugehörigkeit dann keine Rolle spielen. „Ich werde dabei von der Initiative „In den Farben getrennt – in der Sache vereint“ und einigen Fanorganisationen unterstützt und habe auch schon einige Schlafmöglichkeiten von Fans anderer Vereine angeboten bekommen“, freut sich Kik über bundesweite Solidarität.

Der Vater war BVB-Fan

Der ökumenische Gedanke hätte sicherlich auch seinem Vater gefallen. Denn der war begeisterter Anhänger von Borussia Dortmund. „Für ihn und Matijas Derek kommt mein Engagement leider zu spät. Aber wenn wir mit unserer Initiative irgendwann mal ein Leben retten oder dabei helfen können Leiden zu lindern, hätte sich jede Mühe gelohnt“, wünscht sich Kik.

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