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VfL: Tagebuch, Teil 6

Das Ende des Sozialismus

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Eine letzte Trainingseinheit am Donnerstagnachmittag, dann geht es schon wieder ans Packen. Acht Tage in der Türkei fliegen einfach nur an einem vorbei.


Und wenn man ein paar Minuten verweilt und nachdenkt, welche Erkenntnisse das Januar-Trainingslager in Belek gebracht hat, dann schießen einem wirre Gedanken durch den Kopf. Da bleibt zunächst einmal der Trainer in Erinnerung, der auch unter türkischer Sonne sich selbst treu bleibt und mit seinem Humor immer wieder für Schlagzeilen sorgt.

So erklärte er beim Mittagstee in der Lobby: "Jetzt ist auch beim VfL Bochum das Ende des Sozialismus gekommen." Denn, erläuterte er süffisant, die Zeit der Experimente sei jetzt vorbei. Vier Testspiele lang hatte er alle Profis gleich behandelt, ihnen unabhängig von der momentanen Leistungsstärke Einsatz in allen Spielen gewährt. Doch die Gleichmeierei fand mit der Klatsche gegen Köln ihr jähes Ende. Fortan hält der Trainer es wieder mit der Leistungsgesellschaft. Und um den Ehrgeiz auch am Tag nach der Niederlage gegen den Ligakonkurrenten anzustacheln lobte er bei einem Technik-Jonglier-Spiel am Vormittag 50 Euro aus der eigenen Brieftasche aus, die Sieger Florian Brügmann beim Mittagessen in Empfang nahm. Auch für Rang zwei und drei löhnte der Trainer noch.

Apropos zahlen: Da Christoph Kramer an Bord eines Traumschiffs über die Feiertage in der Karibik sämtliche Eindrücke vom Innenleben eines Dampfers bekam, ist er für den Job des Zahlmeisters geradezu prädestiniert. Übermüdete, vom Training gestresste Profis nämlich vergessen allzu oft Zeit und Raum - und das kostet Geld. Manchmal bleibt eine Jacke liegen und manchmal kommt man auch zu einer Mahlzeit ein paar Minuten zu spät. So wie der Japaner Yusuke Tasaka am gestrigen Abend. Die Krux: Alle mussten mit dem Essen warten, bis der am Knie geprellte Tasaka endlich von Beifall begleitet den Speiseraum betrat. Da war jedem aber längst klar: Schon wieder geht ein namhafter Betrag in die Mannschaftskasse.

Kramer hält alles dies bis hinterm Komma nach und versäumt es auch nicht, den Trainer bei möglichen Verfehlungen anzumahnen. Es ist schon alles perfekt organisiert. Wo gibt es das schon, dass die Spieler sich nach einer Testpleite beim Fanabend im Dart, Bowling, Billard oder Kickern messen? Das hat Neitzel so begeistert, dass er spontan feststellte: "In der Fanbetreuung sind wir schon ein Erstligist. Jetzt müssen wir nur noch fußballerisch nachlegen." Derweil hat der Betrachter ganz andere Sorgen: Wie werde ich die drei Kilo los, die ich mir hier in der Türkei angefressen habe?
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