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Halle Duisburg

Buchholz auf den letzten Drücker weiter

Der erste Tag der Duisburger Hallenstadtmeisterschaften 2013 konnte direkt mit der ersten Überraschung aufwarten. Zumindest historisch betrachtet.


Denn mit Viktoria Buchholz und besonders Trainer Michael Roß zog in Gruppe B ein Team in die Endrunde ein, das es zuletzt stets geschafft hatte, aus viel wenig zu machen und bei der Endrunde nur Zuschauer zu sein. "Das war wieder typisch für uns", kommentierte Roß die Gruppenphase, "wir haben die gesamte Bandbreite unseres Leistungsvermögens zur Schau gestellt. Ich habe meiner Frau nach den ersten zwei Spielen schon geschrieben, dass sie mich am Samstag für sich hat, weil wir wieder einmal aus dem Turnier fliegen."

Pessimismus kann dem Coach dabei kaum vorgeworfen werden, schließlich stand die Landesliga-Mannschaft nach zwei Spielen noch ohne Zähler auf dem letzten Platz. Dabei war gleich das erste Spiel gegen den VfB Homberg fußballerisch mit das Beste, was der Auftakt-Tag zu bieten hatte. Roß blickt zurück: "Wir haben gut angefangen, ja, aber aus zwei Fehlern resultierten zwei Tore für Homberg." Und dann kam auch noch die unerwartete, aber nicht unverdiente 2:3-Niederlage gegen den Bezirksligisten TSV Bruckhausen.

Der Liveticker des ersten Gruppentages zum Nachlesen:
reviersport.de/live/rs-spiel-x2105.html?1357247093


Zu diesem Zeitpunkt schien der Gruppenkonkurrent HSV Hilal Duisburg schon im Viertelfinale zu stehen, aber die Viktoria legte mit einem 5:3 über die Bezirksligiamannschaft den Grundstein für die Aufholjagd und schob sich dank besserer Tordifferenz noch auf den zweiten Qualifikationsplatz vor. Und im letzten Spiel des Tages musste Buchholz dann gegen den 1. FC Hagenshof ran. Dem Kreisligisten hätte ein Unentschieden gereicht, um weiterzukommen, das Roß-Team hingegen musste zwingend gewinnen, wollte es auch am Samstag mit von der Partie sein. Und wenn es sein muss, geht es anscheinend auch bei den Viktorianern, sodass ein ungefährdetes 2:0 die Männer in Grün in ihr spätes und unverhofftes Glück beförderte. Hilal und Hagenshof, die beide immerhin auch sechs Punkte ergattert hatten, gingen ebenso leer aus, wie auch die "Türken" aus Bruckhausen, die aber ohnehin nur eines von vier Spielen nicht verloren hatten.

Die Ergebnisse der Gruppe B in der Übersicht:
reviersport.de/pokal/hallenstadtmeisterschaft_duisburg-ergebnisse-1-80.html


In der Gruppe A wiederum galt Landesligist DSV 1900 als Favorit und die Mannschaft von Trainer Heiko Heinlein sollte diese Rolle letztlich auch bestätigen - aber selbstverständlich war das nicht. Schließlich begannen die Rot-Schwarzen den Nachmittag mit einer 0:2-Schlappe gegen Hertha Hamborn, die in der Bezirksliga 9 im Mittelfeld ihr Dasein fristen. Nachdem aber das Kreisligateam der Sportfreunde Marxloh mit 5:0 abgeschossen und auch Meiderich 06/95 2:0 besiegt werden konnte, war die Konstellation für 1900 schon wieder so positiv, dass sie sich im letzten Spiel gegen den TuS Mündelheim kein Bein mehr auszureißen brauchten. Dennoch legte der Mitfavorit insgesamt nicht die Dominanz an den Tag, die von vielen Seiten erwartet worden war. Heinlein versuchte zu erklären: "Wir sind mit dem wirklich allerletzten Aufgebot angereist, sodass ich eigentlich dachte, wir könnten froh sein, wenn wir die Gruppenphase überstehen." Auch wenn das Weiterkommen gelang will der Übungsleiter für die Endrunde noch "ein, zwei Spieler nachnominieren", um auch auf Nummer sicher zu gehen, dass der Samstag nicht zur Blamage wird.



Seine Spieler aus der zweiten Reihe (und zweiten Mannschaft) stellten ihre fehlende Erfahrung auch in einigen Situationen unter Beweis. Frappierend war es im Spiel gegen die Meidericher, als beispielsweise David Gehle am gegnerischen Torhüter zu verzweifeln drohte. "Ich weiß noch immer nicht, wie er den rausgefischt hat", kommentierte der Stürmer nach Abpfiff die Situation, als er freistehend das leere Tor ins Visier nahm, aber der Meidericher Schlussmann im letzten Moment wieder so weit zu seinem Kasten zurückgeeilt war, dass er den Ball gerade noch mit den Fingerspitzen an die Latte lenken konnte. "Da sieht man eben, dass die Jungs noch nicht so viele Jahre auf dem Buckel haben", versuchte Heinlein die mangelhafte Chancenverwertung zu entschuldigen, wusste aber auch: "Normalerweise verliert man so ein Spiel. Da hatten wir ein wenig Glück."

Die Ergebnisse der Gruppe A in der Übersicht:
reviersport.de/pokal/hallenstadtmeisterschaft_duisburg-ergebnisse-1-79.html


Ebenfalls in der Endrunde steht Hertha Hamborn, das sich dank eines 3:2 über das Team aus Meiderich im abschließenden Spiel gegen Marxloh sogar eine Niederlage erlauben konnte. Bemerkenswert ist an den Ergebnissen des ersten Tages jedenfalls, dass die beiden Kreisligisten ausschieden - wenn sich das am zweiten Turniertag wiederholen sollte, könnte die Endrunde zu einer hochklassigen und stimmungsvoll-rassigen Veranstaltung werden.

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