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FC Gütersloh

Eckel schreibt endlich positive Schlagzeilen

Da wollte sich jemand offenbar noch mal für sämtliche Hinrunden-Rückblicke empfehlen: Manuel Eckel setzte am Sonntag in der Oberliga ein dickes Ausrufezeichen!


Nach 45 Minuten im Kellerduell zwischen dem TuS Dornberg und dem FC Gütersloh schien es, als müsste der FCG auf einem Abstiegsplatz überwintern. Die Hausherren führten 2:0, die Gästefans hingegen beschäftigten sich schon mit Horrorszenarien. Dann jedoch wechselte Holger Wortmann, für den es bei einer Niederlage wohl ganz eng geworden wäre, Manuel Eckel ein. Nach einer Ecke traf der Stürmer per Kopf und schürte neue Hoffnung, einen Abwehrfehler bestrafte er dann mit dem Ausgleich. Und schließlich erzielte er mit einem strammen Schuss den Siegtreffer. Ganze 22 Minuten hatte der seit wenigen Tagen 27-Jährige für seinen lupenreinen Hattrick im Bielefelder Nordwesten gebraucht.

Wahnsinnsjahr 2009/10 mit 40 Toren in 33 Spielen, heute "Persona non grata" in Lippstadt
Notorisch heimschwach
Während die Auswärtsbilanz des FCG achtbar ist, hat das Team im eigenen Stadion in der Hinserie offenbar unter einem Heimfluch gestanden. Neben der Personalmisere sind die mageren zwei Punkte aus sieben Spielen ausschlaggebend für die Krise am Heidewald gewesen.


Eckel dürfte einer der schlagzeilenträchtigsten Spieler in der Oberliga Westfalen sein. Der gebürtige Paderborner verdiente sich erste Sporen im Seniorenbereich beim Delbrücker SC, wo er von 2004 bis 2007 aktiv war. Genau wie im Folgejahr in Gütersloh konnte er aber noch nicht überzeugen. Das gelang ihn beim SV Lippstadt, wohin ihn sein heutiger Coach Wortmann lotste, dann umso eindrucksvoller. Deutete er seine Klasse im ersten Jahr nur an (13 Tore in 24 Spielen), sorgte er in der Saison 2009/10 in der Verbandsliga für Furore: In 33 Partien markierte der 1,90-Meter-Mann sage und schreibe 40 Treffer! Hinter Westfalia Rhynern wurde Lippstadt allerdings nur Vizemeister.

Eckel hatte jedoch Begehrlichkeiten geweckt und liebäugelte mit einem Wechsel in die Regionalliga - namentlich zum SC Verl. Der SVL wollte Eckel jedoch nicht ziehen lassen und es entwickelte sich eine regelrechte Schlammschlacht. Der schussstarke Offensivspieler wurde in die zweite Mannschaft verbannt, ließ sich krankschreiben und musste seinen Vertrag bis zum 30. Juni 2012 schließlich aussitzen. Auch ein halbjähriges Ausleihgeschäft mit Rot-Weiss Ahlen in der Rückrunde 2010/11 änderte daran nichts.


Güterslohs Sportkoordinator Ronald Maul, der Eckel nach Ahlen geholt hatte, bemühte sich im Frühjahr 2012 erneut um den Mittelstürmer und stach dabei die Hammer SpVg aus, die dem Goalgetter ebenfalls ein Angebot unterbreitet hatte.

Auch beim zweiten Anlauf am Heidewald tat sich Eckel jedoch erstmal schwer - in einer von Pleiten, Pech und Pannen gezeichneten Hinrunde aber auch kein Wunder. Vielleicht war ja die Halbzeitpause am Sonntag in Dornberg nun die Wende. Die Saisontreffer fünf bis sieben machen den Fans des ehemaligen Zweitligisten jedenfalls Hoffnung.

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