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Stiller Protest

Das Schweigen der Ultras

(6) Kommentare

Die Ultras Gelsenkirchen wollen heute und beim Pokalspiel gegen Mainz am Dienstag erneut still gegen das verabschiedete Sicherheitskonzept der DFL protestieren.


In einer Sitzung am Freitag hat die Gruppe beschlossen, auch nach dem erneuten Schweigen in den ersten zwölf Minuten und zwölf Sekunden des Spiels gegen den SC Freiburg keinen organisierten Support anzubieten. Nach Meinung der UGE sei der im Papier festgeschriebene „Wille zum Dialog mit den Fans bei vielen Verantwortlichen der Vereine nur Lippenbekenntnisse und nur wenige tatsächlich zum ehrlichen Dialog mit uns Fans bereit.“

In der Äußerung der Ultras monieren diese weiter, dass die Verantwortlichen auf Schalke aus ihrer Sicht „leider mit schlechtem Beispiel voran gehen würden." Peter Peters war als Mitglied des DFL-Vorstands und der Arbeitsgruppe zum Konzept maßgeblich an der Ausgestaltung des Konzeptes beteiligt, in dem unter anderem Ganzkörperkontrollen und Kartenreduzierungen für Auswärtsfans bei sogenannten Risikospielen nicht ausgeschlossen sind.

„Damit wir auch weiterhin zeigen, dass wir Fans in keiner Form gewillt sind, die Maßnahmen eines Konzepts zu akzeptieren, welches ausschließlich aufgrund von politischem und öffentlich inszeniertem Druck entstanden und völlig realitätsfremd ist“, erklären die Ultras.

In der Winterpause wollen sie das weitere Vorgehen und Verhalten der Vereine verfolgen. „Anschließend werden wir dieses gemeinsam mit weiteren S04-Fangruppen bewerten und das weitere Vorgehen beschließen, selbstverständlich auch in Zusammenarbeit mit den anderen deutschen Fanszenen.“ Die Ultras wollen aber ausdrücklich keinen Gruppenzwang erzeugen, sondern stellen es jedem Mitglied frei, ob er sich an dem Schweigen beteiligt oder die Mannschaft in dem richtungsweisenden Spiel individuell anfeuert. Der vom Verein eingerichtete Podestplatz wird jedoch nicht besetzt und es wird keinen organisierten Support und keinen Vorsänger geben. Darüber haben die Ultras die anderen königsblauen Fangruppierungen vor dem Spiel per Kurzmitteilung unterrichtet.

Bereits am Freitag war zu sehen, dass zum Beispiel die Kölner (in Sandhausen) und die Lauterer (gegen Aalen) über 90 Minuten die Anfeuerung verweigerten und die Spiele jeweils stumm verfolgten, so dass jedes Kommando auf dem Feld zu vernehmen war...
(6) Kommentare

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  • rseul

    15.12.2012 11:01 Uhr
    Tut mir Leid, ich kann die ganze Aufplusterei der "Ultras" nicht nachvollziehen. Glauben die allen Ernstes das sie Mitspracherechte bei den Vereinen hätten? Als eingetragene Mitglieder auf Versammlungen ja, aber nicht auf solch undurchsichtigen Nebenschauplätzen, wie z.B. den Bengalos. Das verstehe ich überhaupt nicht warum sich da Leute gegen streuben! Was soll das? Was hat das mit Unterstützung der Mannschaft zu tun? Muß hier erst einmal ein Kind oder sonst wer solche Verbrennungen erleiden, daß er/sie lebenslang entstellt ist? Das ist doch nur Wichtigtuerei von, wie man in Fernsehbildern sehen kann, feigen, vermumten Idioten. Die dann im nachherein damit bei ihren Freunden prahlen, das war ich im Fernsehen! Ne, ne Ultras, darauf kann die Menscheit gut verzichten, auch der Verein!!!
  • derarmin

    15.12.2012 11:51 Uhr
    13:10 statt 12:12
    Ich kann auch so vieles nicht verstehen. Vorab: Es sind nicht nur Ultras, die anfeuern (auch wenn sie das in gewisser Weise semiprofessionell tun), es sind auch nicht nur Ultras, die vermummt auswärts auf Randale aus sind, aber auch die Ultras sind Fans, die mitunter alles für den Verein geben und nicht beispielsweise vorzeitig das Stadion verlassen oder gezielt während des Spiels eigene Leute auspfeifen.
    Ich will hier keine Lanze für die Ultras brechen, aber mal aufzeigen, dass sie auch nicht die Einzigen sind, die z.B. den Pyro-Quatsch mögen. Sie sind es halt vermehrt und daher auch vermehrt "verstrahlt", wenn ich das mal so sagen darf. Wie gut Bengalos auch optisch wirken, weiß jeder, aber wer noch immer nicht verstanden hat, wie gefährlich das ist, der ist nicht einsichtsfähig. Aber Pyros sind ja nicht die einzige Sache, die auf dem Sicherheitspapier angesprochen sind.
    Ich verstehe nicht, weshalb man nicht begreifen will, dass das Ziel des Protestes nicht der Verein oder gar Herr Peters sein kann.
    Was soll der Verein denn machen? Die Politik hierzulande versucht doch aus jedem Bürger einen gut funktionierenden Hamster zu machen. Rund um ein Fußballspiel geht es eben nicht so sehr. Die Politik hat doch die Vereine erpresst. Welcher Verein möchte schon z.B. die Kosten allein für Polizeieinsätze übernehmen? Und welche Fans hätten dafür Verständnis?
    Die Politik lässt die Muskeln spielen statt zu handeln. Es wäre doch vielleicht nur nötig gewesen, drakonische Strafen anzudrohen und dann auch durchzuziehen. Wer identifiziert wird - egal ob Schlägerei, Pyros, Waffen, Drogen... im Stadion... wird noch vor Ort abgeurteilt, und zwar drastisch (s. England) Ein Anruf nach der Verhandlung im Stadion mit einem Pflichtverteidiger der Sorte "Mama, ich komme erst in 2 Jahren heim". Fertig aus die Maus.
    Wer wäre denn wohl dagegen? Wer würde dagegen protestieren? Aus meiner Sicht können das nur die sein, die wider besseren Wissens machen wollen, was verboten ist.
    Die Fans und insbesondere die Ultras sollten sich mit den Vereinen solidarisieren und nicht gegen sie stellen.
    Sie sollten, wenn sie schon ihre Stimmbänder schonen wollen, aus 12:12 das noch nicht bekannte Datum der Bundestagswahl machen wie z.B. 13:10
  • Blue

    15.12.2012 13:59 Uhr
    Um zu zeigen, dass die Ultras im Stadion überflüssig sind, liegt es an den anderen Fans Stimmung in die Donnerhalle zu bringen.
    Es wird natürlich am Spielverlauf liegen, ob dann die Bude brennt, denn viele Fans kommen mit einer ganz dicken Krawatte und da ist die Unzufriedenheit mal schnell rausgepfiffen.
  • Frankiboy51

    15.12.2012 18:00 Uhr
    Pyro und Bengalos sollten jetzt auch von den Ultras nicht mehr in die Argumentationskette geworfen werden. Alles brennbare sollte gebannt, verboten und bestraft werden. Daher sind keine Nacktscanner nötig. Was bleibt im Stadion dann noch gefährliches übrig?
    Ich fühle mich im Stadion sicher und möchte auf die Grünen verzichten, es sei denn, die S04 II Fans fordern ihren Vorstand zum Rücktritt auf, wie im SNR bei RWO zu lesen war.
  • 15.12.2012 22:44 Uhr
    Sind Fans nicht eigentlich im Stadion, um ihr Team zu unterstützen? Haben die ansonsten noch weitere, vom Fußball unabhängige Ziele? Muß das die anderen Fans interessieren? Ich denke- nein! Dann bleibt doch daheim, wenn ihr schweigen wollt! Ist plakativer, als nur doof rumzustehen. Oder?
  • Mirko

    16.12.2012 18:33 Uhr
    Die Ultras haben gestern einmal mehr gezeigt, dass sie der Verein einen Scheißdreck interessiert und sie nur auf Selbstinzinierung aus sind! Wenn sich dieses Volk in den letzten Jahren ordentlich benommen hätte würde es so ein Sicherheitspapier auch nie gegeben. Wenigstens merken die anderen Zuschauer und auch die Vereine (siehe Mainzer Reaktion) jetzt das diese Ultras keiner braucht und wie auch in Italien eine große Gefahr für den Fußball werden können!
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