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TSV Marl-Hüls

Rammel wurde in Marl nicht glücklich

Vor Saisonsonbeginn gab Sascha Rammel dem Web-TV des TSV Marl-Hüls ein Interview. Der Neuzugang fand es damals „schwierig zu sagen, wo es hingehen kann.“


Für seinen Verein ging es bis zur Winterpause auf Platz neun. Für ihn führt der Weg nach einem halben Jahr aber schon wieder zurück nach Dortmund. Er war vom TuS Eving-Lindenhorst nach Marl gewechselt.

So richtig glücklich wurde der 27-Jährige bei seinem kurzen Gastspiel nicht. Er machte insgesamt nur acht Spiele für den TSV, in fünfen davon stand er in der Startelf. Von seiner Verpflichtung hatten sich die Verantwortlichen des Vereins sicherlich deutlich mehr versprochen, schließlich hat Rammel seine Ausbildung in der Jugend von Borussia Dortmund erhalten. Er machte für den BVB II 29 Regionalligaspiele und sammelte Oberligaerfahrung: im Norden beim FC St. Pauli II und im Westen beim SV Lippstadt.

"Sascha ist ein richtig guter Kicker"

Sein Trainer in Marl-Hüls Holger Flossbach zweifelt nicht an den Qualitäten des offensiven Mittelfeldspielers. „Sascha ist ein richtig guter Kicker“, erklärt er. Es habe auch nie Streitigkeiten zwischen dem Strategen und seinem Trainer gegeben. Trotzdem streben beide Seiten eine Trennung im Winter an. Flossbach bezeichnet die Verpflichtung von Rammel im Nachhinein als „großes Missverständnis.“ Das genaue Problem will der Trainer nicht erläutern, er sagt nur: „Wir haben ein unterschiedliches Fußballverständnis.“

Es scheint, als habe Rammels Spielweise nicht der entsprochen, die sein Coach von dem erfahrenen Mann erwartet hat. Flossbach kündigte bereits an, dass sein Verein wohl keinen Ersatz für ihn verpflichten wird. Viel wichtiger ist dem Übungsleiter, dass er zur Rückrunde einen weiteren treffsicheren Stürmer für seinen Kader bekommt.

Rückkehr in die Heimat

Für welchen Verein Rammel ab der Rückrunde spielen wird, ist bereits so gut wie sicher. Er wird wohl nach Dortmund zurückkehren, wo er den Tabellenzweiten der Westfalenliga 2, Westfalia Wickede verstärken könnte. Während Flossbach den Transfer bereits als sicher ansieht, wollte sein Kollege Marko Schott das bislang noch nicht bestätigen. „Wir sind in guten Gesprächen, aber wir warten nach wie vor auf die Zusagen des Spielers.“

Warum Schott Rammel sehr gerne verpflichten will, konnte er aber bereits erklären: „Sascha ist ein Wickeder Junge. Es tut weh zu sehen, wie das letzte halbe Jahr für ihn verlaufen ist.“ Nun will die Westfalia alles dafür tun, ihm dabei helfen, wieder in die Spur zu kommen. „Er ist ein überragener Fußballer und ein überragender Kerl“, findet Schott. Alles deutet darauf hin, als sollte Rammel schon bald wieder zurück in der Heimat sein.
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