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Sicherheitsdebatte
"Hoffentlich keine böse Überraschung"

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Am Mittwoch entscheidet die DFL-Vollversammlung über das Sicherheitskonzept. RS sprach mit Jakob Scholz über positive Signale und das Zaudern der Großen.

Nun können Sie nur noch abwarten. Nachdem am Wochenende wieder gegen das Sicherheitskonzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) geschwiegen wurde und Tausende Fans in Protestmärschen durch die Straßen gezogen sind, blicken die Fans nun gespannt auf Mittwoch, denn dann tritt die DFL-Vollversammlung zusammen, um das Konzept möglicherweise zu verabschieden.

RevierSport sprach mit Jakob Scholz, Sprecher der Demonstration in Dortmund und Autor beim Online-Fanzine schwatzgelb.de, über positive Signale, fortbestehende Ärgernisse und das Zaudern der Großen.

Jakob Scholz, warum gab es, zusätzlich zum schweigenden Protest am Anfang der Bundesligaspiele, auch noch Demonstrationen im Vorfeld der Begegnungen?
Rund um das DFL-Papier gibt es einige Aktionen, die in unterschiedliche Richtungen stoßen. Das Portal „Ich-fuehl-mich-sicher.de“, bei dem inzwischen über 69.000 Fans unterschrieben haben, zeigt, dass – entgegen der Aussagen von Innenministerkonferenz und DFL – ein Stadionbesuch ein sicheres Erlebnis ist. Der Protest „12:12“ richtet sich konkret gegen das DFL-Konzept und verdeutlicht, welche langfristigen Konsequenzen es haben könnte. Die Demonstration hatte ein anderes Ziel: Wir wollten zeigen, wie lautstark, bunt, positiv und kreativ Fußballfans und Fankultur sein können.

Letztlich geht es aber auch dabei um das Sicherheitskonzept. Wie bewerten Sie die zur Abstimmung stehenden Vorschläge?
Zunächst einmal wollen wir bekräftigen, dass wir für einen Dialog bereit sind – und die DFL ist es auch! Wir sind von der zweiten Version des Papiers auch positiv angetan. Den Fankurven wird in Deutschland eine große Wertschätzung entgegengebracht. Auch die Tatsache, dass Mitglieder von Fanvereinigungen stärker in die Arbeit der Kommission eingebunden und Sicherheitspersonal künftig besser geschult werden sollen, sind Dinge, die wir begrüßen. Trotzdem sehen wir noch Punkte, die nicht in die heutige Fußballlandschaft passen.

Was stört Sie konkret?
Negativ ist vor allem das Thema Risikospiele. Heimvereine können Spiele selbst zu solchen ernennen. Wenn das Konzept in dieser Form durchkommt, hat das zwei Dinge zur Folge: Erstens, dass verschärfte Personenkontrollen, bis hin zu Vollkontrollen, bei denen sich Fans bis auf die Unterhose ausziehen müssen, ermöglicht werden. Das sehen wir als einen nicht zu rechtfertigenden Einschnitt in die Persönlichkeitsrechte von Fans an. Das zweite Problem ist, dass die Gästekontingente gekürzt werden können. Nehmen wir das Beispiel Hoffenheim: Dietmar Hopp wird unter anderem von den BVB-Fans sehr kritisch hinterfragt und hat das schon zu spüren bekommen. Laut Konzept hätte er nun die Möglichkeit, das Kontingent für Gästefans einzuschränken. Das wollen wir nicht, weil es eine Kollektivbestrafung ist.

Auf Seite 2: "Die DFL ist in der Zwickmühle"

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