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Erkenschwick - SGW 09

5:0! ESV nimmt Spitzenreiter auseinander

Mit sage und schreibe 5:0 (2:0) schickte die Niemöller-Elf den Oberliga-Tabellenführer SG Wattenscheid nach Hause. Und das auch in dieser Höhe verdient.


Selbst die größten Erkenschwicker Optimisten hätten wohl nicht solch ein Spiel und solch ein Ergebnis erwartet! Einen Großteil des Erfolges darf sich der Trainer der Rot-Schwarzen aber selbst auf die Fahne schreiben. Denn mit zwei offensiven Außen, Florian Fricke rechts und Christopher Weißfloh links, dazu ganz vorne Stefan Oerterer, wartete Niemöller mit einer Taktik auf, die der Gegner so wohl nicht erwartet hatte. Denn was die Wattenscheider Hintermannschaft über 90 Minuten ablieferte, kann getrost als „heilloses Durcheinander“ bezeichnet werden.
Erkenschwick: Müller – Ostdorf (63. Batman), Brüggenkamp, Eisen, Kokot – Menne (85. Vasiliou), Rosenkranz, Westerhoff, Fricke, Weißfloh (82. Glembotzki) – Oerterer.
Wattenscheid: Fronczyk – Rathmann, Melchner, Luvuezo (46. Koitka), Andersen – Lehmann (67. Brümmer), Zajas – Enzmann, Sarisoy (46.Kljajic), Trisic – Ersoy.
Schiedsrichter: Markus Häbel (Herne).
Tore: 1:0 Fricke (11.), 2:0 Oerterer (21.), 3:0 Oerterer (66.), 4:0 Batman (75.), Westerhoff (78.).
Zuschauer: 1.000.


Symptomatisch für das desolate Defensivverhalten war das 1:0 durch Florian Fricke in der 11. Minute: Irgendwie noch abgefälscht landete seine Flanke im zweiten Versuch im Wattenscheider Kasten. Ähnlich fahrlässig agierten die Gäste-Verteidiger beim zweiten Treffer für die Spielvereinigung durch den bärenstarken Stefan Oerterer zehn Minuten später. Sowohl Vorbereiter Sebestian Westerhoff als auch der Sturmführer der „Schwicker“ erhielten nur höflichen Begleitschutz(21.). Und hätten Westerhoff und „Ö“ ihre weiteren guten Gelegenheiten vor der Pause genutzt, man hätte ganz früh einen Haken hinter die Begegnung machen können. Doch so blieb zumindest – aufgrund der Erfahrungen aus den letzten Wochen – noch ein leiser Zweifel an dem Dreier für die Hausherren.

Den wischte allerdings Stefan Oerterer mit seinem zweiten Treffer endgültig beiseite (66.). Was dann kam, darf getrost in die Kategorie Schaulaufen eingeordnet werden. Denn die beiden Treffer von Deniz Batmann (75.) und Sebastian Westerhoff (78.) waren jeweils alleine das Eintrittsgeld wert.


Gäste-Trainer André Pawlak erkannte die Niederlage, selbst in der Höhe, an: „Das war ein bitterer Tag für uns. Die Erkenschwicker sind so aufgetreten, wie wir es uns eigentlich vorgenommen hatten: Sie waren aggressiv in den Zweikämpfen, haben super gegen den Ball gearbeitet und uns ständig unter Druck gesetzt. Dazu haben wir es nicht geschafft offensiv irgendwie gefährlich zu werden, haben aus dem Spiel heraus nicht ein einziges Mal auf das Erkenschwicker Tor geschossen.“


Auf Seite 2: Die Stimmen zum Spiel

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