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27.09.2012 Druckversion | Versenden

"Kein Zwanni": Fazit

"Wir müssen die Initialzündung sein"


Als Ivan Perisic am letzten Samstag zum 1:1 für Borussia Dortmund beim Hamburger SV traf, da war Christian Schöler schon wieder am Hamburger Hauptbahnhof.



Gemeinsam mit rund 1.000 BVB-Fans hatte der Mitbegründer der Initiative „Kein Zwanni – Fußball muss bezahlbar sein“ kurz nach dem Anpfiff das Stadion verlassen, um gegen die teils astronomischen Preise zu protestieren, die der HSV aufruft.

"Alle wichtigen Medien haben berichtet"

Während sich die Protestler vor dem Stadion sammelten, war das Fehlen der BVB-Anhänger im Inneren der Arena sicht- und hörbar. Auf den untersten Stufen des Gästeblocks klaffte hinter einem Banner mit der Aufschrift „Diese Preise werden bestreikt“ eine große Lücke. Auch in Sachen Lautstärke und Intensität war ein Unterschied zum üblichen Support spürbar.

Obwohl erwartungsgemäß das Gros der BVB-Fans auf ihren Plätzen blieb, fällt das Fazit der Initiatoren positiv aus. „Alle wichtigen Medien haben berichtet. Was die Aufmerksamkeit angeht, haben wir das erreicht, was wir erwartet haben“, erklärt Schöler.

Vor beteiligen, statt hinterher meckern

Dass am Sonntag aus der Fanszene auch kritische Stimmen zu hören waren, die darüber spekulierten, die 2:3-Niederlage könnte auch durch die fehlende Unterstützung zustande gekommen sein, kann Schöler indes nicht nachvollziehen: „Ich glaube, unsere Aktion findet jeder instinktiv gut, schließlich möchte keiner viel Geld bezahlen. Aber selbst bei idealistischen Dingen gibt es eben Leute, die unzufrieden sind. Die Leute, die im Nachhinein Kritik üben, können sich schon im Vorfeld engagieren.“

Darüber, dass der Kampf gegen steigende Preise ein schwerer ist, sind sich alle im Klaren. Doch gerade deshalb hält Schöler Proteste für unverzichtbar: „Wir wollen die Initialzündung sein und hoffen, dass uns viele andere Fans unterstützen.“

Stefan Schinken




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Kommentare

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# 1 von Tollshock 28. September 2012 08:54 Uhr
Ich habe grad die Rechnung vom BVB für die Derbykarte bekommen.

56,60 Eur für einen schlechten Platz,Gästeblock ganz oben in der Ecke unter dem Dach.
Also bevor die armen BVB Fans sich ständig über teure Eintrittskarten bei anderen Vereinen beschweren sollten sie lieber erstmal vor der eigenen Türe kehren!

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