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U20-WM

Titelverteidigung rückt immer näher

Die deutsche U20-Nationalmannschaft steht bei der WM in Japan im Finale geschafft. Mit einem erneut souveränen Auftritt gewann sie mit 3:0 (3:0) gegen die Gastgeber.


Die deutschen U20-Fußballerinnen tanzten überglücklich im Mittelkreis, sangen "Finale, oho!", und aus der Heimat trudelten die Glückwünsche der Edelfans ein. "Gratulation nach Tokio! WAHNSINN! Jetzt holt Euch den Pott", twitterte Nationalmannschafts-Spielführerin Nadine Angerer, als die jungen Wilden im fernen Japan bei ihrer Mission Titelverteidigung das WM-Finale erreicht hatten.

Beim souveränen 3:0 (3:0)-Halbfinalerfolg gegen Japan ließ die Auswahl von DFB-Trainerin Maren Meinert, die im Turnier noch keinen Gegentreffer zugelassen hat, den mitfavorisierten Gastgeberinnen keine Chance. "Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Alle haben defensiv hervorragend gearbeitet", lobte Meinert. Im Endspiel am Samstag (12.20 Uhr/Eurosport) gegen die USA sind die DFB-Frauen in dieser Form klarer Favorit. Bereits in der Vorrunde hatten sie die Amerikanerinnen 3:0 bezwungen.

Stark gekämpft

Mit einem Blitztor hatte Melanie Leupolz (SC Freiburg) die deutsche Elf in Tokio nach nur 58 Sekunden auf Finalkurs gebracht. Die Frankfurterin Dzsenifer Marozsan (13.) und Stürmerin Lena Lotzen (19.) vom Pokalsieger Bayern München erhöhten noch vor dem Seitenwechsel. Spielführerin Ramona Petzelberger (Bayer Leverkusen) war entsprechend stolz: "Wir haben stark gekämpft und waren so diszipliniert wie nie zuvor. Wir sind heute mit viel Leidenschaft aufgetreten. Es war unser Traum, im Finale zu stehen, und dafür haben wir alles gegeben."

Unbeeindruckt von der ungewohnten Kulisse von 28.306 Zuschauern im Nationalstadion, darunter DFB-Direktorin Steffi Jones, erwischte die deutsche Auswahl einen Start nach Maß. Vor allem Regisseurin Marozsan unterstrich ihre Extraklasse. Die siebenmalige A-Nationalspielerin, bereits 2010 am WM-Triumph der U20 in Deutschland beteiligt, bereitete zwei Tore vor und bejubelte nach einem Heber über Japans Torfrau Sakiko Ikeda ihren ersten Turniertreffer.

Finale gegen USA

Die 20-Jährige sah den Schlüssel zum Erfolg neben der frühen Führung vor allem in der Kompaktheit der Mannschaft. "Wir haben es geschafft, den Japanerinnen die Spielfreude zu nehmen, weil wir defensiv so gut standen", sagte Marozsan.

Mit der komfortablen Führung im Rücken drosselten die lauffreudigen DFB-Frauen bei schwül-heißen Temperaturen das Tempo, ohne aber die Kontrolle über das Spiel abzugeben. Die spielstarken Japanerinnen müssen sich indes bei ihrer Heim-WM mit dem Spiel um Platz drei gegen Nigeria (Samstag/8.30 Uhr) zufriedengeben. Für das DFB-Team steht am Samstag dann das Finale an. Gegner in Tokio sind die USA, gegen die die Meinert-Elf in der Vorrunde schon einmal mit 3:0 gewonnen hat.
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