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Frauen-Bundesliga
Ärger zum Auftakt: "Größter Quatsch"

In der Frauen-Bundesliga rollt ab Sonntag der Ball - allerdings nur für vier der zwölf Teams. Der 1. FFC Frankfurt hat demnach die besten Karten im Titelkampf.

Wenn ab Sonntag wieder der Ball rollt, nimmt wegen der Abstellungen nur ein Drittel der Vereine den Kampf um den 40. deutschen Meistertitel auf. Meistertrainer Bernd Schröder stinkt der zerrissene Saisonstart gewaltig. "Das ist der größte Quatsch, den ich je gesehen habe. Das sind hausgemachte Dinge, die wir hätten regeln können. Wir kommen vor Weihnachten auf keine richtige Tabelle", schimpfte der 70 Jahre alte Coach des Titelverteidigers Turbine Potsdam.

"Das ist eine unglückliche Situation"

Denn da die U20-Auswahl in jedem Fall bis zum Ende (8. September) im WM-Turnier bleibt, wurden auf Wunsch der betroffenen Klubs an den ersten beiden Spieltagen jeweils vier von sechs Partien abgesetzt, die Nachholtermine liegen teils erst im November. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach verteidigte den Spielplan: "Diese Konstellation war bei der Planung bekannt. Man hat verschiedene Alternativen besprochen und sich für diese entschieden. Das ist sicherlich nicht ideal, aber es ist dieser besonderen Situation geschuldet."

Der nach einer Einkaufstour mittlerweile mit zehn deutschen Nationalspielerinnen bestückte 1. FFC Frankfurt startet als einziger der Topfavoriten wie geplant. "Das ist eine unglückliche Situation, auch für die Außendarstellung der Liga, aber im Frauenfußball sind die U20-Auswahlspielerinnen eben anders als bei den Männern schon Leistungsträgerinnen in ihren Teams", sagte FFC-Manager Siegfried Dietrich dem SID. Zum Auftakt spielt nun Frankfurt gegen den FF USV Jena, Potsdam gastiert beim Aufsteiger VfL Sindelfingen (11.00 Uhr).

Kampfansage an Turbine Potsdam

Ralf Kellermann, Trainer und Sportlicher Leiter beim Vize-Meister VfL Wolfsburg, hätte sich einen früheren Liga-Beginn gewünscht. "Man hätte während Olympia beginnen und während der U20-WM eine Pause einlegen können", sagte Kellermann, der neben vier WM-Teilnehmerinnen verletzungsbedingt auf vier weitere Spielerinnen hätte verzichten müssen und sich daher für einen Einstieg am 23. September entschied.

Termin-Chaos hin oder her: Der siebenmalige Meister aus Frankfurt, der der Konkurrenz unter anderem die Nationalspielerinnen Simone Laudehr (FCR Duisburg), Babett Peter und Bianca Schmidt (Turbine Potsdam) abluchste und sich so den Spitznamen 1. FFC Deutschland verdiente, will nach einer titellosen Saison nicht erneut mit leeren Händen dastehen. "Die Sehnsucht, wieder Meister zu werden und international dabei zu sein, ist riesengroß", sagte Dietrich.

Eine klare Kampfansage an Seriensieger Potsdam, der zuletzt viermal in Folge triumphierte. Da Wolfsburg ebenfalls aufgerüstet hat, ist ein enger Dreikampf an der Spitze zu erwarten. Der Klub aus der Auto-Stadt, in dieser Spielzeit erstmals für die Champions League qualifiziert, verpflichtete unter anderem die Nationalspielerinnen Alexandra Popp, Luisa Wensing (Duisburg) und Viola Odebrecht (Potsdam).

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