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Polytan

"Der Rolls Royce unter den Belägen"

Sportanlagen mit Kunstrasenplätzen sind heutzutage allgegenwärtig. Vereine, die kein künstliches Grün vorweisen können, bleiben häufig auf der Strecke.


Talentierte Jugendspieler wechseln den Klub und ohne Nachwuchs fällt das Überleben schwer. Auch in der Stadt Lünen ist diese Entwicklung zu beobachten. Der erste Verein, der einen Kunstrasenplatz bauen ließ, war der klassenhöchste Vertreter BV Brambauer. Nach und nach zogen die anderen Klubs nach. Und inzwischen haben bis auf den TuS Niederaden und den BV Lünen alle Lüner Fußballvereine einen Kunstrasenplatz.

430.000 Euro hat der Verein selbst aufgebracht

Seit Kurzem gehört auch der A-Ligist Blau-Weiß Alstedde zu den stolzen Besitzern einer solchen Spielfläche. Gebaut hat sie die Firma Polytan Sportstättenbau. Der 1. Vorsitzende der Alstedder Joachim Greger erklärte, dass sein Verein sich bewusst für Polytan entschieden habe: „Wenn man als Verein 430.000 Euro selbst aufbringt, dann darf man sich auch aussuchen, wer den Platz baut.“ Im Gegensatz zu anderen Lüner Vereinen, die ihre Plätze mit Geld aus einem Konjunkturpaket bezahlt haben, hat Alstedde zwei Drittel der Kosten selbst getragen, 250.000 Euro gab die Stadt Lünen dazu, insgesamt kostete der Platz demnach 680.000 Euro.

Die Alstedder eröffneten ihre Anlage mit einem Spiel gegen die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund. Auch wenn die Gastgeber mit 0:8 verloren, waren alle Verantwortlichen zufrieden. Schließlich musste man sich zwar sportlich, aber nicht hinsichtlich des Platzes vor dem BVB-Nachwuchs verstecken. „Von der Qualität unterscheidet sich unser Kunstrasen nicht von dem im Trainingszentrum von Borussia Dortmund“, so Greger.

Für die Zukunft optimal aufgestellt

Das kann der zuständige Architekt nur bestätigen. Prof. Dr. Udo Schmidt aus Osnabrück erzählt: „Wenn Borussia Dortmund oder Bayern München sich entscheiden würden, in ihrem Stadion einen Kunstrasen verlegen zu lassen, würden sie den gleichen wählen, der auch in Alstedde liegt.“ Die Blau-Weißen hätten sich für die höchstmögliche Qualität entschieden, quasi den „Rolls Royce unter den Belägen“, so der Architekt. Der Belagstyp nennt sich Polytan LigaTurf RS+ 240 16/4, die Füllung besteht aus grünem Gummi-Granulat. Das sieht nicht nur gut aus, es hat auch den Vorteil, dass es nicht stinkt, wie manch billigerer Belag.

Für die Zukunft hat sich der Verein mit seinem neuen Platz optimal aufgestellt. Denn mit dem gleichen Belag, auf dem die BVB-Jugend spielt, lassen sich sicherlich auch die Talente der Stadt Lünen anlocken.
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