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SSVg Velbert II

"Das geht natürlich gar nicht"

Nach der bitteren 2:3-Auftaktschlappe brennt bei der Velberter Reserve bereits der Baum. Trainer Michael Bestler sucht nach Gründen für die Niederlage.


"Völlig unverständlich", war Velbert-II-Trainer Michael Bestler der Aufritt seiner Jungs auf dem heimischen Kunstrasen "Am Berg" gegen den Heisinger SV. "Wir haben alleine in der ersten Halbzeit mehrere 1-zu-1 Situationen und müssen dann eigentlich zur Pause 4:0 oder 5:0 führen", zeigte sich der Coach auch lange nach Spielende sichtlich angefressen. Was genau war passiert?

Die Zweite der Velberter führte zur Pause verdient gegen den Heisinger SV mit 2:0 nach Toren von David Arguelles Saure (20.) und Firat Dagdelen (27.). "Heisingen hat dann gut gekämpft, aber spielerisch waren wir klar überlegen", fasst Bestler die erste Halbzeit zusammen. "Doch anscheinend waren einige meiner Jungs in der zweiten Hälfte mit den Gedanken schon zu Hause, oder dachten das Ding hier sei gelaufen." Die Folge: Erst Tobias Brötzmann nach Wiederanpfiff (46.) und Kevin Maskow per Doppelschlag (77., 90.) drehten das Spiel zugunsten der Heisinger und entführten alle drei Zähler aus Velbert.


"Die waren alle unhaltbar"

"Darüber werde ich mit meinen Spielern zu Reden haben. Das geht natürlich gar nicht. Wir haben plötzlich alle Tugenden, die diesen Sport auszeichnen, vermissen lassen. Die kommen dreimal vor unser Tor und dreimal ist der Ball drin. Tormann Patrick Bas nehme ich dabei noch in Schutz, die waren alle unhaltbar", führt der Coach fort. Neben der "Nummer drei" aus dem Velberter Regionalliga-Kader liefen Tim Gebauer und Marcel Lange beim 2:3 für die "kleinen" Velberter auf.

"Aber auch alle Einwechselspieler haben sich hier unterirdisch präsentiert", setzte der Velberter Trainer seine Kritik fort. "Bartlomiej Wolak hat erst die einmalige Chance zum 3:1 auf dem Fuß und verursacht kurz darauf mit einem Riesen-Bock das 2:2. So kannst du natürlich nicht gewinnen."

Der Musik nicht wieder hinterherlaufen

Und um der Mannschaft klar zu machen, in welcher Situation sie nun steht, verdeutlicht Bestler: "Wir wollen aufsteigen. Das ist unser Ziel. Vor dem nächsten Spiel bei der SG Kupferdreh-Byfang (Sonntag, 2.September, 15 Uhr, d. Red.) stehen wir deshalb jetzt etwas stärker unter Druck. Ich möchte nicht wie im letzen Jahr den Start verschlafen, nur um dann am Ende der Musik wieder hinterherlaufen zu müssen. Am Sonntag wird eine andere Mannschaft auf dem Platz stehen."

Bleibt die Frage, welches Gesicht die Mannschaft ihrem Trainer dann präsentieren wird.

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