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MSV: Stimmen zum 1:3

Die Stimmung ist endgültig im Keller

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Nach der dritten Pleite in Folge lagen die Nerven beim MSV blank. Die Spieler schlichen allesamt an den Mikrofonen vorbei, nur Oliver Reck bezog Stellung.


Umso stimmgewaltiger waren dafür die Anhänger der Zebras. Der Haupteingang der SLR-Arena musste nach Abpfiff von der Polizei beschützt werden. Während die Pressekonferenz lief, versammelte sich dort ein aufgebrachter Mob von 200 bis 300 Mann um dem Ärger Luft zu machen. Vorstand Andreas Rüttgers ging daraufhin raus und suchte das Gespräch mit den aufgebrachten Fans. Der Mob löste sich dann aber ganz schnell auf, weil die Dresdner Fans die Nordtribüne stürmten und die Duisburger Fans Sorge hatten, dass die Legendenwand beschmiert werden könnte. Die Spieler nutzten den Moment um unbeschadet zu ihren Autos zu gelangen.


Dynamo-Trainer Ralf Loose: "Wir wollten nicht abwarten, sondern die Initiative ergreifen. Unsere zwei Tore haben den Gegner sicherlich sehr verunsichert. Ich weiß, dass die Situation beim MSV momentan sehr schwierig ist, wünsche ihm als Westfale aber wirklich alles Gute."


MSV-Coach Oliver Reck: "André ist sofort ins Krankenhaus eingeliefert und dort untersucht worden. Er ist ansprechbar und seine Nerven funktionieren wieder alle. Das sind gute Zeichen. Für das Spiel hatten wir uns viel vorgenommen, aber wenn gleich in der ersten Situation der kleinste Spieler von Dresden ein Tor macht, dann ist das fahrlässig vom Innenverteidiger. Wir wollten als Team auftreten, aber das ist eben schwierig, wenn man so früh zurückliegt. In der zweiten Halbzeit haben die Jungs wirklich nochmal alles in die Waagschale werfen wollen, aber die Personallage ist eben sehr angespannt."

Aber auch Dresdener Spieler ließen sich ein Wort zu ihrem Gegner entlocken.

Der Ex-Duisburger Filip Trojan: "In der zweiten Halbzeit war es ein bisschen eng für uns, da hat der MSV nochmal aufgedreht. Aber die erste Halbzeit konnten wir recht mühelos schaukeln, da hat uns das frühe Tor natürlich auch in die Karten gespielt."

David Solga:"Das war ein wichtiger Dreier für uns. Duisburg war sehr angeschlagen und das haben wir genutzt. Nach dem frühen Tor war uns bald klar, dass wir das hier schaffen würden, die ganze Körpersprache der Duisburger war entsprechend."

Derweil wurde bekannt, dass André Hoffmann am Sonntag noch eingehender untersucht werden soll. Nach erster vorsichtiger Diagnose hat der Youngster sich eine Verletzung im Nackenbereich zugezogen. Sein Teamkollege Tanju Öztürk, mit dem er zusammenprallte, wurde im Verlauf des Spiels ebenfalls ins Krankenhaus gebracht, mit Verdacht auf eine schwere Gehirnerschütterung.

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