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VfB Homberg

Günter Abels Premiere gegen RWO (II)

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Eigentlich ist Günter Abel ein Kleeblatt durch und durch. Im zarten Alter von sechs Jahren wurde er Mitglied bei RWO und durchlief alle Jugendmannschaften.


Für die Senioren stand er in 91 Partien im RWO-Dress auf dem Platz, war Spielertrainer der Reserve und Trainer der ersten Mannschaft. „Ich habe so ungefähr alle Funktionen gehabt, die es gibt“, schließt Abel den Rückblick auf seine Jahre bei den Rot-Weißen. Doch dann fällt ihm ein, was in seiner Vita noch fehlt: „Präsident war ich nicht. Aber mal sehen, vielleicht in zehn Jahren dann.“ Der Zusatz kommt dem Homberger Coach aber nur mit einem deutlich hörbaren Grinsen über die Lippen. Dass es bei dem Verein, der vor etwas mehr als einem Jahr noch in der zweiten Bundesliga spielte, derzeit nicht so laufen will, lässt Abel trotz aller Verbundenheit zum VfB Homberg nicht völlig kalt: „Es steht mir sicherlich nicht zu, da irgendwas zu beurteilen. Aber eine Meinung hat man vom Standpunkt des Fans aus ja dann doch immer und da muss ich sagen, dass es mir sicher nicht egal ist, dass RWO sportlich so eine Talfahrt durchmacht.“


Aber, so sinniert der Ex-Oberhausener weiter, „manchmal kommt es im Leben einfach knüppeldick. Das ist bei uns doch momentan nicht anders, wir kämpfen noch immer damit, dass wir in der Rückrunde der letzten Saison es nicht mehr geschafft haben, aus diesem Negativtrend herauszukommen.“ Von saisonübergreifenden Serien möchte der 46-Jährige nichts wissen, die Bilanz der aktuellen Spielzeit (drei Spiele, zwei Punkte) reicht ihm da schon. „Wir wollen und müssen endlich wieder gewinnen. Denn damit holst du dir Selbstvertrauen und das wiederum bringt den Erfolg zurück.“

Dass dafür gerade seine Premiere gegen RWO II herhalten muss, kümmert ihn nur bedingt. „Sicher, ich müsste lügen, wenn ich sagen sollte, es wäre kein besonderes Spiel für mich. Aber wir haben auch eine ganze Reihe von Spielern bei uns, die früher bei Oberhausen waren. In deren Köpfen wird viel eher stecken, dass sie es dem alten Klub noch mal beweisen wollen.“
Abel selbst wird aber wohl kaum mit Schaum vor dem Mund an seine alte Wirkungsstätte reisen. „Ich werde da nicht mehr oder weniger ehrgeizig sein als mein Gegenüber Peter Kunkel. Weil es für uns beide nur darum geht, endlich mal wieder zu gewinnen, sehen wir jeweils sicher lieber ein dreckiges 1:0 als ein schönes 3:3.“

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