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VfR: 2:0-Auftaktsieg

Kanschik kam, trat und flog

Sensationsauftakt des VfR. Die Krefelder, die sich selbst als Underdog bezeichnen, haben beim 2:0 (1:0)-Erfolg über Wülfrath direkt einen Dreier gelandet.


Fischelns Trainer Josef Cherfi war begeistert: „Klasse, Kompliment an meine Jungs.“ Dabei sah es zu Beginn nicht unbedingt nach einem Sieg der Hausherren aus. Der 1. FC diktierte das Spielgeschehen, versemmelte aber reihenweise seine Chancen. Das wurde bestraft, ein Ballverlust im Mittelfeld führte zum Gegentreffer. „Die Situation war eigentlich geklärt. Durch einen Fehlpass sind wir dann aber ausgespielt worden“, berichtete Wülfraths „Boss“ Michael Massenberg. Kevin Breuer markierte in der 27. Minute das 1:0 für den VfR.
VfR Fischeln: Kohnen – Lingen, Ergin, Heller, Steiner (84. Sfarzetta) – Wassenberg, Sonneveld (73. Schulz), K. Breuer, Killich – Kegel, Enke.
1. FC Wülfrath: Herweg – Osei, Luginger (55. Kanschik), Tokcan, Simic – Han, Kizilarslan, Fürguth (50. Karafil), Haschke – Kim, Erciyes (50. Cavdar).
SR: Christian van Zwamen (Kamp-Lintfort).
Tore: 1:0 K. Breuer (27.), 2:0 K. Breuer (47., Foulelfmeter).
Rote Karte: Kanschik (57., Tätlichkeit).
Zuschauer: 150.


In der Pause schwor Hopp seine Elf noch einmal ein, doch die Motivation schlug ins Gegenteil um. Markus Fürguth säbelte Breuer im Strafraum um – Elfmeter. Der Gefoulte selbst trat an und verwandelte zum 2:0 (47.).

Hopp reagiert prompt, brachte Julian Shaun Kanschik für Kevin Luginger (55.), doch auch diese Maßnahme schlug fehl. Kanschik war gerade einmal 180 Sekunden auf dem Platz, da sah er schon die Rote Karte. Nach einem Gerangel an der Seitenlinie soll er den am Boden liegenden Sven Kegel in die Beine getreten haben. Massenberg: „Das kann aber nicht sein, denn er stand fünf Metern vom Geschehen entfernt.“

Wie es auch sei, der Ausflug nach Krefeld hat sich für den 1. FC nicht gelohnt. „Wir haben sie stark gemacht“, resümierte Massenberg. „Das müssen wir jetzt schnell abhaken und es am Mittwoch gegen Sonsbeck besser machen.“

Während Wülfrath im anstehenden Heimspiel unter Zugzwang steht, kann Fischeln ganz entspannt nach Rhede reisen. Und Cherfi genießt die Rolle des Underdogs.

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