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Cranger Kirmes Cup

Vorjahres-Finale wird neu aufgelegt

Die Neuauflage des letztjährigen Finales des Cranger Kirmes Cups ist perfekt! Die Spvgg. Erkenschwick und Westfalia Herne setzten sich am Donnerstag durch.


In beiden Fällen war es knapp. Der ESV siegte mit 2:1 (1:1) gegen die DJK TuS Hordel, der SC Westfalia 1:0 (1:0) gegen den TSV Marl-Hüls. Und doch waren beide Halbfinale-Spiele von ganz unterschiedlicher Natur. Während es bei der Begegnung zwischen Erkenschwick und Hordel eher freundschaftlich zuging, war im zweiten Vorschlussrundenspiel Schluss mit lustig! Am Ende standen neun Gelbe, eine Gelb-Rote und eine Rote Karte zu Buche!

Giftige Gangart im zweiten Durchgang

Schiedsrichter Lars Bremkens agierte in der Partie zwischen Herne und dem Westfalenliga-Aufsteiger zwar nicht souverän, hatte aufgrund der giftigen Gangart aber auch keinen leichten Stand. "Dass es nach so vielen Gelben Karten hitzig werden würde, war ja abzusehen. Ich habe meinen Jungs gesagt, dass sie ruhig bleiben sollen, das hat aber leider nur zum Teil geklappt", meinte Hernes Trainer Uli Reimann nach dem Karten-Festival, das ein Zuschauer nicht ganz zu unrecht als "Drecksspiel" bezeichnete.

Besonders ärgerte er sich natürlich über den Roten Karton gegen Robin Gallus der Sascha Rammel umgesenst hatte. "Das war ein Foul, aber von der Seite, nicht von hinten", sagte Gallus und auch Reimann hätte sich gewünscht, dass der Schiedsrichter "etwas mehr Fingerspitzengefühl bewiesen hätte." So wird der Linksverteidiger - der zuvor selbst ein dickes Veilchen von einem hohen Marler Bein kassiert hatte - aber gesperrt werden. Pascal Kaiser vom TSV flog zwar auch vom Platz, allerdings mit einer Gelb-Roten Karte.

Fußball gespielt wurde auch noch: Philipp Kraska traf nach einer Ecke zum 1:0. Im ersten Durchgang war Herne besser aufgelegt, nach dem Seitenwechsel Marl-Hüls - ohne jedoch das dann herrschende klare Übergewicht in einen Treffer ummüntzen zu können.

Oerterer kaltschnäuziger als Ginczek

Der TuS Hordel hatte am frühen Abend einen astreinen Start gegen die Spvgg. Erkenschwick erwischt - und dass der Westfalenligist nach neun Minuten durch André Seifert in Führung ging, war verdient. "Wir mussten uns ins Spiel beißen, wie wir uns ins ganze Turnier beißen mussten", erklärte Spvgg.-Trainer Magnus Niemöller hinterher.

Das tat seine Mannschaft aber und drehte den Spieß spätestens nach dem Seitenwechsel um. Philipp Rosenkranz netzte zum Ausgleich ein - und in der Schlussphase nutzten die Stimberger eine von zwei guten Möglichkeiten, während die Bochumer die eine ganz große Chance vergaben: Dawid Ginczek stand zwar plötzlich ganz frei vor ESV-Keeper Marcel Müller, konnte den Ball aber nicht kontrollieren. "Wenn Hordel in der 81. das Tor macht, geht es andersherum aus", sagte Niemöller, freute sich aber natürlich umso mehr, dass Stefan Oerterer in typischer "Ö"-Manier kurz vor Schluss traf. Zuvor war Sebastian Westerhoff schon mit einem Kopfball an Kevin Kampschäfer gescheitert.

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