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U17-Bundesliga
Aus dem Rand ins Rampenlicht

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Am kommenden Wochenende geht die U17-Bundesliga West in ihre neue Saison. Im Laufe der Jahre hat die Klasse einen bemerkenswerten Wandel vollzogen.

Es gab nämlich Zeiten, da interessierte sie außer den Familienmitgliedern der beteiligten Spieler kaum jemanden. Diese Zeiten, in denen die Trainerjobs mit Vorliebe unabhängig von der Qualifikation an verdiente Vereins-Urgesteine vergeben wurden, sind längst überwunden. Mittlerweile ist die Klasse so weit, dass sie einen direkten Anschluss an den Seniorenfußball hergestellt hat.

So wird Marian Sarr, der in der vergangenen Saison bei Bayer Leverkusens B-Junioren überragende Leistungen ablieferte, direkt in die Regionalliga-Mannschaft des Klubs befördert. Auch Schalkes Supertalent Max Meyer dürfte sich schon bald einen Namen im Seniorenfußball machen.

Apropos Schalke: Der S04 liefert den besten Beweis dafür, dass die U17-Bundesliga längst nicht mehr eine Randerscheinung in den Planungen der großen Klubs darstellt. Denn der Nachfolger von Tomasz Waldoch, zuvor Sportdirektor des polnischen Rekordmeister Gornik Zabrze, ist niemand Geringerer als Jens Keller. Dieser Keller betreute zuletzt die Profis des VfB Stuttgart. Nun machte sich Sportvorstand Horst Heldt, der ihn noch aus gemeinsamen Stuttgarter Zeiten kennt, für seine Verpflichtung stark.

Wäre Kellers Werdegang vor wenigen Jahren noch als steiler Abstieg empfunden worden, so ist sein Wechsel nach Schalke heute durchaus nachvollziehbar. Denn neben den drei Profiligen gelten die Eliteklassen der U19 und U17 auch für Trainer als ideale Schaufenster. So hat Keller noch längst nicht mit dem Profibereich abgeschlossen, sondern findet nun eine gute Bühne vor, um sich wieder ins Gespräch zu bringen.

Diese attraktive Bühne wissen auch die Spieler für sich zu nutzen. Ob nun Marian Sarr, Max Meyer oder der Dortmunder Said Benkarit: Der Weg aus der U17 nach oben ist deutlich kürzer geworden. Weil sich U19 und U17 immer weiter annähern, tauschte Rot-Weiss Essen kurzerhand die Trainer der jeweiligen Teams aus. Als Auf- oder Abstieg hat das keiner der beteiligten Trainer empfunden.

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