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DO: Kreisliga kompakt

"Two-Face" in Dortmund gesichtet!

In Dortmunds A 2 sorgt mit dem TSC Eintracht ein echtes "Two-Face" für Aufsehen. In der Nachbarstaffel flirtet derweil Scharnhorst heftig mit der Bezirksliga.


Kreisliga A 1

Im Westen der Stadt Dortmund tummeln sich im beschaulichen Stadtteil Lütgendortmund drei Vereine, die in der A 1 miteinander konkurrieren. Die Reserve der SG Lütgendortmund traf im Lokalvergleich am Wochenende auf Urania, doch SGL-Coach Marcus Dahlhaus schwante schon vorher Böses. So holte sein Team, das sechs Plätze unterhalb von Urania auf Platz zwölf rangiert, sich dann auch wie bestellt eine deftige 0:5-Klatsche ab. „Immerhin konnten wir die ersten 30 Minuten mithalten. Letztlich läuft es aber insgesamt gerade einfach nicht bei uns“, bewertet Dahlhaus die dürftige Bilanz nach der Winterpause. Nur einen mickrigen Punkt sammelte die SGL aus den letzten sechs Spielen.

Die Reservemannschaft kann im Abstiegskampf auch nicht auf Hilfe von oben hoffen, denn die Erste kämpft in der Bezirksliga ebenfalls um den Klassenverbleib. „Wir lernen aber in dieser Situation und werden uns in der Liga halten. Ich mache mir da nicht in die Hose“, sagt Dahlhaus selbstbewusst. Der sonntägliche Vergleich mit Kellerkonkurrent GW Kley erweist sich schon jetzt als mögliche Vorentscheidung im Abstiegskampf. Dort befindet sich auch der dritte Lütgendortmunder Verein, doch der FC Hellweg konnte beim 2:3 gegen Kirchlinde keine weiteren Punkte sammeln. Nochmal an die Top sechs heran pirscht sich dagegen BW Huckarde. Das Team von Riza Kalan schlug GW Kley auswärts glatt mit 7:0.

Kreisliga A 2

Der TSC Eintracht Dortmund ist das “Two-Face“ der Liga. Die Mannschaft von Trainer Dennis Empting zeigt in der Rückserie teilweise so starke Leistungen, dass man sich schon fragt, warum es nicht zu mehr als Platz sieben reicht. „Unsere sechs Spiele ohne Sieg mit fünf Niederlagen aus der Hinrunde haben uns das Genick für die gesamte Saison gebrochen. Jetzt geht weder nach oben noch nach unten etwas“, erklärt Co-Trainer Ümitcan Aksu. Und tatsächlich: Seit dieser Misere rennt die Eintracht den Top fünf der Liga hinterher, überzeugt aber meist mit einwandfreien Leistungen.

So auch am Wochenende, als der TSC am heimischen Gelände An der Flora den Tabellendritten Kirchhörde mit 4:2 schlug. „Ohne abgedreht klingen zu wollen, wir trauen der Mannschaft einfach noch mehr zu. Wir zeigen momentan unser wahres Gesicht, das ist auch gut für die neue Saison“, gewinnt Aksu dem Ganzes etwas Positives ab. Keinen Grund zu jubeln gab es am Wochenende dagegen wie gewohnt bei Preußen Lünen II, das nach dem 0:4 gegen den Hombrucher SV III weiter als einziges Team der Dortmunder A-Ligen gänzlich punktlos bleibt. Aufatmen dürfen dagegen vorerst Spieler und Verantwortliche von Kocatepe Camii. Die Elf von Mehmet Solak feierte beim überraschenden 1:0 gegen Post und Telekom ihren sechsten Saisonsieg.

Kreisliga A 3

Die Beziehung, die Alemannia Scharnhorst mit der Bezirksliga eingehen möchte, wird immer konkreter. Noch findet man sich einfach nur anziehend und ist auf dem besten Wege, zueinander zu finden, doch es fehlen noch ein paar Siege, um das Glück vollkommen zu machen. „Wir haben natürlich dieses Ziel und es sind auch acht Punkte Vorsprung. Gewonnen haben wir aber nun mal noch nichts“, tritt Trainer Markus Schmidt auf die Euphoriebremse. Verschweigen konnten die Alemannen hingegen nicht, dass sie nach dem überraschenden 2:0-Sieg von TuRa Asseln gegen Konkurrent VfB Lünen in ausufernde Jubelstürme gerieten. „Ich habe die Jungs dann erstmal in Ruhe gelassen. Beim nächsten Training gibt’s aber noch mal eine Ansage dazu, denn wir dürfen jetzt nicht schon vom Aufstieg ausgehen“, gefällt Schmidt verfrühter Jubel so gar nicht.

Bevor der neue Coach Thomas Faust aber die Alemannen in der nächsten Saison übernimmt, will Schmidt seinem Nachfolger das Team als intakte Mannschaft und Bezirksligaaufsteiger übergeben. „Für mich wäre es ein Traum, hier mit dem Aufstieg aufzuhören“, gibt Schmidt zu. Der 3:0-Sieg gegen den VfL Kemminghausen ließ die Konkurrenz zudem erneut aufhorchen und macht klar: Der Aufstieg führt nur über Scharnhorst. Dass es dagegen im Tabellenkeller noch mal spannend wird, ist trotz des Asselner Sieges nicht unbedingt zu erwarten. Elf Punkte Rückstand auf Platz 14 sind auch bei noch acht ausstehenden Spielen eine wohl zu hohe Hypothek. Beim Tabellenvorletzten sieht es etwas besser aus. Der DJK Tus Körne II bringt der 4:2-Erfolg gegen TuS Neuasseln eine Menge Selbstbewusstsein. Als netter Nebeneffekt verringerte sich die Distanz zum BV Brambauer-Lünen zudem auf nur noch neun Punkte.

Auf Seite 2: Das Wochenende in den B-Kreisligen
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