Hassan's Corner
Guti, Raúl, Heldt und ein Podolski

So mag es vielleicht im Herzen eines Kindes sein. Doch im harten Alltagsgeschäft des Fußballs sieht es doch ein wenig anders auch. Das Gerücht, dass Guti zu Schalke wechseln wird, passt da perfekt rein. Es zeigt viele Möglichkeiten und wirft einige Fragen auf.

Gab es Kontakt zu Schalke 04? Wer hat das eingefädelt? Sind die Gespräche, wenn es sie denn gab, bereits gescheitert? Mit solchen Dingen setzt man sich als Fan dann auseinander.
Dröseln wir das doch auf und stellen einen Vergleich an. Podolski gegen Guti sozusagen. Ende Oktober 2011 gab es bereits Gerüchte, dass sich Schalke 04 mit Guti unterhalte. Danach wurde es still. Monate später kommt die spanische Zeitung ‘AS’ um die Ecke und setzt nicht nur ein Gerücht in die Welt, sondern einen fast perfekten Transfer! Es soll der Wunsch von Huub Stevens sein, dass Guti zu Schalke 04 wechselt. Es habe sogar schon ein persönliches Gespräch in Form eines Telefonats gegeben. Nun dementierte Horst Heldt auf Anfrage sämtlicher Medien vehement. “Guti ist ein klasse Spieler gewesen, aber für uns ist er kein Thema. Nur weil die ‘AS’ irgendeinen Mist schreibt, heißt es nicht, dass es stimmen muss.” Auch Schalke 04 twitterte über den offiziellen Account die Absage von Horst Heldt: “Nach momentanem Stand werden wir nichts mehr machen.”
Das Hin und Her mit Podolski
Grundlegend ist es schon ein sehr klares Dementi. Warum verneinen sie das so klar? Bis auf den Fall Podolski hieß der Wortlaut bei den Gerüchten immer: “Wir kommentieren solche Gerüchte nicht!” Erinnern wir uns an den Fall Podolski. Das Gerücht machte die Runde “Schalke 04 will Lukas Podolski” – Horst Heldt dementierte auch dieses Gerücht und verwies es in das Reich der Fabeln. Kurze Zeit später kann Clemens Tönnies nicht dicht halten und plaudert aus, dass man sich ernsthaft mit dem Namen Lukas Podolski beschäftige.

Die Deckungstaktik von Horst Heldt hat er damit zunichte gemacht, entweder bewusst oder wegen schlechter Kommunikation untereinander. Daraufhin bestätigt Horst Heldt ein Interesse an dem deutschen Nationalspieler, weil er nicht mehr anders kann. Überlegen wir mal: Die heftige Art und Weise, mit der Horst Heldt dieses Guti-Gerücht dementiert, kann auch so verstanden werden, dass er mächtig angefressen ist, weil wieder jemand was ausgeplaudert hat.
Vielleicht war es sein Plan diese Verpflichtung zusammen mit der Raúl-Verlängerung zu verkünden. Irgendjemand hat ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht. Oder es ist alles Blödsinn und Gutis Berater will einfach nur seinen Namen in den Medien halten, da er vereinslos ist. Ein gefundenes Fressen ist da natürlich eine Wiedervereinigung zweier Freunde und Fußballweltstars, nämlich Raúl und Guti…
Hassan Talib Haji
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