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BL Niederrhein kompakt
Wahnsinn - acht Tore in 45 Minuten!

Die Bezirksliga ist verrückt! Da bleibt der Spitzenreiter trotz dreifacher Unterzahl weiter ungeschlagen und im Verfolgerduell fallen nach Wiederanpfiff acht Tore.

Bezirksliga Niederrhein 3

Spitzenreiter nicht zu stoppen – trotz dreifacher Unterzahl!

Der Mülheimer SV 07 zieht weiterhin einsam seine Kreise. Der Spitzenreiter meisterte auch die Hürde Heisinger SV bravourös. Am Essener Baldeneysee siegte die Zils-Elf mit 3:1 – und das in dreifacher Unterzahl! „Wir haben ab der 63. Minute mit zwei Mann weniger gespielt und dann noch in der 88. Minute eine Ampelkarte erhalten. Der Schiedsrichter hat zudem vier Minuten drauf gepackt. Er wollte wohl mit aller Macht dafür sorgen, dass Heisingen irgendwie noch herankommt“, ärgerten Mülheims Coach Ralf Zils die Gelb-Roten Karten für Daniel Dentgen, Bünyamin Atsiz und Bilal Hamidovic. Vor der Dezimierung hatten Torjäger Andy Lausberg (elfte Saisonbude), Dzenan Dogic und Philipp Bartmann für eine komfortable Mülheimer Führung nach bereits 46 Minuten gesorgt. Heisingen sollte nicht mehr, als den Ehrentreffer durch Rui Ferreira Marques (60.) erzielen. Aufgrund der Punkteteilung im Spitzenspiel zwischen Werden-Heidhausen und Union Velbert (1:1) ist der Vorsprung des Spitzenreiters auf sieben Zähler angewachsen.

Wahnsinns Verfolgerduell! Halbzeit torlos, Endstand 6:2!

Ein noch verrückteres Spiel durften die rund 100 Zuschauer am Winkhauser Weg in Mülheim bestaunen. Im Verfolgerduell zwischen Rot-Weiß Mülheim und dem TVD Velbert ging es torlos in die Halbzeitpause. Was dann folgte, war Fußball-Wahnsinn pur. Die Kiebitze bekamen in den zweiten 45 Minuten acht (!) Tore zu sehen. „Nach den ersten 30 Minuten habe ich mir bereits eine Halbzeitansprache gewünscht. Da ging sehr wenig bei uns. In der Kabine habe ich meinen Jungs klar zu verstehen gegeben, dass das bisher Gezeigte nichts war“, nennt Hatem Guerbouj, Trainer der Rot-Weißen, einen Grund für den furiosen zweiten Abschnitt. „Das 1:0 durch Brian Bartholomäus war der Genickbruch für Velbert. Danach haben wir den Gegner überrollt. Wir hätten sicherlich auch neun oder zehn Tore schießen können, wenn nicht sogar müssen. Aber so ist das auch in Ordnung“, sagt Guerbouj. Mülheims Goalgetter Daniel Weinbach schraubte sein Torkonto mit einem Viererpack auf bereits 13 Saisontreffer hoch.

Gerade einmal fünf Saisontore hat bislang der SV Kray erzielt. Trotz Trainerwechsels, von Ralf Agolli auf Harald Kaminsky (RS berichtete), kassierten die Krayer beim 0:1 gegen die SSVg. Velbert II die siebte Niederlage im zehnten Spiel. Velberts Spielertrainer Michael Bestler besorgte mit seiner fünften Saisonbude in der 70. Minute das Siegtor für die Gäste aus dem Bergischen. Eine üble Niederlage gab es indessen für das Tabellenschlusslicht Trabzon SKV Wuppertal-Heiligenhaus. Gegen den ETB SW Essen II kassierten die „Türken“ eine 0:6-Klatsche – gleichbedeutend die Saison-Gegentreffer 29 bis 35!

Zudem war die ESG 99/06 bei den SF Niederwenigern II mit 1:2 unterlegen. Steele 03/20 siegte beim SC Velbert mit 1:0 und Holsterhausen und Kupferdreh trennten sich 1:1-Remis voneinander. Am Rande des Spiels gab TuS-Coach Dieter Kupferschmidt bekannt, dass er die Schwarz-Gelben zum Saisonende verlassen wird.

Bezirksliga Niederrhein 6
Wenn es in der Staffel sechs noch lange so zu geht, wie aktuell, dann dürfen sich die Fans auf ein echtes Herzschlagfinale in Sachen Landesliga-Aufstieg freuen. Denn auch nach dem zehnten Spieltag trennen den Spitzenreiter Sterkrade-Nord (0:2 beim SC Frintrop) vom Sechsten der Liga Union Frintrop (1:1 im Derby bei Adler Frintrop) nur drei Zähler.

Allen voran die Sterkrader Niederlage beim einstigen Topfavoriten und aktuell Tabellenvorletzten Sportclub Frintrop dürfte sehr überraschend kommen. „Das Ergebnis zeigt, welch große Qualität in der Mannschaft steckt. Nicht umsonst wollte der SC Frintrop ja vor der Saison ganz oben mitmischen. Jetzt werden wir versuchen da unten rauszukommen, um uns bis zum Winter im Mittelfeld zu etablieren“, sagt Frintrops neuer Coach Sascha Fischer , der seit Montag offizieller Trainer am Schemmannsfeld ist (RS berichtete) und am Sonntag noch den kommenden Gegner SG Schönebeck (1:1 bei SG Altenessen) beobachtete.

Mannschaft der Stunde

Hut ab, SuS Haarzopf! Was David Zundler am Föhrenweg leistet, ist sensationell. Vor der Saison wurde Haarzopf von nicht wenigen „Experten“ als Mittelfed-Mannschaft oder gar Abstiegsanwärter eingestuft. Aktuell sind die Haarzopfer um Coach Zundler, die Mannschaft der Stunde. Am Wochenende bekam der Spielclub 1920 Oberhausen die Stärke der Grün-Weißen zu spüren. Haarzopf 4, Spielclub 1, so lautete das Ergebnis nach 90 Minuten. „Das Resultat ist ein wenig zu hoch ausgefallen. Das Spiel war sehr eng. Wir freuen uns aber natürlich über den wichtigen Sieg“, resümiert Zundler, dessen „Zehner“ Marc Enger mit seinen Saisontoren neun bis elf zum Matchwinner avancierte. Unterdessen hatte Spielclub-Trainer Thorsten Möllmann zwei seiner Eckpfeiler auf der Bank gelassen. Stammtorwart Dennis van Hueth musste für Mark Braun weichen und Knisper Oliver Nözel durfte es nach 40. Minuten ran. „Letzte Woche haben die Jungs über die Stränge geschlagen, das war die Strafe (RS berichtete)“, erklärt Möllmann. Ganz andere Stimmung herrscht in Haarzopf, die nun Blut geleckt haben und mehr wollen. Zundler: „Unser Ziel sind die ersten Fünf. Wir wollen bis zum Schluss in der Spitzengruppe mitmischen. Ich hoffe, dass wir mit unserem Aschenplatz gut durch den Winter kommen. Im Vergleich zu den Vereinen mit den Kunstrasenanlagen könnte unsere Asche zum Handicap werden.“

Zum Helden seines Teams hätte auch Helenes Sokol Kolmaka avancieren können. Doch der Albaner verpasste beim 3:3-Remis seines TuS beim VfR 08 Oberhausen den 4:3-Siegtreffer. „Wir waren 0:2, und 1:3 im Rückstand. Zudem haben wir nach dem Platzverweis für "Ele" Eloruiachi knapp 20 Minuten in Unterzahl agiert. Deshalb sind wir mit dem Punkt zufrieden. Trotzdem ist es schade, dass Sokol das Ding kurz vor Schluss nicht besser trifft. Vielleicht gelingt uns ja ein Sieg gegen Klosterhardt II“, hofft Michael Schaub, Sportlicher Leiter von TuS Helene, auf den ersehnten ersten Saisonsieg des Tabellenletzten.

Den zweiten Dreier in Folge durfte Blau-Weiß Lirich feiern. Die Oberhausener besiegten den SC Phönix Essen dank eines Treffers von Philipp Hollweg mit 1:0. Das Spiel zwischen TuS Essen-West 81 und Arminia Klosterhardt II musste abgesagt werden, da der angesetzte Schiedsrichter nicht erschienen war. Bereits am Donnerstag musste RuWa Dellwig beim Landesliga-Absteiger Spvvg. Sterkrade 06/07 eine 0:5-Klatsche hinnehmen.

Lesen Sie auf Seite 2: Das Wochenende in der Gruppe 8

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