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Kreisliga A1:
„Gegen Speldorf wird’s schwer, die werden mit Sicherheit den einen oder anderen Spieler aus der ersten Mannschaft runterbeordern, damit die Zweite nicht absteigt“, sagte Dersimspor-Interimstrainer Kaplan Hidir letzte Woche noch – und er sollte Recht behalten. Ein 5:2-Sieg auf fremdem Platz ist ein deutliches Zeichen, vor allem weil die beiden Teams über die Saison hinweg eigentlich keine allzu großen Qualitätsunterschiede aufwiesen. Ein ähnliches Schicksal traf TB Heißen, deren Gegner, der Mülheimer SV, bereits vorher über die Presse angekündigt hatte, die zweite Mannschaft vorübergehend zu verstärken um die Klasse zu halten. Die Folge war ein überragendes 6:1 (3:0 nach nur neun Minuten), wobei TB-Trainer Henrik Knöpke mehrere Faktoren am enttäuschenden Spielausgang beteiligt sah: „Da kam alles zusammen. Unglückliche Schiedsrichterentscheidungen, Spieler aus der Bezirksliga und eine schlechte Leistung von uns. Aber es sieht in der Tabelle ja noch ganz gut aus, deswegen ärgere ich mich auch nicht weiter darüber.“
Wer sich vielleicht ein wenig ärgern dürfte, ist Berkan Serifoski vom DFV; schließlich hätte sein Team gegen Preußen noch die Chance gehabt, die eigentlich enteilte TuSpo Saarn einzuholen. Sieben Punkte klafften vor dem Spieltag zwischen dem Zweiten und dem Dritten. Saarn gelang gegen Broich tatsächlich nur ein Unentschieden, aber der DFV, der noch ein Spiel gegen Dersimspor nachzuholen hat, konnte die Chance nicht nutzen und wird die acht Punkte nur schwerlich noch aufholen können. Und Broich holt einen Punkt gegen Saarn? Ja, richtig gelesen, dem TSV fehlt nur noch ein einziger Zähler (und 20 Tore) um Dersimspor und dem Mülheimer SV nochmal gefährlich zu werden. Das sah nach der Hinrunde noch ganz anders aus, doch Joachim Gawellek hat es offenbar wirklich geschafft, seine Spieler richtig einzusetzen und ihnen die volle Willensstärke zu entlocken.
Kreisliga A2:
Die noch offenen Fragen sind: Wer qualifiziert sich direkt für die Bezirksliga und wer muss ins Entscheidungsspiel? Wehofen oder Voerde? Und wird sich Laar noch an Union Hamborn vorbeischieben können oder muss der SV gemeinsam mit Westende den bitteren Gang in die Kreisliga B antreten? Oder rutscht etwa sogar doch noch RWS nach der 0:11-Klatsche gegen Hiesfeld wieder mit in den Strudel? Antworten gibt es selbstverständlich noch nicht, doch wenigstens ist jetzt klar, dass weder Genc Osman noch Wacker Dinslaken im Aufstiegsrennen mitmischen werden. Als Reaktion auf diese Tatsache und die zuletzt schwachen Auftritte seiner Mannschaft hat Genc Osman-Trainer Bayram Cetinyürek das Handtuch geworfen.
Ansonsten konzentrieren sich die Augen der Beobachter aber wie schon seit Wochen vor allem auf die unteren Ränge der Tabelle. Dort gab es am Wochenende zwischen den so gut wie abgestiegenen Westendern aus Hamborn und ihren lokalen Rivalen von Union. Während die von Rainer Steininger trainierten Gastgeber den besseren Start erwischten, bereits nach zwei Minuten in Führung gingen und diese nach einer Viertelstunde sogar noch um ein weiteres Tor ausbauten, benötigten die Gäste fast eine halbe Stunde, bevor deren Kapitän Marcus Derikx der Anschlusstreffer gelang. Unglücklicherweise beförderte Osman Halili das Spielgerät noch vor dem Halbzeitpfiff ins eigene Gehäuse und glich so ungewollt für den Gegner aus. In der zweiten Halbzeit legten erneut die Hausherren vor, nur um sieben Minuten vor Ende das dritte Mal den Ball in den eigenen Maschen landen zu sehen. Union Hamborn wird sich mit dem Punkt zufrieden geben können, für Westende war es eigentlich schon die letzte Möglichkeit auf den Klassenerhalt und somit definitiv zu wenig.
Unglücklich traf es auch den SV Laar, der gegen Vierlinden lange Zeit den Punkt (zeitweise sogar drei) in der Hand hielt und sich erst durch einen Last-Minute-Treffer von Matthias Plückelmann geschlagen geben musste. Aber bei nur drei Punkten Rückstand auf den rettenden 14. Platz und sogar noch einem Nachholspiel in der Rückhand darf Laar noch an seine Chance glauben.
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