RWO-Blog
Natürlich sind in einem Fanblog auch Interviews bei uns gerne gesehen. Heute gibt es eins mit Rot-Weiß Oberhausens Medienbeauftragtem Daniel Mucha.
Daniel Mucha, Du bist Medienbeauftragter bei RWO. Wie kommt man an so einen Job?
Zudem bin ich Ansprechpartner für alle medienrelevanten Themen im Verein, das kann von der Frage „Wohin kommt der DSL-Anschluss für Radio Sowieso im Stadion?“ bis hin zu medienrechtlichen Fällen wie nach dem vermeintlichen „Wettskandal“ nach dem Spiel gegen 1860 München sein. Außerdem begleite ich die Spieler zu allen PR-Terminen, kümmere mich um deren Koordination im Vorfeld und Abwicklung vor Ort. Zudem berate ich die Spieler vor Interviews und bereite sie auf verschiedene Situationen vor der Kamera vor, wenn sie es möchten. An Spieltagen kommen dann für mich als Ansprechpartner für alle Journalisten noch viele andere Dinge hinzu, zudem gibt es noch die Leitung und Moderation von Pressekonferenzen. Also, langweilig ist es mir nicht bei RWO.
Du kennst den Job aus diversen Ligen. Worin liegen die Unterschiede in deiner Arbeit im Vergleich zwischen 2. Bundesliga und tieferen Klassen?
Ganz eindeutig in dem unterschiedlichen Medieninteresse, wobei der Sprung von der 3. Liga in die 2. Bundesliga schon sehr groß ist. In der 3. Liga gibt es nicht an jedem Wochenende Livespiele, da würde sich in unserem Fall nur das WDR-Fernsehen tummeln. SKY läuft bei unseren Heimspielen schon alleine mit mindestens 60 bis 80 Mitarbeitern auf. Hinzu kommen SPORT1, bei Samstagsspielen die ARD-Sportschau, der WDR-Hörfunk und die Journalisten aus der Stadt unseres jeweiligen Gegners. Die versorgen wir mit Informationen, Interviewpartnern und auch mit der Verpflegung am Spieltag.
Du warst selbst schon einmal bei einem anderen Verein tätig, nämlich bei Rot-Weiss Essen. Zudem kennst Du die anderen Pressesprecher aller Profivereine. Was würdest Du sagen, ist in Deinem Berufsbild der Unterschied zwischen dem RWO und anderen Vereinen?
Zum einen gibt es einen gewissen Standard im Medienbereich, den die Deutsche Fußball-Liga im Zuge der Lizenzierung vorschreibt. Dort kann man und darf man sich gar nicht von anderen Clubs in der 2. Liga unterscheiden, weil gewisse Dinge einfach erfüllt sein müssen, um überhaupt mitspielen zu dürfen.
Grundsätzlich versuche ich aber auch in meiner Arbeit, unseren Malocher-Gedanken zu leben. Das geht bei dem kleinen Team, mit dem wir bei RWO arbeiten, gar nicht anders. Hier muss jeder über den Tellerrand seines Bereichs schauen, die Hände aus der Hosentasche nehmen und überall mit anpacken. Der etwas andere Verein zu sein, ist auch mein Anspruch bei der redaktionellen Arbeit an der Internetseite oder beim Stadionheft. Das Lob meiner Kollegen, wenn sie bei uns im Stadion Niederrhein zu Gast sind, aber auch das positive Feedback, das ich von unseren Fans erhalte, zeigt, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben.
Tim S.