GE: Kreisliga kompakt
Das Wochenende hatte es in sich: Während die Staffel A 2 ganz im Zeichen des Spitzenspiels stand, erlebte die A 1 einige Überraschungen – und einen Polizeieinsatz.
Kreisliga A 1:
Wenn nicht schon seit Wochen, dann zumindest seit dem vorvergangenen Sonntag fieberte in der Parallelstaffel fast alles auf das „Spiel der Spiele“ zwischen dem Zweiten Hessler und Tabellenführer Rotthausen entgegen. Das Gipfeltreffen wurde im Vorfeld nicht nur als vorentscheidend in Sachen Meisterschaft, sondern auch als Duell der Generationen gehandelt: Alt (Hessler) gegen Jung (DJK TuS Rotthausen). Nach dem 2:1-Auswärtserfolg der „Frischlinge“ über die „Oldies“ dürfen die Verantwortlichen „auf der Reihe“ langsam mit den Planungen für die Bezirksliga beginnen.
„Die laufen auch, aber zweigleisig – für die Bezirksliga und die Kreisliga A“, bestätigt Bernd Minnebusch. Rotthausens Fußball-Abteilungsleiter war überrascht, dass Hessler nicht mehr Gegenwehr bot: „Da hätten wir mehr erwartet, die mussten ja kommen. Hessler war aber sehr defensiv eingestellt und total passiv. Dabei hatten wir uns vor dem Spiel eigentlich gesagt, dass wir auch mit einem Punkt leben können.“ Nun wurden aber drei daraus – und die gingen für den Essener auch völlig in Ordnung: „Das war ganz klar verdient. Vier oder fünf Tore für uns hätten den Spielverlauf eher widergespiegelt.“ Trotzdem bleibt man im Süd-Westen der Stadt besonnen: „Es sind noch zehn Schritte und bei jedem können wir stolpern“, stapelt Minnebusch tief.
Gleich zwei Aufeinandertreffen standen unter dem Motto „Bismarck gegen Erle“ und beide versprachen Spannung. ETuS Bismarck und Erle 19 trennten sich schiedlich, friedlich 1:1; das zweite Duell bot mehr Gesprächsstoff. Passend zum Wiedersehen mit seinem alten Klub Erle 08 nahm Markus Völling bei seinem Trainer-Debüt mit Rot-Weiß Wacker die Punkte mit über den Rhein-Herne-Kanal. Sven Ösper und Öner Önder sorgten nach der Führung von Erles Stefan Wegner für den berühmten „Einstand nach Maß“.
Auf Seite 2: Das Wochenende in den B-KreisligenKreisliga B 1:
Was für ein Tag für den SuS Beckhausen II! Die Mannschaft von Trainer Marcel Harelik behielt nicht nur beim Verfolger Schwarz-Blau Gladbeck die Oberhand, an der Braukämperstraße durfte man sich außerdem noch über den Patzer von Middelich-Resse freuen, die nun ebenfalls 42 Zähler auf dem Konto haben. Denn der VfB Kirchhellen schießt im Moment einfach immer ein Tor mehr als der Gegner – sechs Punkte muss man bei fünf Gegentoren in zwei Spielen erstmal holen, dem 4:3 beim BV Horst-Süd ließ der VfB nun einen 3:2-Auswärtssieg folgen. In sieben Partien in der Fremde holte Kirchhellen damit zwei Punkte mehr (12) als in den neun Auftritten an der heimischen Löwenstraße (10).
Endlich ging es auch für den SV Zweckel los. „Das kann man wohl sagen“, pustete Sören Stauder durch. „Der Platz war schon sehr aufgeweicht, aber für uns ging es jetzt erstmal darum, überhaupt mal wieder Spielpraxis zu bekommen“, erklärt der Spielertrainer des SVZ-Unterbaus nach dem 3:2-Sieg gegen Horst-Süd. Mit dem Erfolg bleiben die Gladbecker auf Tuchfühlung zur Spitze. „Das ist auch unser Ziel, wir haben jetzt in den zwei direkten Duellen gegen Beckhausen und Middelich-Resse für Spannung zu sorgen. Aber als Aufsteiger sehen wir uns nicht“, gibt sich Abwehrspieler Stauder positionsgetreu defensiv.
Kreisliga B 2:
Während die zweite Mannschaft der DJK TuS Rotthausen mit dem gleichen Ergebnis wie die „Erste“ in Hessler jubeln durfte, musste Eintracht Erle einen herben Dämpfer einstecken. Die Schützlinge von Oli Seidemann bekamen von Viktoria Resse II die erste Pleite seit Mitte November und die erste Heimniederlage (2:3) der Saison überhaupt verpasst. „Betrachtet man die 90 Minuten, muss man unserem Gegner ein dickes Kompliment machen, denn diese Niederlage war verdient“, zogen die Verantwortlichen der Eintracht den Hut vor dem Gegner. Der profitierte allerdings von Verstärkungen aus der Bezirksliga. Sebastian Engel und Christian Pick wurden „nach unten“ abgegeben und wirbelten die Hintermannschaft der Gelb-Schwarzen ordentlich durch.
Erles ärgster Verfolger, der VfB Gelsenkirchen, ließ auf der Asche an der Fürstinnenstraße nichts anbrennen, die Rot-Weißen aus Bismarck wurden sang- und klanglos mit 2:0 in die Schranken gewiesen. Auch das Quartett von Reserve-Mannschaften, das dahinter lauert, muss im Aufstiegsrennen im Auge behalten werden.
Elmar Redemann