Heimfluch beenden
Die von Bruno Hübner angemahnte „kritische Zeit“ angesichts der wirtschaftlichen Situation kann eigentlich nur durch den Aufstieg etwas abgemildert werden.
Doch dafür fehlt den Zebras die Konstanz. Sobald die Duisburger in die Ferne reisen, scheint ihnen eine Last von den Schultern zu fallen. Denn auswärts sind sie nach Kaiserslautern (27 Punkte) mit 25 Zählern eine Macht.
Christian Tiffert weiß noch nicht, wohin sein Weg führen wird.
Der Keeper, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, wird aller Voraussicht nach ohnehin im nächsten Jahr in der ersten Liga auflaufen. Denn mit seinen konstanten Leistungen hat er nicht nur den MSV im Rennen gehalten, sondern sich selbst auf die Wunschzettel etlicher Bundesligisten gespielt. „Natürlich ist es mein Ziel, oben zu spielen“, redet Starke nicht um den heißen Brei herum.
Gleiches gilt aber auch für den nächsten Leistungsträger - Christian Tiffert. „Aber erst einmal konzentriere ich mich auf den MSV“, will der ehemalige Stuttgarter (noch) nicht über seine Zukunft sprechen. Damit aber nicht genug, neben den ohnehin fälligen 16 Kontrakten ist auch der Verbleib von beispielsweise Björn Schlicke fraglich. Der ehemalige Kapitän hat seine Demontage äußerlich zwar gut verkraftet und verfügt auch noch über einen Vertrag bis 2011, doch auch er könnte nach den ganzen Tumulten eventuell das Weite suchen.
Hübner weiß, dass „es sehr schwer wird, unsere Führungsspieler zu halten“. Selbst bei einem Aufstieg dürften die finanziellen Zwänge die Verhandlungs-Situation kaum verbessern. Ein kompletter Neuanfang könnte die Folge sein. Ob dieser dann am Ende auch eine Chance ist, muss abgewartet werden.
Thorsten Richter