RWO-Blog
Was haben wir vor einem Jahr nicht alle gelästert über unseren Neuen aus Essen, schnell hatte er den Namen Stolperkamp weg. Aber was ist jetzt davon übrig?
Stolperkamp ist mittlerweile unser Doppelkamp!
Typisch Oberhausener habe ich sogar nach diesem Sieg etwas zu meckern: Ich hoffe, dass endlich einmal diese Saisons vorbei sind, in denen nur gezittert werden muss. Was waren das für Spielzeiten im vergangenen Jahrzehnt! Fast der Aufstieg, dann zwei Abstiege, gefolgt von zwei Aufstiegen und jetzt zwei Saisons mit knallhartem Abstiegskampf. Es wäre wünschenswert, wenn es endlich einmal eine Saison gäbe, in der wir einfach nur die graue Maus sind. Mit Mittelfeldplatz vom ersten bis zum letzten Spieltag. Nur so zum Durchatmen. Das wäre mal was!
Und wichtig wäre das auch. In solch ruhigen Jahren könnte wenigstens der geplante und überfällige Ausbau an allen Ecken und Enden voran getrieben werden. Wie wichtig das wäre für das Oberhausener Umfeld! Bessere Trainingsbedingungen, mehr Fans, mehr Einnahmen. Ein Traum, der bald Wirklichkeit werden könnte. Und spätestens dann wäre unser Malocherverein so richtig etabliert im Profifußball.
Wenn wir so lange durchhalten, dann hätten wir uns das auch wirklich verdient. Das „malochen“ ist bei uns kein Motto. Wo wir stehen, das hat sich der Verein mühsam erarbeitet und verdient. Wenn Profifußball eine Playstation wäre, dann wären wir die Malocher, die dafür lange arbeiten müssen, während Vereine wie Hoffenheim oder Augsburg die kleinen Kinder reicher Eltern wären, die das Gerät einfach so zu Weihnachten bekommen. Gut, Fußball ist natürlich keine Playstation. Aber wenigstens sind wir keine Hoffenheimer!
Tim Steuernagel